Der fatale ­Gewöhnungseffekt

5. Oktober 2016

Mein Gott: Da oder dort gibt es halt eine Vergewaltigung, der flüchtige Täter, ein junger Mann südländischen Typs, täglich liest man davon in der Zeitung. Da und dort rast einer mit seinem Auto in die Menge und brüllt dabei „Allahu akbar“. Eh nur ein frustrierter Elektriker, der gerade entlassen wurde, was ist schon dabei? Gewiss explodiert wöchentlich irgendwo in Europa eine Bombe, wenn es nur eine geringe Opferanzahl gibt, regt das kaum mehr jemanden auf. Ja und die Flüchtlinge, kaum mehr der Rede wert, die Balkanroute ist ohnedies geschlossen, wenn da in Griechenland zwischendurch einmal von den Schutzsuchenden ein Lager angezündet wird, regt sich keiner auf. Und natürlich kommen Schwarzafrikaner über die Grenze von Italien her, ein paar zu Fuß über die Autobahn, die anderen in Zügen, alles kaum der Erwähnung in den Gazetten wert. Und die Marineeinheiten der diversen EU-Staaten fischen nahezu täglich hunderte aus dem Mittelmeer ganz nahe der libyschen Küste und bringen sie nach Italien, wen regt das auf?
Man gewöhnt sich an alles, man stumpft ab, und die uniformierte Wache des Bundesheers in der Maria-Theresien-Kaserne besteht aus Schwarzafrikanern, im Gardebataillon stehen Türken stramm, das Servicepersonal in der Gastronomie spricht zumeist nur mehr gebrochen Deutsch, die Zeitungszusteller des Nachts heben sich in der Dunkelheit kaum von ihrer Umgebung ab und Tschador, Burka und Kopftücher sind alltäglich im Straßenbild, wen regt das auf? Man gewöhnt sich an alles.
Ja und die Kriminalstatistik, was soll so besonderes daran sein? Geklaut, geprügelt und geschossen haben auch die biederen Österreicher. Und dass die Gefängnisse zu Stätten zahlloser verschiedener Migrationshintergründe geworden sind, ja und wen regt das auf? Man gewöhnt sich an alles.
Dieser fatale Gewöhnungseffekt hat die Österreicher längst ergriffen. Und fatalistische Gleichgültigkeit, „Wurstigkeit“ um es auf gut österreichisch auszudrücken, war schon immer ein Überlebensprinzip des gelernten Österreichers. Meckert ein bisschen, findet sich aber achselzuckend damit ab und lässt sich womöglich von der Schönfärberei in den etablierten Medien einlullen. All die vielen Beispiele „gelungener Integration“ beweisen doch: Wir schaffen das. Im Übrigen macht die Regierung eh alles, was sie kann, um das Problem in den Griff zu bekommen, der junge Außenminister, der Kurz, schließt ohnedies alle Zugangswege nach Österreich, und der fesche Bundeskanzler, der Kern, der macht ja gemeinsam mit dem G‘stopften mit dem Verteidigungsminister und mit dem Glatzertem, dem Innenminister, eh alles, was er kann, damit nicht mehr als 38.500 – oder waren es 138.500? – Asyl­anten kommen, das schaffen wir doch locker. Oder etwa nicht?


