Migration und Europas Identität

9. Oktober 2017

Gedanken zur Zukunft des Abendlandes

Es gehört zu den gängigen Verschwörungstheorien in den diversen Obskuranten-Zirkeln, dieses Zitat, das dem Grafen Coudenhove-Kalergi, dem Gründer der Paneuropa-Bewegung, zugeschrieben wird, wonach das Europa der Zukunft von einer orientalisch- negroiden Mischbevölkerung geprägt sein solle, die leicht lenkbar und manipulierbar wäre und durch die die alten nationalen Konflikte des Abendlandes  überwunden sein würden. Die Massenzuwanderung der letzten Jahre und die sich nunmehr abzeichnende Bevölkerungsstruktur, zumindest im  westlichen Mitteleuropa und in West- und Südeuropa,  könnte jetzt jenen Zynikern recht geben, die da meinen, dass Verschwörungstheorien allzu oft durchaus reale Entwicklungen abbilden. Die Zuwanderungspopulation aus allen Teilen der Dritten Welt, insbesondere aus dem Orient und  aus Schwarzafrika, hat nämlich in unseren Breiten  längst jene kritische Masse überschritten, jenseits derer Integration oder gar Assimilation noch möglichwäre. Die massive Veränderung der ethnischkulturellenSubstanz der europäischen Völker bis hin zu deren quantitativer Marginalisierung und der Entstehung eines „Melting Pots“, also eines Schmelztiegels,  scheint rein statistisch-mathematisch bereits unaufhaltsam.
Gewiss, in einem Zeitalter, da der Planet sieben Milliarden Menschen, in wenigen Jahren vielleicht neun Milliarden Menschen, beherbergt und in dem gegenwärtig an die 80 Millionen auf der Flucht sind, in einem Zeitalter der Kriege und Bürgerkriege, gewaltiger Naturkatastrophen und dramatischer klimatischer Veränderungen, in einem solchen Zeitalter wird sich Europa von der weltweiten Migrationsbewegung nicht wirklich freihalten können. Andererseitsaber ist es eine Tatsache, dass es auch unter den genanntenUmständen Weltregionen gibt, die Zuwanderung überhaupt fernhalten, wie etwa Australien, Japan oder andere ostasiatische Staaten, oder eben solche, die Zuwanderung nach ihren Bedürfnissen  steuern und kontrollieren, wie eben Kanada oder  weitgehend auch die Vereinigten Staaten von Amerika. Europa hingegen mit seiner politischen Schwäche und seiner Unfähigkeit, die eigenen Grenzen zu  schützen, und andererseits mit seinem überaus attraktiven  Sozialsystemen und seiner wohlhabenden  und freiheitlichen Gesellschaftsordnung, war undist das Ziel unkontrollierter, ja auch illegaler Zuwanderung.Und damit läuft es Gefahr, zu jenem MeltingPot zu werden, durch den die historisch gewachseneIdentität der europäischen Völker aufgelöst zu werden droht.
Entgegen allen Versuchen der etablierten Parteienlandschaft  und der Mainstream-Medien, diese Problematik kleinzureden und als nicht so gefährlich  darzustellen, stellt sich bei Wahlgängen immer  wieder heraus, dass die Massenmigration und ihr  Folgen von den Bürgern der europäischen Staaten  als eines der bedrohlichsten Probleme unserer Zeit  betrachtet werden. Zuletzt mussten die Polit-Analytiker  in der Bundesrepublik Deutschland feststellen,dass es dieses Thema wiederum war, das die Bürger in ihrer Wahlentscheidung letztendlich beeinflusst hat. Undähnlich wird es wohl auch in Österreich in wenigen Tagen sein.
Dementsprechend versuchen auch Vertreter des politischen Establishments migrationskritische Töne anzuschlagen. Der rot-weißrote Kanzleraspirant Sebastian Kurz mimt einen Zuwanderungsverhinderer, die bairische CSU verlangt vehement eine Obergrenze der Zuwanderung. Altlinke, wie der Österreicher Peter Pilz, gerieren sich als Heimatschützer, und  selbst Angela Merkel spricht nur mehr sehr verhalten von ihrer Willkommenskultur.
Doch politische Opportunitäten dieser Art sind im Grunde nebensächlich. Von historischer Bedeutung ist hingege der Kampf um die  Wahrung der Identität  der europäischen Völker und damit derKampf um Europas Identität insgesamt. Was ist es  denn, was dieses Europa, das historisch gewachsene Abendland, in seinem innersten Kern auszeichnet?Doch die Vielfalt der ethnisch und damit national untermauerten Hochkulturen, die von ihnen in einem Jahrtausend der Konkurrenz und der Konflikte  dennoch gemeinsam entwickelten zivilisatorischenErrungenschaften des Humanismus, der Aufklärung und der Freiheit, all dies ist nunmehr durch die Massenmigration und die damit verbundene Vernichtung  der historisch gewachsenen Identität der europäischen Völker und Europas insgesamt gefährdet. Im Melting Pot der europäischen Zukunft, wenn er denn so käme, gibt es nämlich keine national-kulturelle Vielfalt mehr. Jene Kultursprachen, in denen ein Shakespeare, ein Goethe, ein Dante Alighieri, ein Cervantes, ein Molière ihre unsterblichen Werke geschaffen habe, sie müssten einem Multi-Kulti-Kauderwelsch weichen. Und das christliche Abendland, welches auf der Basis der griechischen Philosophie, des römischen Rechts und des germanischen Freiheitswillens durch Humanismus un Aufklärung zu wahrer Menschlichkeitveredelt wurde, dieses Abendland würde  zum Schauplatz eines latenten Bürgerkriegs und eines vielschichtigen, chaotischenKulturkampfs werden, bei dem dekadenter Hedonismus und irrationale Esoterik auf Seiten der autochthonen Restbevölkerung und radikaler Islamismus sowie atavistische Gemeinschaftsformen auf der anderen Seite, auf jener  der Zuwanderungsbevölkerung nämlich, die Konfliktparteien stellen würden.
Ein solches Zuwanderungs-Europa wäre naturgemäß Teil einer chaotischen Welt, deren Konfliktzone sich vom Mittleren und Nahen Osten über Nord- undSchwarzafrika bis hin in weite Bereiche Mittel- undSüdamerikas erstreckt. Dieses Europa, dessen Integrationals Hort des Friedens, der Freiheit und desWohlstands gedacht war, würde somit durch denunbeschränkten Import aller Probleme der DrittenWelt selbst zu einem Teil derselbenwerden. Und nebender Vernichtung der europäischenHochkulturen würdedies durch Überdehnung undÜberforderung auch den Zusammenbruch der gewachsenen europäischen Sozialsysteme bedeuten.
In einer durch vielfältige Parallelgesellschaften gekennzeichneten  Konflikt- und Ghettogesellschaft,  in der Befindlichkeit des latenten Bürgerkriegs,wären die Erfordernisse einer Solidargesellschaft, die mittels Generationenvertrags und gesamtgesellschaftlichen  Zusammenhalts ein hohes Niveau der Sozialleistungen gewährleistet, natürlich nicht mehr möglich.
All diese Gefahren scheinen den europäischen Völkern, auch den einfachen Menschen, auch jenen, die man mit intellektueller Arroganz als „bildungsfern“ abqualifiziert, zumindest unterschwellig bewusst zu sein. Der Zuspruch, den identitäre Parteien, patriotische Freiheitsbewegungen eben, quer durch Europa durch den Wähler erfahren, und diese opportunistische Hinwendung etablierter Politiker zum Thema Migration und den dadurch gegebenen Gefahren, machen dies deutlich. Allerdings muss man sich die bange Frage stellen, ob es nicht bereits zu spät ist, diese unheilvollen Entwicklungen aufzuhalten.

