Von Zaunlöchern – und anderen Löchern

Der vormalige Grazer Kulturstadtrat Strobl von der Volkspartei war schon immer ein fortschrittlicher Mensch. Was Wunder, dass er keinen Zaun auf seinem Grenzgrundstück in der Südsteiermark haben will. Und der Winzer Polz, der große Rebflächen in Slowenien erworben hat, um vermehrt südsteirischen Wein verkaufen zu können, will auch keinen Zaun auf seinem Grundstück. Und die Repräsentanten der Republik, sie sagen: „Kein Problem, wir werden das halt mit Grenzpersonal und Militärstreifen füllen“.
Der unbedarfte Bürger fragt sich allerdings, ob die Grenze als solche und ihr Schutz, allenfalls auch ihre Befestigung, nicht Sache der Republik ist. Und ob der Grenzstreifen, wie schmal er auch immer sein mag, nicht Eigentum der Republik sein muss. Oder sorgen jetzt der Herr Strobl oder der Herr Polz für die Sicherung der österreichischen Staatsgrenze, nur weil sie grundbücherliche Eigentümer der Flächen sind? Für jeden Straßenbau wird in öffentlichem Interesse völlig rechtsstaatskonform auch hierzulande enteignet. Da gab es das alte Eisenbahnenteignungsgesetz aus der Monarchie, mittels der etwa alle Autobahnbauten errichtet wurden, für die Errichtung unserer Grenzsicherung, und sei sie nur einen Meter breit, wagt man es nicht, derlei rechtsstaatliche Maßnahmen zu ergreifen.
Allenthalben rechnet man mit einem Wiederanschwellen des Flüchtlingsstroms im nächsten Jahr.
Die Gnadenfrist, die man bis dorthin hat, um ordnungspolitische und rechtsstaatskonforme Maßnahmen zu ergreifen, eben auch Grenzabsperrungen zu errichten, ist man nicht gewillt zu nützen.
Überall können wir derzeit lesen und hören, dass wir überfordert sind, dass die Kosten für den Wohnbau, für die soziale Versorgung, für die Integration jener Hunderttausenden, die alleine in den letzten Monaten nach Österreich gekommen sind, uns fi nanziell nicht mehr möglich ist. Und dennoch ist man gewillt, diese irreguläre Massenzuwanderung weiter gewähren zu lassen. Ein Herr Polz und ein Herr Strobl kommen sich noch gut vor, wenn sie einen Zaun auf ihren Grundstücken nicht dulden wollen. Die Haltung der beiden Herren ist nur das Symptom für eine völlig verantwortungslose und eitel-arrogante Gutmenschen-Attitüde, mit der man sich hierzulande im Applaus der Mainstream- Medien schmückt.
Was aus dem Land werden wird, ist diesen feinen Herrschaften schnurzegal. Sie sind stellvertretend für jene an sich schwache Schicht in der Bevölkerung zu nennen, die mit ihrer verlogenen Willkommenskultur Probleme für unser kleines Österreich, aber auch für Europa insgesamt geschaffen haben, deren Dimension uns erst so nach und nach klar werden wird.

Eine Antwort zu Von Zaunlöchern – und anderen Löchern

  1. Dr. Hans Ernst Pollan sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Mölzer!

    Wie immer treffen Sie mit ihrem Artikel „Zaunlöcher“ vollkommen ins Schwarze. Auch ich habe es nicht für möglich gehalten, dass so etwas geschehen kann, wenn doch staatliche und sogar überstaatliche Interessen die Errichtung einer Grenzsicherung erfordern. Im staatlichen Interesse waren Eingriffe in Privatrechte doch immer gerechtfertigt.

    Aber so gibt es anscheinend immer etwas, was man nicht leicht glauben kann. Und so verhindert wirklich ein Handvoll „feiner Herren“, dass zum Schutz der Allgemeinheit eine ohnedies nur geringe Schutzmaßnahme errichtet werden kann, bzw eine solche Löcher aufweisen muss.

    Aber ehrlich gesagt, habe ich die Hoffnung auf einen Erhalt unserer nationalen Eigenart ohnedies schon aufgegeben und habe mich auf die Position eines Beobachters unseres Vergehens zurückgezogen: ist doch nicht aufzuhalten und spart überdies Nerven.

    Mit aufrichtigen Grüßen

    Ihr Leser
    Dr. H. Ernst Pollan, Villach

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