Der soziale ­Supersprengsatz

23. September 2016

Der „Melting pot“ ist längst zum soziokulturellen Druckkochtopf geworden

Wanderungsbewegungen und die darauffolgenden Vermischungs- und Überschichtungsprozesse hat es in der Menschheitsgeschichte immer gegeben. Die frühen Hominiden sind ja angeblich von Afrika aus in die anderen Kontinente eingewandert. Und Völkerwanderungen haben insbesondere das Antlitz Europas geprägt. Auswanderung hat die neue Welt erschlossen, durch Flucht und Vertreibung wurde eine alte (in Ost- und Mitteleuropa zusammengeschlossen) zerstört. Zuwanderung kann kulturelle Bereicherung sein, aber auch Landnahme und Machtübernahme, auf die Relation kommt es dabei an und wohl auch auf die genetisch-demographische Stärke der Aufnehmenden beziehungsweise der zuwandernden Population.
Die ethnisch-kulturellen Strukturen des europäischen Kontinents formten sich im Wesentlichen im Früh- und Hochmittelalter. Das Ende des multikulturellen Römischen Reiches wurde abgelöst durch die Bildung der romanischen Völker, die germanische Völkerwanderung zeitigte das Entstehen der germanischsprachigen Völker, das Eindringen der Slawen jenes der slawischen. Dazu kamen die bekannten finno-ugrischen Einsprengsel, wobei der Prozess der Nationwerdung, die Herausbildung von nationalen Hochsprachen unterschiedlich lange, bei manchen Völkern sogar bis ins 19. Jahrhundert andauerte. Und die willkürliche Grenzziehung aus den verschiedensten machtpolitischen Entwicklungen tat das Ihre dazu.
Machtpolitische Wanderungsprozesse oder gar militärische Eroberungen hatten in vielen Fällen der europäischen Geschichte auch dauerhafte ethnische-kulturelle Veränderungen zur Folge. Die dadurch erfolgte ethnisch-kulturelle Vermischung bedingte häufig Bereicherung, ebenso häufig aber auch Vernichtung von Kulturgut. Die religiöse Komponente solcher Eroberungszüge, etwa jene der Muslime im Frühmittelalter in Spanien und in Westfrankenreich oder die der Türken in der beginnenden Neuzeit auf dem Balkan bis hin zu den Wiener Türkenbelagerungen bedrohten auch die spirituelle, nämlich christliche Dimension der europäischen Völkerfamilie. Diese Bedrohung konnte durch die spanische Reconquista und durch die habsburgischen Türkenkriege letztlich abgewehrt werden. Und so bildete sich Europa in einem tausendjährigen nur allzu häufig blutigen Prozess des gegenseitigen Bekämpfens und der gegenseitigen kulturellen Befruchtung bis hin zum schrecklichen 20. Jahrhundert der beiden Weltkriege,  die ja auch europäische Bürgerkriege waren, heraus. Und nach diesem tausendjährigen Lernprozess wuchs die Einsicht, dass die europäischen Nationen in gegenseitiger Verbindung, im wirtschaftlichen, politischen und auch militärischen Bündnis ihr Heil für die Zukunft suchen müssten. Der alte universal-abendländische Reichsgedanke mit seiner sakralen Legitimation, der bis hin zur Habsburger Monarchie fortgedauert hatte, wurde ein halbes Jahrhundert später von der Idee der europäischen Integration des Gedankens der nationalen-kulturellen Vielfalt in europäischer Einheit abgelöst.
Obwohl Europa im Zuge des Kalten Krieges durch den Eisernen Vorhang zwischen den beiden Supermächten geteilt war, erlebte es im Wesentlichen seit 1945 eine fast siebzig jährige Periode des Friedens. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 kam es zwar zu einer Reihe regionaler Konflikte, insbesondere an der südöstlichen und östlichen Peripherie des Kontinents, der Frieden hielt dennoch noch ein Vierteljahrhundert. Erst in den letzten Jahren entwickelte sich eine weltpolitische Situation, in der Europa vom Osten über den Südosten bis hin zum südlichen Mittelmeerbereich von Krisenherden gewissermaßen eingekreist wurde. Von der Ukraine bis zu den Staaten des Kaukasus, den Nahen und Mittleren Osten bis hin zu Nordafrika reicht diese Summe von Krisenherden. Dabei hat sich Europa bislang in keiner Weise als friedensstiftender oder friedenserhaltender Faktor erwiesen. Das machtpolitische Versagen des östlichen Bündnispartners sowie der einzig verbliebenen Supermacht USA, und das europäische Unvermögen haben diese Krisenherde in Wesentlichen sogar noch verschärft.
Zum einen sind es diese Krisenherde, die rund um Europa entstanden sind, zum anderen andere weltpolitische Verwerfungen und auch Naturkatastrophen sowie der unbestreitbare Klimawandel, die gewaltige Wander- und Fluchtbewegungen in den letzten Jahren ausgelöst haben.  Und das Ziel dieser Flüchtlingsströme ist nahezu ausschließlich Europa. Der Flüchtlings-Tsunami des Jahres 2015 war nur der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung. Bereits in den Jahren zuvor und natürlich auch nunmehr in diesem Jahr gab und gibt es permanent illegale Massenzuwanderung, speziell über das Mittelmeer, die Mittel- und Nordeuropa zum Ziel hat.
Das Erbe des Kolonialismus hat in den einstigen europäischen Kolonialmächten ohnedies für einen hohen Anteil an Bevölkerung mit Migrationshintergrund gesorgt. Danach waren es die Gastarbeiterströme, die von den 60er Jahren an kamen, insbesondere Deutschland, aber auch Skandinavien und Österreich zum Ziel hatten, und nun sind es die Massen von Wirtschaftsflüchtlingen, insbesondere aus Schwarzafrika, gepaart mit den echten Kriegsflüchtlingen aus dem Nahen und Mittleren Osten, die den europäischen Kontinent überschwemmen. Die „multikulturellen Gesellschaften“, besser multi-ethnischen Konflikt- und Problemgesellschaften, die sich da quer durch Europa herausgebildet haben, bilden zusammen mit den nicht integrierbaren Parallelgesellschaften, insbesondere der Muslime, einen „Melting pot“, der längst zu einem soziokulturellen Dampfkochtopf, zu einem gewaltigen Sprengsatz geworden ist, der die europäischen Großstädte mit ihren Banlieues zur latenten Bürgerkriegszone macht. Die solcherart entstanden Konfliktgesellschaften zeichnen sich durch Nichtintegrierbarkeit der Zuwanderer in die autochthonen Volkskörper aus sowie durch eine Vielzahl von Bruch- und Konfliktlinien unter den Zuwanderern selbst.
Zusätzlich gibt es naturgemäß soziale Verteilungskämpfe am Wohnungsmarkt und am Arbeitsmarkt, bei denen das Prekariat der europäischen Völker unmittelbar mit den zumeist jungen Männern der Migrantenströme konfrontiert ist. Dazu kommt die Häufung sexueller Übergriffe von testosterongesteuerten jungen Männern mit Migrationshintergrund, die weder sozial noch ökonomisch die Möglichkeit haben, normale Partnerbeziehungen oder gar Familien zu gründen. Wachsende Kriminalität und explodierende Gewaltbereitschaft paaren sich dabei mit ökonomischer und wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit.
Der zusätzliche Eindruck, den diese illegalen Zuwanderer erhielten, dass man nämlich in Europa gegen jedes Gesetz und gegen jede Vorschrift ungestraft verstoßen könne, dass Polizei und Justiz ohnedies nichts gegen die Gesetzesbrecher unternehmen würden, dieser Eindruck verschärft die Bedenkenlosigkeit der zugewanderten Migrantenpopulation im Hinblick auf ihre Integrationsunwilligkeit und auch Integrationsunfähigkeit, da sollen sich gefälligst die Europäer selbst an die Zuwanderer anpassen. Die Nachgiebigkeit gegenüber Scharia und archaischen Bekleidungssitten wie der Burka sind der Beweis dafür.
So ist das neue Zuwanderungseuropa also kein „Melting pot“, in dem friedlich multikulturelle Gesellschaft gelebt wird, sondern ein Sprengsatz, in dem soziokulturelle und ökonomische Konflikte und Verteilungskämpfe eine permanente Situation des Kalten oder auch Heißen Bürgerkriegs herbeiführen. Die ethnische und kulturelle Zukunft der europäischen Völker ist dadurch in Frage gestellt, wenn nicht sogar bereits aufs äußerste gefährdet.
Der Sinn der europäischen Integration ist damit ad absurdum geführt, Europa als Friedensprojekt in Frage gestellt.
Wer einmal geglaubt hat, dass diese Europäische Union eine Insel des relativen Friedens, der relativen Freiheit und des relativen Wohlstands in einer chaotischen Welt sein könnte, muss sich eines Schlechteren belehren lassen.