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Gutmenschen- Vereinsmeierei

2. Juni 2017

Die NGOs als organisierte Political Correctness

In den letzten Jahren sind sie in aller Munde, die NGOs, jene „Nicht-Regierungsorganisationen“, die als der Kern und das Rückgrat der sogenannten Zivilgesellschaft betrachtet werden. Und zumeist sind sie voll im Sinne der Political Correctness und des spätlinken Zeitgeist tätig, als Organisationen, getragen von Gutmenschen und linken Aktivisten aller Schattierungen, von Grün bis tief Rot.
Die Vereinsfreiheit war gemeinsam mit der Versammlungsfreiheit, mit der Pressefreiheit und der Meinungsfreiheit bekanntlich eines jener Bürgerrechte, die im ausgehenden 19. Jahrhundert im deutschen Mitteleuropa in der Folge der bürgerlichen Revolution von 1848 insbesondere von nationalliberalen Gruppierungen erkämpft wurde. Frucht dieser neuen Vereinsfreiheit waren in Deutschland und Österreich zuallererst die studentischen Korporationen, Corps und Burschenschaften, aber auch die Turnerschaften und Sängerschaften, und neben dem akademischen Bereich im bürgerlichen Umfeld zahlreiche andere Vereine. Sie bildeten den Kern einer liberal-konservativen Zivilgesellschaft, die bald zum zentralen Träger von Brauchtum, Volkskultur und überlieferten Sitten wurden. Noch heute gibt es auf der einen Seite im studentisch-akademischen Bereich die bereits die zitierten Korporationen und im bürgerlich-ländlichen Bereich die zahlreichen kulturellen Traditionsvereine, Trachtengruppen, Musikvereine und ähnliches mehr.
Wenn heute aber von Zivilgesellschaft die Rede ist, werden nicht jene Gruppen und Vereine gemeint, sondern vielmehr eben besagte NGOs. Diese pflegen nun keineswegs Brauchtum und tradierte Sitten und Gebräuche, sie sind vielmehr so etwas wie die karitativ getarnten Kampforganisationen der spätlinken Zeitgeist-Jünger geworden. Insbesondere im sogenannten „Kampf gegen Rechts“, bei dem sich die zahlreichen antifaschistischen Gruppierungen federführend hervor tun, und bei der Organisation der Massenzuwanderung, welche sich als Flüchtlingsbetreuung tarnt, werden sie von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Dabei geht es bei diesen Gruppierungen der sogenannten Zivilgesellschaft keineswegs darum, dass hier Gruppen mit besonders vielen Mitgliedern gebildet werden, finanziert werden sie vielmehr allzu häufig vom Steuerzahler und der öffentlichen Hand. Es geht diesen NGOs, dieser Zivilgesellschaft neuen Typs, vielmehr darum, politische Wirksamkeit zu entfalten. Sie agieren zumeist als linke, politisch-korrekte „Pressure-Groups“, die auf die staatlichen Institutionen und die politischen Parteien Druck ausüben.
Dabei werden auch etablierte und durchaus verdienstvolle Organisationen unterwandert beziehungsweise missbraucht. Das Rote Kreuz etwa, das zwar als private Organisation, aber mit halb offiziellen Aufgaben höchste Verdienste hat, wird in der Migrationskatastrophe von gewissen Kräften durchaus in eine überaus bedenkliche Richtung getrieben. Ähnlich verhält es sich bei der katholischen Caritas, die als an sich kirchliche Organisation längst zum Tummelplatz ultralinker Gutmenschen verkommen ist.
Völlig klar und in diesem Sinne auch durchaus transparent ist die Rolle, die die antifaschistischen Vereine und Vereinigungen spielen. Der indessen mutmaßlich aufgelöste „Republikanische Klub“, der sich in der seinerzeitigen Anti-Waldheim-Hatz hervorgetan hat oder die Ausländer-rein- Truppe um „SOS-Mitmensch“, ihre Zielsetzungen sind kaum verschleiert. Bedenklicher ist es da schon, wenn derlei antifaschistische Privatvereine sich eine halbamtliche Legitimation anmaßen.
