Euro in Not – Die FPÖ hatte doch recht

Nun hat die Europäische Kommission also Griechenland wegen seines explodierenden Budgetdefizits de facto unter Kuratel gestellt. Athen wurde zu einem beinharten Einsparungskurs verdonnert und muß Brüssel alle zwei bis drei Monate Bericht über die erzielten Erfolge erstatten. Und sollte sich die Griechen als unfähig oder unwillig bei der Bekämpfung des Schlendrians sein, dann müssen sie mit Strafzahlungen rechnen.

Was Griechenland nun widerfahren ist, ist in der Geschichte der Währungsunion einmalig: Brüssel hat massiv in einen Kernbereich nationalstaatlicher Souveränität, nämlich in die Budgethoheit, eingegriffen, um die Gemeinschaftswährung Euro vor dem Eintritt des Katastrophenszenarios zu bewahren. Denn wegen des horrenden Budgetdefizits Griechenlands war der Euro auf den internationalen Finanzmärkten gehörig unter Druck geraten, und es war bereits von einem Auseinanderbrechen der Euro die Rede gewesen.

Die jüngsten Ereignisse bestätigen aber auch seinerzeitigen die Warnungen der FPÖ vor einer undurchdachten Erweiterung der Eurozone um wirtschaftlich schwache Länder. Bekanntlich hatte sich Athen die Teilnahme an der Währungsunion 2001 mit geschönten Budgetzahlen erschlichen, und mit Ländern wie etwa Spanien, die sich insbesondere von der wirtschafts- und finanzpolitischen Mentalität her deutlich von Mittel- und Nordeuropa unterscheiden, warten weitere Zeitbomben, die jederzeit hochgehen können.

Als aber die Freiheitlichen vor Jahren auf die Gefahren hingewiesen haben, die Staaten mit harten nationalen Währungen wie Österreich oder Deutschland drohen, wenn Länder mit einer butterweichen Währung zum Euro dazustoßen, wurden sie belächelt oder sogar als Europafeinde verunglimpft. Heute jedoch wissen wir, daß die Freiheitlichen mit ihrer Skepsis richtig lagen und der Euro eine Risikowährung ist.

2 Antworten zu Euro in Not – Die FPÖ hatte doch recht

  1. andreas maier sagt:

    Grundsätzlich muss einmal festgestellt werden, dass die Grundlage des Euros von Anfang an aus einer Lüge bestand, denn wenn man bedenkt, dass in Wahrheit Luxenburg das einzige land war, dass die Vorrausetzungen erfüllt hat, war es nur eine Frage der Zeit bis man die ersten Probleme nicht mehr verbergen kann.
    Zum zweiten hat man durch diesen Erweiterungswahn und Umsetzungswahn jeglichen Weitblick, und bald Kontrolle verloren, und da ist es leider Gottes egal ob es um die Schengenerweiterung oder die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei betrifft.

  2. mrs.poppins sagt:

    Nun ist es also soweit und der Erweiterungswahn beginnt der EU gehörig auf den Kopf zu fallen. Leider scheint es so zu sein, dass es nur mehr eine Frage der Zeit ist, bis weiteren Ländern das gleiche Schicksal wie nun Griechenland bestimmt ist. Man kann nur hoffen, dass die Union ihre Lehren daraus zieht! Als ertses sollten wohl sämtliche Gespräche mit der Türkei gestoppt werden!

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