Das Abendland ­beschützen

8. September 2016

Es ist kein rundes Jubiläum, dennoch können wir uns nach 333 Jahren in diesen Tagen mit Fug und Recht an das Ende der zweiten Türkenbelagerung Wiens erinnern, weil die Türken in unseren Tagen wiederum für politischen Gesprächsstoff sorgen: Und zwar nicht als militärische Eroberer, sehr wohl aber als Zuwanderer, die sich nicht integrieren und deshalb einen Sprengsatz für unser kulturelles und gesellschaftliches Gefüge darstellen.
Dass die FPÖ nun in diesen Tagen eine Festveranstaltung aus diesem Anlass im ehrwürdigen Wiener Palais Ferstel organisiert, bei der neben Vizebürgermeister Johann Gudenus und Parteichef Heinz-Christian Strache auch der Historiker Lothar Höbelt auftritt, wird vielenorts kritisiert. Es bedeute dies, Öl ins Feuer der ohnedies belasteten österreichisch-türkischen Beziehungen gießen und gerade in einer Zeit, wo man krampfhaft versuchen müsse, die Wogen, die zwischen Ankara und Wien wild toben, zu glätten, würden die Freiheitlichen wieder zündeln. Ganz so, als wäre es nur Außenminister Kurz und Bundeskanzler Kern erlaubt, etwas Türkei-kritisches zu sagen und als müsste die Opposition dazu Stillschweigen bewahren.
Ganz abgesehen aber von solch innenpolitischen Zänkereien ist es einfach eine Tatsache, auf die man hinweisen muss, dass auch Jahrhunderte nach den beiden Türkenbelagerungen die Türken mit ihren politischen Ansprüchen, mit ihrem Machtdenken und ihrer schleichenden Landnahme wie hier in Mitteleuropa so etwas wie eine Bedrohung für das Abendland darstellen, und darauf verweisen die Freiheitlichen mit Fug und Recht.
Wenn jetzt im Zuge des Asylantenabkommens mit der Türkei über die Visa-Freiheit für türkische Staatsangehörige diskutiert wird, haben wir die Wahl zwischen Pest und Cholera. Entscheiden wir uns gegen die Türkei, so lässt ein beleidigter Präsident Erdogan möglicherweise wieder eine Flüchtlingslawine über die Balkanroute auf Mitteleuropa zuströmen, entscheiden wir uns für die Türken, kommen mittels Visa-Freiheit hunderttausende Türken – ob nun Erdogan-Gegner oder Armutsmigranten aus Ostanatolien – zusätzlich zu den ohnedies sehr starken „türkischen Communities“ dazu und führen zu einer weiteren Vergrößerung der nicht integrierten Parallelgesellschaften.
Die Europäer, allen voran die Deutschen und Österreicher, werden gegenüber Ankara also endlich einmal Härte beweisen müssen. Sie werden Schluss machen müssen mit den Doppelstaatsbürgerschaften und jene Menschen, die die türkische Staatsbürgerschaft nicht aufgeben wollen und damit zu erkennen geben, dass ihre Loyalität weiterhin der Türkei gilt, ausbürgern. Sie werden für die Rückführung straffälliger und insgesamt nicht integrationswilliger Türken sorgen müssen und sie werden entschieden klarmachen müssen, dass ein Beitritt der Türkei zur Europäischen Union nicht nur gegenwärtig und nicht nur aus demokratiepolitischen Erwägungen, sondern insgesamt,  ausgeschlossen ist. Ausgeschlossen, weil die Türkei kein europäisches Land ist, ausgeschlossen, weil die Türkei von ihrer Geschichte, von ihrer Kultur, von ihrer Religion und ihrem gesamten Wertesystem her kein Teil Europas ist, sondern – wie die jüngsten Ereignisse zeigen – so etwas wie ein Widerpart des Abendlandes.
Der Historiker Lothar Höbelt wird dies gewiss in seinem Festvortrag anschaulich darlegen und Strache sowie Gudenus werden dem Publikum und den Österreichern insgesamt die tagespolitische Aktualität und Bedrohung vergegenwärtigen. Dass das Ganze dem rot-schwarzen Regierungskartell nicht passt und natürlich auch dem grünen Bundespräsidentschaftskandidaten zuwider läuft, versteht sich von selbst. Die Freiheitlichen beweisen einmal mehr, dass sie die Speerspitze gegen Islamisierung, Osmanisierung, gegen die Entwicklung von Parallelgesellschaften und einen unmäßigen Machtanspruch gegenüber Europa sind.


Im Zeitalter des Chaos

4. September 2016

Überlegungen zu apokalyptischen Zeiten

Um die Mitte dieses Jahrhunderts soll die Weltbevölkerung die Zehn-Milliarden-Grenze überschreiten, ist in einer kürzlich veröffentlichten wissenschaftlichen Studie zu lesen. Betrachtet man das Jahr 1960, als drei Milliarden Menschen den Planeten bevölkerten, wird klar, welche Ausmaße die Bevölkerungsexplosion angenommen hat. Und mit ihr auch eine Vielzahl von Problemen: Mehr Menschen verbrauchen mehr Ressourcen, die dichte Besiedelung in ökologisch sensiblen Gebieten begünstigt Umweltkatastrophen, und Überbevölkerung führt zwangsläufig zu gewaltigen sozialen Problem, die sich in politischen Aufständen entladen. Ohne das rapide Bevölkerungswachstum der letzten Jahrzehnte wäre es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zum sogenannten Arabischen Frühling gekommen. Ägypten etwa hatte 1960 rund 30 Millionen Einwohner, und heute wird die Bevölkerung auf knapp 90 Millionen geschätzt.

Chaos herrscht aber längst auch in anderen Bereichen: Die Demokratie erodiert zu einer bloßen Fassade, nicht mehr in nationalstaatlichen Parlamenten werden wichtige Entscheidungen getroffen, sondern in den Zentralen multinationaler Konzerne oder bei Geheimtreffen wie jenen der Bilderberger. Und  diese brauchen keine Völker, sondern nur eine amorphe Masse an Konsumenten.

Bei internationalen Konflikten, allzumal bei bewaffneten, geht es heute längst nicht mehr nur um Macht- und Einflusssphären, sondern um die Kontrolle von Rohstoffvorkommen, insbesondere des Erdöls, des „schwarzen Goldes“. Bekanntlich war 2003 für den damaligen US-Präsidenten George W. Bush und seine neokonservativen Einflüsterer nicht der Aufbau demokratischer Strukturen das Hauptmotiv für den Einmarsch in den Irak, sondern die Kontrolle der riesigen Erdölfelder des Zweistromlandes. Kriege – gerade auch um Rohstoffe wie das in nahezu jedem elektronischen Gerät verwendete Coltan – werden aber auch in Afrika geführt und in Osteuropa ist nicht ausgeschlossen, dass der neue Kalte Krieg zwischen den USA und ihren europäischen Vasallen auf der einen und Russland auf der anderen Seite in einen heißen umschlagen könnte.

Europa ist in diesem Umfeld seit Langem keine „Insel der Seligen“ mehr. Immer mehr schwappt das Chaos auf uns über und immer deutlicher tritt zutage, dass die EU unfähig ist, die zunehmenden Gefahren abzuwenden. Die Gründe dafür ist der ethische Niedergang, die um sich greifende Dekadenz und der dramatische Geburtenrückgang. Sichtbarstes Zeichen für die Entwicklung in den Abgrund ist die Massenmigration aus dem Nahen Osten und auf Afrika, die wiederum durch den mangelnden politischen Willen, die europäischen Außengrenzen wirkungsvoll zu schützen, begünstigt wird. Und was auf uns zuzukommen droht zeigen Umfragen, wonach hunderte Millionen Afrikaner auswanderungswillig sind und nur auf die nächstbeste Gelegenheit warten, um nach Europa zu kommen. Darüber hinaus beschleunigen sogenannte Familienzusammenführungen die ethnischen Veränderungen in Europa. Anders als in Europa, wo Kinderlosigkeit oder Einkind- oder Zweikindfamilien vorherrschend sind, sind arabische oder afrikanische Familien bekanntlich durch großen Kinderreichtum gekennzeichnet.

Lange Zeit hat das der politischen Korrektheit verpflichtete Establishment diese dramatische Entwicklung geleugnet. Auch wenn bei dem einen oder anderen Vertreter des politischen Establishments – die deutsche Kanzlerin Merkel ausgenommen – eine Haltungsänderung erkennbar ist, so wird sich am Gesamtbild nichts wesentliches ändern. Denn was nützt es schon, wenn heuer „nur“ eine halbe Million Einwanderer nach Deutschland kommen sollen und nicht, wie im vergangenen Jahr, eine Million? Und ob die rechtspopulistischen Parteien in den verschiedenen europäischen Ländern das Ruder werden herumreißen können, muss bezweifelt werden, aber immerhin können sie als Bremsfaktor fungieren.

Jenes Europa, das wir kennen, wird es in ein paar Jahrzehnten nicht mehr geben, denn die europäischen Nationen werden umstrukturiert werden. Die derzeit bestimmenden europäischen Völker werden in der Zukunft Randgruppen sein oder, dem Beispiel des britischen Adels folgen, die Oberschicht bilden. Die Hochkulturen werden von Trivialisierung und Multikulturalisierung ersetzt werden.