So etwa das „Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes“, das seinerzeit von Leuten aus dem Umfeld des Kommunismus gegründet wurde und neben antifaschistischer Geschichtsaufarbeitung längst zur Kampftruppe gegen rechtsdemokratische und patriotische Gruppierungen und Parteien geworden ist. Neben dem Beruf des Rechtsextremismus-Experten, der sich in diesem Umfeld, wie etwa in der Person des Univ.-Prof. DDr. MMag. Andreas Peham herausgebildet hat, manifestiert sich neuerdings eine neuen Profession, nämlich die des Migrations- oder Integrationsexperten. Auch dabei zeigt sich, dass besagte linke NGOs durchaus auch zu einem Geschäftsmodell geworden sind, in welchen einzelnen Exponenten durchaus lukrative und medial höchst hofierte Verdienstmöglichkeiten gefunden haben. Finanziert ist dies alles in großen Teilen von der öffentlichen Hand beziehungsweise von der Spendenfreudigkeit aus dem Kreise der Gutmenschen und der linken Szene. Verglichen mit den öffentlichen Zuwendungen dürften diese Spenden allerdings marginal sein.
Der große und so bedeutende Bereich der Freiwilligenarbeit, die es speziell in Österreich und in Deutschland gibt, die Feuerwehren, die diversen Zivilschutzverbände, der Alpenverein, die Wasserrettung und vieles mehr, Vereinigungen, wo Menschen tatsächlich ehrenamtlich für die Allgemeinheit gewaltige Leistungen erbringen, wird im Grunde durch diese zeitgeistige spätlinke Form der Zivilgesellschaft, durch besagte NGOs also, verhöhnt. Häufig verbirgt sich nämlich unter dem humanitären Mäntelchen der Menschenliebe und der Xenophilie eine klare ideologisch motivierte Zielsetzung im Sinne des Kulturmarxismus der Frankfurter Schule. Das Gegenteil also der wertkonservativen Ideale und Ziele, wie sie in der Freiwilligenarbeit und in den traditionellen Kultur- und Brauchtumsvereinen gepflogen wird.
Diese Formationen der spätlinken politisch-korrekten Zivilgesellschaft werden von den politischkorrekten Mainstream-Medien und der etablierten Journaille abgestützt. Die Aktivisten im „Kampf gegen Rechts“ und die Prediger der Willkommenskultur verfügen somit über entsprechende mediale Unterstützung, was ihnen wiederum das Akquirieren von Zuwendungen seitens der öffentlichen Hand und der etablierten Politik ermöglicht und erleichtert. Politische Parteien wie die Grünen, in Deutschland die Linke und die Sozialdemokratie, beziehungsweise deren linker Flügel, gehören zu den Unterstützern dieser NGOs, wobei es in weiten Bereichen auch personelle Überschneidungen und Verschränkungen gibt. Und natürlich gibt es auch sattsam Berührungspunkte dieser NGOs mit dem gewaltbereiten extremistischen Narrensaum etwa in Form des Schwarzen Blockes und der Anarcho-Szene. Deutlich wurde dies in den vergangenen Jahren immer wieder bei den Anti-WKR-Ball-Demonstrationen.
So hat sich aus der linken Vereinsmeierei, die sich zur politisch-korrekten Zivilgesellschaft empor stilisiert, ein wichtiger Pfeiler eines spätlinken Machtkartells entwickelt. Einerseits sind es die linken politischen Parteien, andererseits die politisch-korrekten Mainstream-Medien und im vorpolitischen Raum eben besagte NGOs, die hier zusammenwirken.
Gesellschaftsveränderung im Sinne der Frankfurter Schule, Auflösung der Völker, der Familie und aller wertkonservativen Strukturen sind die Ziele dieses Machtkartelles, gepaart mit Machterhalt beziehungsweise Machteroberung, Verfügung über alle öffentlichen Mittel und das Monopol auf Meinungsmache, und all das in einer multiethnischen Gesellschaft aus entwurzelten und identitätslosen Individuen, die ohne Probleme beherrschbar und manipulierbar sind.


