Häme für Haimbuchner

Sie hätten die hasserfüllten Chats auf ihren Internetseiten löschen müssen, so arg sei es gewesen, ließen uns mehrere Mainstreammedien am vergangenen Wochenende wissen.
Dabei ging es um den an Corona erkrankten oberösterreichischen FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner.
Mit Hohn, Spott und Häme habe man den führenden FPÖ-Politiker übergossen, da es ja seine Partei sei, die Corona „leugne“ bzw. „verharmlose“ und die Anti-Corona-Aktivisten unterstütze. Und in den gemäßigteren Stellungnahmen, so wie etwa in den Leserbriefen der „Kronen Zeitung“, des Zentralorgans der regierungskonformen Corona-Angsthasen – habe es geheißen, dass nun die FPÖ zumindest ihren Standpunkt zu den Corona-Maßnahmen ändern müsse, da ja einer ihrer führenden Exponenten deswegen auf Intensivstation liege.
Ganz abgesehen von der Schäbigkeit, die sich darin äußert, wenn man einen schwer Erkrankten verhöhnt, zeigt sich an diesem Beispiel einmal mehr, wo der vielzitierte „Hass im Netz“ wohnt: nämlich bei den linken Zeitgeist-Konformisten. Aber da gibt es keinen Staatsanwalt der ermittelt, und keinen Shitstorm dagegen. Wenn es gegen Freiheitliche oder gegen Rechte geht, ist ja alles erlaubt.
Nun ist klar, dass eine Erkrankung oder eine Infektion schlicht und einfach eine schicksalhafte Geschichte darstellt. Die Behauptung, Haimbuchner hätte sich bei einer angeblichen illegalen „Baby-Party“ angesteckt, wurde ja auch sehr rasch widerlegt, da es ja bei diesem kurzen Treffen aus Anlass der Geburt eines Kindes keinerlei Infektionen gab, wie sich im Nachhinein herausstellte. Aber natürlich hat man das groß und breit in den Mainstreammedien berichtet, ging es doch darum, dem demnächst wahlkämpfenden FPÖ-Chef Oberösterreichs am Zeug zu flicken.
Und überdies ist auch klar, dass diese Erkrankung Haimbuchners an der prinzipiellen Haltung der Freiheitlichen in Sachen Corona nichts ändert: Kein Mensch in den blauen Kreisen wird die Existenz des Virus leugnen. Kein Mensch wird die Heimtücke der Erkrankung leugnen und auch die Notwendigkeit, Vorsichtsmaßnahmen dagegen zu ergreifen. Und überdies ist es natürlich die Aufgabe einer Oppositionspartei, widersprüchliche, wirre und chaotische Maßnahmen der Regierung in dieser Angelegenheit aufzuzeigen und zu kritisieren. Und von diesen chaotischen Maßnahmen gibt es leider Gottes genug. Überdies ist es natürlich die Aufgabe einer politischen Partei, die sich „freiheitlich“ nennt, eben für die Bürgerfreiheit einzutreten. Und diese Bürgerfreiheit, unsere Grund- und Freiheitsrechte sind im Zuge der Corona-Maßnahmen der Regierung massiv eingeschränkt worden.
Dies beweisen auch die Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofs, der – leider Gottes immer erst mit großer Verzögerung und damit zu spät – die meisten Regierungsmaßnahmen auch als verfassungswidrig aufgehoben hat.
Zweifellos wird auch Manfred Haimbuchner, wenn er die Krankheit hoffentlich recht bald überwunden hat, bei dieser Haltung bleiben. Gewiss wird er aus eigener Erfahrung über die große Gefahr, die dieses Virus bedeutet, Bescheid wissen, persönliches Leid allerdings wird an grundsätzlichen Erkenntnissen und Haltungen nichts ändern.

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