Damit geht naturgemäß auch eine Veränderung des Wertesystems einher. Das Christentum, wird vollkommen ausgedient haben, und an seine Stelle wird bei der verbliebenen autochthonen Oberschicht ein totaler Hedonismus oder die neue Zivilreligion der political correctness treten. Umgekehrt werden aufgrund der unkontrollierten Einwanderung aus moslemischen Ländern islamische Wert- und Rechtsvorstellungen, z. B. die Scharia, in europäischen Ländern Einzug halten. Wie Umfragen zeigen, ist in Europa ein nicht unerheblicher Teil der moslemischen Einwanderer nicht bereit, das Werte- und Rechtssystem des jeweiligen Gastlandes bedingungslos zu unterstützen. Und islamische „Friedensrichter“, die in den türkischen Parallelgesellschaften in der Bundesrepublik Deutschland im Untergrund Streitfälle schlichten, könnten zur Jahrhundertmitte durchaus ein staatlich anerkanntes Rechtsinstitut sein.

Darüber hinaus drohen eine Verelendung breiter Bevölkerungsschichten sowie ein Ende der Sozialsysteme. Während heute in Österreich heftig über eine Zweiklassenmedizin diskutiert wird, ist nicht auszuschließen, dass sich in Europa in den nächsten Jahrzehnten nicht nur ein Kasten- und Konfliktsystem herausbildet, sondern auch eine Mehrklassenmedizin. Eine reiche Oberschicht wird sich eine Spitzenmedizin leisten können, während Angehörige der Unterschicht, um finanziell über die Runden zu kommen, als Organspender auftreten.

In derart apokalyptischen Zeiten werden sich auch die Grundregeln staatlichen Zusammenlebens verändert haben. Durch den starken Zuzug von bestimmten Ethnien werden außereuropäische Konflikte, etwa der türkisch-kurdische, nach Europa importiert. Verbunden mit einer starken ethnisch-religiösen Fragmentierung der Bevölkerungen in den Staaten Europas drohen permanente Bürgerkriege. Und in jenen europäischen Staaten, in denen sich eine moslemische Bevölkerungsmehrheit bildet, ist eine Diskriminierung, wenn nicht sogar Verfolgung sogenannter „Ungläubiger“, wie sie in vielen islamischen Ländern praktiziert wird, nicht auszuschließen. Möglich ist freilich auch, dass Sicherheit und Ordnung  von einer starken Hand mit diktatorischen Mitteln und drakonischen Strafen durchgesetzt werden.

Und selbst dort, wo die Verfassungen ihrem Wortlaut nach demokratische sind, wird von einer Herrschaft des Volkes nicht mehr viel zu sehen sein. Einerseits deshalb, weil ethnisch und/oder religiöse Einzelinteressen das Gesamtinteresse eines Volkes ersetzt haben werden, und andererseits, weil hinter den Kulissen mächtige Oligarchen, die ihre Wirtschaftsinteressen verwirklicht sehen wollen, die Fäden ziehen. Der Traum der deutschen Romantik von der Volksgemeinschaft wird endgültig ausgeträumt sein.

Somit stellt sich die Frage, wie die Lebensumstände der Angehörigen der verschiedenen autochthonen europäischen Rest-Ethnien aussehen werden. Am wahrscheinlichsten erscheint ein Rückzug auf kleine Gruppen, in Tribalismen, Religionsgemeinschaften oder Familienklans. Eine solche kleine Gruppe kann aber auch das Dritte Lager sein oder eine österreichische, deutsche oder französische „Community“ sein, ähnlich der heute von den Multikulti-Verfechtern so bewunderten „türkischen Community“. Was bleibt ist, in einem kleineren und überschaubaren Rahmen die eigene Kultur und Identität sowie ein demokratischen Leben zu bewahren. Aber das Abendland wird de facto untergegangen sein.


Die Türkei und der Schmiedl

10. August 2016

Werden die Österreicher bei den nächsten Wahlen zum Schmied gehen oder zum Schmiedl? Diese Frage stellt sich, wenn man in diesen Tagen die Worte und das Agieren von Bundeskanzler Kern und Außenminister Kurz analysiert. Beide geben sich plötzlich als leidenschaftliche Abwehrkämpfer gegenüber der Türkei und den Ambitionen Ankaras in Österreich. Kern und Kurz fordern den Abbruch der Beitrittsverhandlungen der Türkei zur Europäischen Union, sie schelten die türkische „Community“, die osmanische innenpolitische Auseinandersetzung in die Alpenrepublik transportiert zu haben, und sie geißeln die Politik von Sultan Erdogan. All das haben die Freiheitlichen seit Jahr und Tag gesagt und getan und wurden dafür als Rassisten, Ausländerfeinde und Hetzer verunglimpft.

Nun gibt es bei den politischen Beobachtungen zwei Lehrmeinungen: Die einen sagen, dass es nunmehr für Strache eng werden könnte, dass die Wähler ihn gewissermaßen nicht mehr bräuchten, da ohnedies die Bundesregierung, an ihrer Spitze der Bundeskanzler und der Außenminister, gegen den Türkei-Beitritt und gegen eine weitere Zuwanderung von Türken eintreten. Die andere Lehrmeinung hingegen besagt, dass die österreichischen Wähler sehr wohl wüssten, wer wirklich und massiv und glaubwürdig gegen das türkische Ansinnen und die türkischen Unverschämtheiten auftreten würde, nämlich die Freiheitlichen, dass diese also der Schmied wären und Kern und Kurz nur die Schmiedl.

Spätestens bei der Bundespräsidentenwahl im Oktober und bei der nächsten Nationalratswahl werden wir wissen, wie es wirklich ist. Prinzipiell aber ist erfreulich, dass in der Frage des türkischen EU-Beitritts und auch in der Frage der Zuwanderungs-Türken und ihrer mangelnden Integration endlich Vernunft in die österreichische Politik einkehrt. Ob diese nun die Folge des freiheitlichen Drucks ist oder durch die schlichte Erkenntnis von Bundeskanzler und Außenminister zustandegekommen ist, muss als zweitrangig betrachtet werden.

Nun müssen den Worten allerdings auch Taten folgen: Man muss entschieden gegen die Doppelstaatsbürgerschaft von in Österreich wohnenden Türken vorgehen. Von jenen, die sich für die österreichische entschieden haben, ist eine vollständige Integration zu verlangen, und man muss in Brüssel bis hin zum Veto gegen die Fortführung der türkischen Beitrittsverhandlungen auftreten. Dies erfordert aber nicht nur parteipolitische Taktik und das Schielen auf die Wählergunst, sondern ist das Gebot der politischen Not.