Verharmlosung des Zuwanderungschaos

31. Mai 2017

Die Statistik Austria ließ uns dieser Tage wissen, dass die Wohnbevölkerung Österreichs im vergangenen Jahr wiederum um 70.000 Menschen angewachsen sei, gut 90 Prozent durch Zuwanderung, aber auch durch ein Geburtenplus. Diese absolut wertungsfreie Information der Behörde wurde nun in den Medien auf eine Art und Weise schöngeredet, die schon bemerkenswert ist. Da hieß es, dass die Zuwanderung dramatisch zurückgehe, mehr als 40 Prozent weniger als im Katastrophenjahr 2015. Oder aber, dass es nun wiederum mehr Babys in Österreich gebe.
Da stimmt es zwar, dass die Rekordzahl an illegalen Zuwanderern von rund 115.000 Menschen im Jahr 2015 mit gut 70.000 im Jahre 2016 deutlich unterschritten wurde. Trotz Schließung der Balkanroute, trotz harter Worte des Außenministers, trotz vermeintlich rigider Abschottungspolitik durch den Innenminister und den Verteidigungsminister, der sogar eine Herkules-Maschine des Bundesheeres zwecks Rückführung abheben ließ, bedeutet dies aber nicht mehr und nicht weniger, als dass wiederum 70.000 – weitgehend illegale – Zuwanderer nach Österreich gekommen sind. Immerhin die Bevölkerung einer Stadt größer als Villach. Und was den vermeintlich erfreulichen Zuwachs an Geburten betrifft, so ist dieser auch in überwiegendem Maße auf die Bevölkerung mit Migrationshintergrund zurückzuführen und nicht auf die autochthonen Österreicher.
Dass die Zuwanderung von sogenannten „Schutzsuchenden“ oder „Flüchtlingen“ illegal ist, haben wir bereits nahezu vergessen. Alle durchqueren sie sichere Drittländer, bevor sie Österreich erreichen. Die harten Worte – auch jene von Außenminister Kurz – wonach dies ein Unding sei, eingedämmt und verhindert werden müsse, sind bislang nur Worte geblieben. Der Zustrom erfolgt ungebremst und soll, wenn nichts dagegen unternommen wird, in den nächsten Jahren wohl noch ansteigen, da Millionen in Afrika darauf warten, nach Europa gehen zu können.
Und so nimmt die österreichische Bevölkerung eben zu, pro Jahr tendenziell um die 100.000 Menschen. 15 Prozent leben dem Vernehmen nach bereits hier mit fremder Staatsbürgerschaft, und wie viele es insgesamt sind, die, wenn auch mit österreichischer Staatsbürgerschaft, sogenannten Migrationshintergrund haben, also keine autochthonen Österreicher sind, kann man nur schätzen. Die kritische Masse der Zuwanderungsbevölkerung ist also längst überschritten und eine Integration derselben in die historisch gewachsene Kultur unseres Landes kaum mehr möglich. Die Bevölkerung nimmt dies hin – weitgehend wohl auch deshalb, da es von den Meinungsmachern verharmlost und schöngeredet wird.