Osmanen- Chuzpe gegen Europa

27. März 2016

Erdogans Türken spielen sich mit der EU – eine Analyse

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist derzeit der wirklich starke Mann in Europa – auch wenn sein Land nicht dazugehört. Mit der „Waffe Migration“ hält er die Union von der Brüsseler Zentrale über Paris bis nach Berlin ganz schön unter Druck, und er darf sich von den Eurokraten, aber auch von der Dame im Berliner Kanzleramt so ziemlich alles wünschen, was er sich nur vorstellen kann: Milliarden Euro-Beträge, äußerst zuvorkommende Beitrittsverhandlungen und Visaerleichterungen bis hin zur Aufhebung der Visapflicht für Türken. Und all das noch für einen bloßen Austausch der „Schutzsuchenden“, für die, die man in die Türkei zurückschicken darf, soll er nämlich eins zu eins andere ganz legal nach Europa ausfliegen lassen können. Ein Kuhhandel, wie er übler und listiger auch auf dem Basar in Istanbul kaum zustande kommen dürfte.
Was aber will Erdogan, was wollen die Türken wirklich? Die Forcierung der Beitrittsverhandlungen zur EU sind offenbar nicht viel mehr als ein bloßes Prestigeprojekt für Ankara, so richtig EUMitglied will man ja offenbar nicht mehr werden, da die Union in vielfältigster Hinsicht in der Krise ist. Schließlich ist – was aufgrund der Masseneinwanderung aus dem Nahen Osten medial und im Bewusstsein vieler Menschen völlig in den Hintergrund gerückt ist – die Schuldenkrise in der Euro-Zone alles andere als gelöst.
Griechenland steht trotz Finanzspritzen in dreistelliger Milliardenhöhe immer noch am Rande des Staatsbankrotts, und Krisenstaaten wie Portugal oder Spanien, die in den vergangenen zwei, drei Jahren große Fortschritte erreichen konnten, droht wegen der Ergebnisse der letzten Parlamentswahlen die politische Instabilität. Kein Wunder also, dass die Türkei versucht, aus der Europäischen Union Geld herauszupressen, solange das noch möglich ist. Ankara will zwar die EU-Milliarden, die ja bekanntlich ja in erster Linie von den Nettozahlern Deutschland, Österreich oder den Niederlanden kommen, aber zweifellos will Ankara nicht die schrankenlose Bevormundung durch die Brüsseler Bürokratie.
Allzumal die Türkei geopolitisch und machtpolitisch ja ganz andere Optionen hat. Ein Land, das zunehmender Re-Islamisierung ausgesetzt ist, ein Land, das sich an die osmanische Großmacht im Nahen Osten und in Nordafrika zu entsinnen beginnt, ein Land, dessen politisches System sich Schritt für Schritt, aber offenbar gezielt, einer Autokratie nähert, ein solches Land hat wenig Interesse, gleich unter gleichen in einem Demokraten-Klub namens Europäische Union zu sein. Ein solches Land will Dominanz und regionale Hegemonie ausüben und ein solches Land sucht nicht Freunde, es vertritt vielmehr seine Interessen.
Diese Interessen bestehen in erster Linie in Finanzmitteln. Unsummen als EU-Heranführungshilfe – die in den vergangenen Jahren zusammengerechnet bereits in Milliardenhöhe geflossen sind – oder als Zahlungen für die Flüchtlingsbetreuung – aus welchem Grund auch immer, sie nehmen die Türken gerne. Dann ist es natürlich die freie Hand, die Ankara in Sachen Machtpolitik im Nahen Osten von Seiten vom Westen nunmehr erhält. Dietürkische Armee kann gegenüber den Kurden gegenwärtig so ziemlich machen, was sie will. Bekanntlich sind kurdische Städte im Osten des Landes zerniert, die PKK wird gnadenlos gejagt und die Vision einer kurdischen Autonomie auf türkischem Gebiet ist gegenwärtig vollends zur Illusion geworden. Vielmehr noch: In letzter Zeit wurden gegen das türkische Militär Vorwürfe erhoben, wonach es im Rahmen des sogenannten Anti-Terror-Einsatzes gegen die PKK zu schweren Menschenrechtsverletzungen gekommen ist, in einer eingeschlossenen Stadt seien 150 Zivilisten verbrannt worden. Sollten diese Vorwürfe der Wahrheit entsprechen, wäre der letzten Endes dafür politisch Verantwortliche, nämlich Präsident Erdogan, ein Fall fürs Haager Kriegsverbrechertribunal.
Auch gegenüber dem bürgerkriegsgeschüttelten Syrien hat die Türkei machtpolitisch freie Hand, sie kann ihre Interessen dort nur dann nicht durchsetzen, wenn sich die Russen dagegen sperren. Die EU und die US-Amerikaner gewähren den Türken jeden Handlungsspielraum.
Und so dürfte es wohl der Traum des Recep Tayyip Erdogan sein, als ungekrönter Sultan und Autokrat nicht nur eine re-islamisierte Türkei zu regieren, sondern in einer Art neo-osmanischer Geopolitik zur regionalen Hegemonialmacht im Nahen Osten mit Strahlkraft bis nach Nordafrika und nach Mittelasien in den Bereich der zentralasiatischen Turkvölker aufzusteigen. Die Europäer und die Europäische Union sowie die Demokratie nach westeuropäischem Muster dürften in diesen Plänen eine kaum nennenswerte Rolle spielen. Allenfalls ist es die türkische Chuzpe gegenüber der EU, die nunmehr eine Beschleunigung der Realisierung dieser Pläne ermöglicht.
Mit der „Waffe Migration“ verschafft sich Erdogan nicht nur die finanziellen Mittel, er erhält damit auch freie Hand für Maßnahmen, die ansonsten weltweite Proteste auslösen würden. Dies betrifft einerseits natürlich sein militärisches Agieren gegenüber den Kurden, aber auch gegenüber anderen Nachbarländern und anderseits im Inneren des Landes den sukzessiven Abbau von Demokratie und Rechtsstaat.
Sein geradezu demonstratives Vorgehen gegenüber den Redaktionen unbotmäßiger Zeitungen, seine Missachtung der Pressefreiheit und seine jüngsten Äußerungen, dass Verfassungsgericht aufzulösen, weil es sich erdreistet hat, ein ihm nicht genehmes Urteil zu fällen, deuten darauf hin, dass Erdogan an der Meinung der Europäer so gut wie nichts mehr liegt oder dass er in maßloser Arroganz glaubt, der Jolly Joker für die gegenwärtige Weltpolitik und die gegenwärtige europäische Politik zu sein. Ein Jolly Joker, an dem Kritik nicht mehr erlaubt ist. Die europäische Haltung dazu schwankt zwischen müder Empörung und totaler Willfährigkeit. Lächerlich ist es jedenfalls, wenn nunmehr von Berlin oder Brüssel aus Kritik an angeblichen Autokraten wie Viktor Orbán oder Wladimir Putin geäußert wird, die mit Erdogan verglichen aber beide tatsächlich „lupenreine Demokraten“ sind.
Oder wenn man der neuen rechtsnationalen polnischen Regierung, die bei den letzten Wahlen mit einer absoluten Mehrheit ausgestattet wurde, mit einem Rechtsstaatlichkeitsverfahren droht, weil sie Verfassungsänderungen zu ihrem politischen Vorteil durchführte, während Erdogan ohne ein Sterbenswörtchen der Kritik aus Brüssel nach eigenem Gutdünken schalten und walten und dabei die Grundprinzipien der Rechtsstaatlichkeit mit Füßen treten kann.
Angela Merkel jedenfalls, die deutsche Bundeskanzlerin, scheint gewillt zu sein, die Rettung ihrer migrationspolitischen Linie auch für den Preis der schrankenlosen Willfährigkeit gegenüber Ankara durchzutragen. Tatsache ist jedenfalls, dass allein im Raum Istanbul etwa 500.000 syrische Flüchtlinge auf die Weiterreise nach Europa warten sollen. Wenn man zusätzlich davon ausgeht, dass die Türken nunmehr mit der Aufhebung des Visazwangs für die EU selbst einen gewaltigen Migrationsschub in Richtung Österreich, Deutschland und Westeuropa in Gang bringen werden, kann man sich vorstellen, was auf uns zukommt. Neben den Flüchtlingen aus freien ökonomischen Gründen zwischen Europa und Anatolien Millionen pendelnde Türken, die sich die europäischen Rosinen aus dem Kuchen picken, aber dieses Europa und seine Kultur insgesamt nur verachten und lächerlich finden. Die türkische Chuzpe gegenüber Europa scheint jedenfalls im Moment nicht zu bremsen zu sein.


Multiorganversagen der EU

10. März 2016

Die Europäische Union taumelt von einem Gipfel zum nächsten. Zuletzt war es der mit der Türkei, der die große und finale Lösung der Flüchtlingsproblematik bringen sollte. Beschlossen wurde einiges und Jubelmeldungen gab es danach natürlich auch – wie schon bei zahllosen vergangenen Gipfeltreffen, wo anschließend gar nichts umgesetzt wurde.

Das ist das Problem die Europäische Union und zeichnet sich zunehmend dadurch aus, dass sie keinerlei Problemlösungskompetenz mehr hat und dies nicht nur in der Flüchtlingsfragen, sondern auch in allen anderen großen weltpolitischen Bereichen. Nehmen wir etwa die Staatsschulden- und Eurokrise: Was wurde vor Jahr und Tag in Sachen Griechenland verhandelt und vereinbart? Gelöst wurde kaum etwas, die griechischen Finanzprobleme sind nur aus dem Fokus der medialen Beobachtung gerückt, weil sie von der Flüchtlingskatastrophe überdeckt werden.  Während sich Frankreich großzügig bereiterklärt hat, dreißigtausend Asylsuchende aufzunehmen und die USA gerade noch von zehntausend Menschen sprechen, sind es Hunderttausend bei uns und mehr als eine Million in Deutschland. Die immensen Kosten haben wir alleine zu tragen. Es wird wohl ein frommer Wunsch bleiben, dass sich die EU sich in irgendeiner Form finanziell daran beteiligt.

Das Versagen der Union zeigt sich ja auch daran, das alles, was die Kommission beschließt, von den meisten Mitgliedstaaten – mit Ausnahme der Musterschüler, dreimal darf man raten, wer dies sind – kaltlächelnd ignoriert wird. So etwa die Verteilung von 160.000 Flüchtlingen aus Griechenland. Gerade fünfhundert sind bislang in andere EU-Staaten verfrachtet worden, eine echte Lachnummer.

Und wenn es tatsächlich gelingen sollte, die Balkanroute für den Strom illegaler Zuwanderer zu sperren, wird es andere Routen geben, im Zweifelsfall wieder jene über das Mittelmeer in Richtung Lampedusa und Sizilien. Und auch in diesem Bereich ist die EU eine Lachnummer: Die Grenzschutzbehörde Frontex nämlich ist bislang eher so etwas wie ein Reisebüro in Richtung Europa gewesen als eine Behörde, die wirklich Europas Grenzen schützt, und trotz aller verbalen Bekundungen, dass man gegen die Schlepper vorgehen wolle, bleibt es dabei, dass die Kähne und Seelenverkäufer überladen mit illegalen Migranten nicht in die Herkunftsländer, etwa an die türkische oder nordafrikanische Küste zurückgeschickt werden, sondern eben „gerettet“, also, auf EU-Territorium geholt werden.

Es gibt also so etwas wie ein europäisches Multiorganversagen, wenn es um die großen Probleme des Kontinents geht. Sehr wohl effizient ist die EU allerdings dabei, wenn es darum geht, die eigenen Bürger mit immer detaillierteren und willkürlicheren Bestimmungen, Vorschriften, Geboten und Verboten zu schikanieren. Da ist sie gnadenlos und effizient.


Die EU-Sanktionen lassen grüßen

2. März 2016

Erinnerungen an das Jahr 2000 werden wach. Damals hat bekanntlich die Mehrheit der EUStaaten Sanktionen gegenüber Österreich erhoben, da es – auf völlig demokratische Weise – zur blau-schwarzen Koalitionsregierung gekommen war. Diese in jeder Hinsicht unberechtigten und ungerechten Maßnahmen gegen Österreich bescherten der Regierung Schüssel/Riess-Passer – wir entsinnen uns noch gut – ein kleines Zwischenhoch in der Wählergunst. Wenn alle gegen Österreich sind, halten die Österreicher eben zusammen. Einen ähnlichen Reflex erhoffen sich die rot-schwarze Regierung und die hinter ihr stehenden Mainstream-Medien offenbar auch heute.
Die neue verschärfte Asylpolitik der Bundesregierung und die zwecks Kontrolle des Asylstroms auf der Westbalkanroute einberufene Balkankonferenz – ohne Griechenland und ohne Deutschland – haben nämlich ebenso unberechtigte wie wirre Attacken aus Brüssel, Berlin, Athen und anderen Bereichen der Europäischen Union gegen Österreich ausgelöst. Und schon steht der Bundeskanzler als eiserner Patriot da, da er nicht gleich einknickt. Außenminister Kurz wird in diversen Medien als Mini-Metternich gehandelt, dessen Balkankonferenz ein Überraschungscoup war. Die rot-schwarze Koalition rückt zusammen, die Mehrheit der Medien bejubelt sie, und tatsächlich stehen die Österreicher in diesem Falle hinter der Regierung, und in den Umfragen beginnt sich langsam etwas zugunsten von Rot-Schwarz zu bewegen.
Die Spindoktoren in der Löwelstraße, im SPÖ-Hauptquartier, und in der schwarzen Parteizentrale, dürften sich, nachdem die Freiheitlichen in verschiedenen Umfragen seit Wochen auf dem ersten Platz liegen, bereits den Schweiß von der Stirn wischen, obwohl sie nicht sicher sein können, ob ihr Aufatmen nicht verfrüht ist.
Denn eines steht ja außer Frage: Die allzu späten und wahrscheinlich nur halbherzig durchgezogenen Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Asylantenstromes zeigen einmal ein Minimum an politischer Vernunft und eine Minimum an Bereitschaft, die Interessen des Landes zu vertreten. Ob sie aber wirklich geeignet seien werden, die nach Europa strömende Völkerwanderung vor den rot-weiß-roten Grenzpfählen zu stoppen, ist längst nicht erwiesen.
Richtig aber ist, was der Bundeskanzler im Interview mit einem bunten Krawallblatt sagt, dass sich nämlich „Deutschland nach uns orientieren“ werde. Dass letztlich trotz der Schelte aus Berlin auch Merkel klammheimlich erfreut sein dürfte, dass ihr Österreich mit der relativen Grenzsperre die Richtung vorgibt.
So richtet sich also Berlin nach Wien. Zwar dominiert in unserem Nachbarland die CDU die Regierung, und in Österreich die SPÖ. Aber was machen diese beiden Parteien trotz weltanschaulicher Gegensätze? Langjährige und seit Monaten immer wieder heftig erhobene Forderungen der FPÖ werden nun schön langsam und halbherzig nachvollzogen. Grenzkontrollen, der Bau von Zäunen, die Reduktion von Arbeitern aus den östlichen Nachbarländern, die Reduzierung der ins Ausland zu zahlenden Kinderbeihilfe, alles das haben die oppositionellen Freiheitlichen seit Jahr und Tag immer wieder verlangt und wurden deshalb als Extremisten, Hetzer und potentielle Brecher der europäischen Gesetze diffamiert. Heute geschieht dies alles bzw. ist es die Regierung, die danach ruft. Überspitzt könnte man sagen, Berlin geht auf die Linie von Wien, Wien ist längst auf die Linie von H.-C. Strache eingeschwenkt. Merkel wandelt also indirekt auf den Spuren des FPÖ-Chefs.
Wie bei den EU-Sanktionen im Jahre 2000 stehen also die Österreicher gegenwärtig auf Seiten ihrer Regierung, wenn es darum geht, Angriffe aus Brüssel und anderswo zurückzuweisen. Ob sie aber so einfältig sein werden, der rot-schwarzen Restkoalition in Zukunft deshalb neuerlich ihr Vertrauen zu schenken, ist eine ganz andere Frage. Der gelernte Österreicher weiß schon, wer der Schmied ist und wer der Schmiedel.


Regierung auf FPÖ-Kurs

28. Januar 2016

Was haben sie aufgeheult, die etablierten Wortspender und Spin-Doktoren der Regierungsparteien, als der Oppositionsführer H.-C. Strache bereits vor Monaten Grenzkontrollen und Absperranlagen an den Einfallstoren der Republik verlangte. Was haben sie sich empört – ein Hetzer sei dieser Strache – als er eine Begrenzung des Asylantenstroms bis hin zur Nullzuwanderung verlangte, er sei doch eine Witzfigur, dieser Strache, er wolle rund um Österreich einen Zaun bauen und kapiere nicht, dass man die Massenmigration schlicht und einfach nicht behindern könne. Typisch für diese dumpfen Rechtspopulisten – so hieß es zumindest.
Nun sieht alles anders aus, der Zaun an der Grenze bei Spielfeld wurde gebaut, und dass man wieder lückenlos kontrollieren müsse, wer ins Land komme, ist zwischen Berlin und Wien, zwischen Stockholm und Laibach längst allgemeiner „Common sense“. Und der ÖVP-Chef spricht sogar davon, dass man den Zustrom bis auf Null reduzieren müsse, wenn Österreichs Kapazitäten erschöpft seien. Schlicht und einfach: Alles, was H.-C. Strache und seine Freiheitlichen bereits vor Jahr und Tag verlangt haben, wird nunmehr auch von den Regierenden verlangt.
Übersehen darf man allerdings nicht, dass sie die Katastrophe bereits zugelassen haben, dass sie im vergangenen Jahr mehr als hunderttausend Menschen unkontrolliert in Land ließen und damit eine soziale und kulturelle, insgesamt eine demographische Bombe in die Republik importiert haben. Während sie sich als Vertreter des politischen Establishments noch vor wenigen Wochen und Monaten als Gutmenschen in der Willkommenskultur suhlten, müssen sie nun voller Schrecken erkennen, dass das Boot nicht nur voll ist, sondern dass es sogar zu kentern droht. Nicht nur, weil wir schamhaft bekennen müssen, dass wir Massenkriminalität importiert haben, nicht nur, weil wir bedrückt eingestehen müssen, dass unsere zivilisatorischen Werte und unser ganzer Lebensstil bedroht sind. Nein, in erster Linie auch deshalb, weil wir das Ganze schlicht und einfach nicht finanzieren werden können. In Deutschland hat man beeindruckende zwölf Milliarden Haushaltsüberschuss erwirtschaftet, die deutsche Industrie und Exportwirtschaft brummen eben. Dieses Geld soll nun nicht dem deutschen Steuerzahlern zugute kommen, nein, es wird voll und ganz in die Integration der „Schutzsuchenden“ gepumpt werden. In Österreich wird es nicht viel anders sein, nur mit dem Unterschied, dass wir keine Budgetüberschüsse erzielen, sondern nach wie vor Defizite und Schulden machen.
Die wahren Kosten aber werden uns weiter verschwiegen werden, es sind nicht nur die Quartiere, es ist nicht nur die Grundsicherung, es sind die gewaltigen Kosten für die Integration, also für Schulen, für die Einbeziehung der Zuwanderer in unser Gesundheitssystem und für die Tatsache, dass sie wohl auf Dauer für den Arbeitsmarkt nicht brauchbar sind. Wir haben uns also nicht nur potentielle Gewalttäter, zu einem kleinen Prozentsatz möglicherweise sogar Terroristen importiert, wir haben uns vor allem weitgehend Analphabeten und künftige Arbeitslose ins Land geholt.
Wenn man insgesamt jetzt auf die FPÖ-Linie einschwenkt, heißt es natürlich lange nicht, der FPÖ auch recht zu geben. Viel mehr diffamiert man sie weiter als Ansammlung von Hetzern und Rechtspopulisten, die keine Lösungen anbieten würden. Eigenartigerweise hat man gegenüber dem, der bereits vor geraumer Zeit vor all dem gewarnt hat, kein schlechtes Gewissen, man entwickelt vielmehr noch hasserfülltere Gefühle gegenüber den unbequemen Warnern. Und so tut sich im Lande selbst nicht nur in der politischen Klasse, sondern auch innerhalb der Bevölkerung eine zunehmend breite psychologische Kluft auf. Hier das Establishment und die politisch korrekte Gutmenschen-Szene und dort das Volk mit der Opposition, die dessen Ängste artikuliert. Die Brücken, die über diese Kluft führten, werden leider zunehmend eingerissen.


Die „zornigen“ jungen Männer und Facebook

21. Januar 2016

Überlegungen zur Zivil-Invasion

Die Nahost-Expertin Karin Kneissl war es, die vor mehreren Jahren formuliert hatte, dass die sogenannte Arabellion ein Aufstand der „zornigen jungen Männer“ im Nahen Osten und in Nordafrika sei. Nun führt sie diesen Gedanken fort, indem sie uns erklärt „die zornigen jungen Männer haben nun Europa erreicht“. Sie seien es, die die Masse der Zuwanderer der letzten Monate bilden. Und sie seien es auch, die für Gewaltexzesse wie etwa jüngst am Silvesterabend in Köln verantwortlich wären. Zornige junge Männer, geprägt von muslimischen Gesellschaften mit entsprechender Frauenverachtung, traumatisiert vom Krieg und Flucht, entsprechend gewaltbereit und außerdem allzu häufig getrieben vom gewaltigen Hormonstau.
Und dann kommt da noch etwas dazu, was Karin Kneissl auch entsprechend kritisch anmerkte: Schon die „Arabellion“ der vergangenen Jahre und erst recht die Zuwanderungswelle, die wahrlich an eine Völkerwanderung erinnert, wird getrieben und organisiert von exzessiver und gezielter Smartphone-Kommunikation.
Über die sogenannten Sozialen Medien hätten sich diese zornigen jungen Männer zwischen Tunesien und Ägypten, zwischen Syrien und Libyen zu ihren Protestaktionen organisiert. Nunmehr tun sie es, angekommen als Migranten in Europa, für das euphemistisch „Antanzen“ genannte Kesseltreiben gegen europäische Frauen.
Dass es in der arabischen Welt, darüber hinaus im gesamten muslimischen Bereich, aber auch am indischen Subkontinent und im chinesischen Kosmos einen gewaltigen Männerüberschuss gibt, ist bekannt. Die chinesische „Ein-Kind-Politik“, die hinduistische Frauenverachtung, sie führen dazu, dass es ein Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern gibt, ein Ungleichgewicht, das eben in der muslimischen Welt auch existiert. Einer gewaltigen und wachsenden Anzahl junger Männer stehen immer weniger Frauen gegenüber, und in der arabischen Welt ist die Eheschließung außerdem für verarmte Bevölkerungsschichten wirtschaftlich kaum finanzierbar.
Ein freier und entspannter Umgang zwischen den Geschlechtern ist in solchen Gesellschaften nicht nur wegen der immanenten Frauenverachtung, sondern eben wegen des Frauenmangels und der Unmöglichkeit, die Libido junger Männer auszuleben, kaum möglich. Sexuelle Übergriffe und sexuell motiviert Gewalttätigkeit, die aufgrund der soziokulturellen Traditionen in weiten Bereichen gar noch als Kavaliersdelikte gelten, sind die nahezu zwangsläufige Folge. Und derlei Verhaltensweisen und Mentalitäten wurden nunmehr hunderttausendfach nach Mitteleuropa importiert.
Der Begriff der „zornigen jungen Männer“ bezieht sich auf die allgemeine Hoffnungslosigkeit breiter Massen von jungen Männern, die weder bildungsmäßig noch beruflich Perspektiven haben, sehr wohl aber haben sie alle Zugang zu Internet und Fernsehen, und über Smartphone und W-LANInternet die ständige Verfügbarkeit der Bilder von Gesellschaften, in denen für sie mutmaßlich Milch und Honig fließen, also des Westens Europas und Nordamerikas. Die Welt des großen Geldes, der hedonistischen Befriedigung aller Bedürfnisse und der ohne Probleme ständig abrufbaren Sexualität, angeboten in massenhaft verfügbarer Internetpornographie, prägen für diese zornigen, jungen Männer das Wunschbild einer Gesellschaft und einer Lebensplanung, der sie sich zuerst durch die Revolte in den eigenen Ländern und nach deren Scheitern durch den Exodus nach Europa eingliedern wollen.
Dabei gehört es zu den großen Rätseln, wie sich diese zornigen, jungen Männer die sündteuren Smartphones, die teuren Internetanbieter und mehr finanzieren und leisten können. Dies ist für die Jugendlichen in den europäischen Wohlstandsgesellschaften schwierig und kostenintensiv. Für die Migranten modernen Zuschnitts scheint es zu den Verpflichtungen der Gast-Gesellschaften zu gehören, all dies kostenfrei zur Verfügung zu stellen, so wie die Transportmittel für die Einreise, die Unterkünfte und die finanzielle Grundversorgung.
Wenn sich dieses Anspruchsdenken dann enttäuscht sieht, wenn Mutti Merkel doch nicht in der Lage ist, Haus, Auto, Handy und Frauen – so wie für die Engagierteren vielleicht auch Arbeit – zur Verfügung zu stellen, dann wird auch der kollektive Frust dieser zornigen jungen Männer über das Smartphone vergemeinschaftet. Und allenfalls wie zuletzt zu Silvester in Köln und anderen mitteleuropäischen Großstädten auch zur Organisation des kollektiven Gewaltexzesses, zur Organisation von Vermögensdelikten und der gewaltsamen sexuellen Triebbefriedigung genützt.
Die zornigen jungen Männer, geprägt in verarmten und krisengeschüttelten muslimischen Gesellschaften, die nunmehr in Europa, insbesondere in Deutschland, Österreich, aber auch in den Niederlanden und in Schweden angekommen sind und von denen – wenn sich das europäische Politikversagen fortsetzt – möglicherweise noch Millionen kommen werden, sie bilden das zentrale soziale Konfliktpotential der kommenden Jahrzehnte. Ihre Integration in das gesellschaftliche Gefüge der Gastländer, insbesondere den Arbeitsmarkt, wird nur sehr schleppend, wenn überhaupt möglich sein. Eine soziale und kulturelle Anpassung in das Wertgefüge der mitteleuropäischen Gesellschaften wird genausowenig stattfinden. Und die dauerhafte Alimentation eines derart großen Zuwanderungs-Prekariats wird in den krisengeschüttelten Volkswirtschaften auch nicht möglich sein. Aus dieser Faktenlage ergibt sich zwangsweise ein Anwachsen der Frustrationsgefühle dieser zornigen jungen Männer.
Allzumal in einer Gesellschaft, in der sie ständig auch Wohlstand, Ordnung und eine libertäre Lebensweise vor Augen haben. Eine von ihnen dauerhaft empfundene gesamtgesellschaftliche Benachteiligung und Chancenlosigkeit wird aus dieser breiten Schicht der zugewanderten zornigen jungen Männer eine soziale Bombe machen, das steht außer Frage.

Ungleiche Verteilung

Eigentlich ist die Geschlechterverteilung sehr ausgeglichen. Das primäre Geschlechtsverhältnis, also das Geschlechtsverhältnis bei der Befruchtung liegt beim Menschen bei ca. 1,3 männlich zu 1,0 weiblich. Weil aber männliche Embyonen und Föten eher absterben als weibliche, liegt das sekundäre Geschlechterverhältnis, das ist jenes bei der Geburt, beim Menschen bei ca. 1,05 männlich zu 1,0 weiblich.
In manchen Ländern, insbesondere in Indien oder China, findet durch gezielte Abtreibungen weiblicher Föten eine geschlechtsselektive Geburtenverhinderung statt. So kommen in China 1.133 neugeborene Buben auf 1.000 Mädchen, bei bei Kindern unter 15 sind es sogar 1.170 Jungen auf 1.000 Mädchen. Ebenfalls stark ungleich ist das Geschlechterverhältnis in Ländern der arabischen Welt. In Katar kommen 1,87 Männer auf eine Frau, in Bahrain 1,52 Männer auf eine Frau und in den Vereinigten Arabischen Emiraten 1,43 Männer auf eine Frau. Grund dafür ist die hohe Zahl von Gastarbeitern, die betreffenden Länder lassen nur Männer ohne ihre Familien ins Land.
In Deutschland und Österreich gab es kriegsbedingt in der Nachkriegszeit einen hohen Frauenüberschuß. So ergab in Österreich die Volkszählung 1951 eine Geschlechterproportion von 866 Männern auf 1.000 Frauen.