Der fatale ­Gewöhnungseffekt

5. Oktober 2016

Mein Gott: Da oder dort gibt es halt eine Vergewaltigung, der flüchtige Täter, ein junger Mann südländischen Typs, täglich liest man davon in der Zeitung. Da und dort rast einer mit seinem Auto in die Menge und brüllt dabei „Allahu akbar“. Eh nur ein frustrierter Elektriker, der gerade entlassen wurde, was ist schon dabei? Gewiss explodiert wöchentlich irgendwo in Europa eine Bombe, wenn es nur eine geringe Opferanzahl gibt, regt das kaum mehr jemanden auf. Ja und die Flüchtlinge, kaum mehr der Rede wert, die Balkanroute ist ohnedies geschlossen, wenn da in Griechenland zwischendurch einmal von den Schutzsuchenden ein Lager angezündet wird, regt sich keiner auf. Und natürlich kommen Schwarzafrikaner über die Grenze von Italien her, ein paar zu Fuß über die Autobahn, die anderen in Zügen, alles kaum der Erwähnung in den Gazetten wert. Und die Marineeinheiten der diversen EU-Staaten fischen nahezu täglich hunderte aus dem Mittelmeer ganz nahe der libyschen Küste und bringen sie nach Italien, wen regt das auf?
Man gewöhnt sich an alles, man stumpft ab, und die uniformierte Wache des Bundesheers in der Maria-Theresien-Kaserne besteht aus Schwarzafrikanern, im Gardebataillon stehen Türken stramm, das Servicepersonal in der Gastronomie spricht zumeist nur mehr gebrochen Deutsch, die Zeitungszusteller des Nachts heben sich in der Dunkelheit kaum von ihrer Umgebung ab und Tschador, Burka und Kopftücher sind alltäglich im Straßenbild, wen regt das auf? Man gewöhnt sich an alles.
Ja und die Kriminalstatistik, was soll so besonderes daran sein? Geklaut, geprügelt und geschossen haben auch die biederen Österreicher. Und dass die Gefängnisse zu Stätten zahlloser verschiedener Migrationshintergründe geworden sind, ja und wen regt das auf? Man gewöhnt sich an alles.
Dieser fatale Gewöhnungseffekt hat die Österreicher längst ergriffen. Und fatalistische Gleichgültigkeit, „Wurstigkeit“ um es auf gut österreichisch auszudrücken, war schon immer ein Überlebensprinzip des gelernten Österreichers. Meckert ein bisschen, findet sich aber achselzuckend damit ab und lässt sich womöglich von der Schönfärberei in den etablierten Medien einlullen. All die vielen Beispiele „gelungener Integration“ beweisen doch: Wir schaffen das. Im Übrigen macht die Regierung eh alles, was sie kann, um das Problem in den Griff zu bekommen, der junge Außenminister, der Kurz, schließt ohnedies alle Zugangswege nach Österreich, und der fesche Bundeskanzler, der Kern, der macht ja gemeinsam mit dem G‘stopften mit dem Verteidigungsminister und mit dem Glatzertem, dem Innenminister, eh alles, was er kann, damit nicht mehr als 38.500 – oder waren es 138.500? – Asyl­anten kommen, das schaffen wir doch locker. Oder etwa nicht?


Der soziale ­Supersprengsatz

23. September 2016

Der „Melting pot“ ist längst zum soziokulturellen Druckkochtopf geworden

Wanderungsbewegungen und die darauffolgenden Vermischungs- und Überschichtungsprozesse hat es in der Menschheitsgeschichte immer gegeben. Die frühen Hominiden sind ja angeblich von Afrika aus in die anderen Kontinente eingewandert. Und Völkerwanderungen haben insbesondere das Antlitz Europas geprägt. Auswanderung hat die neue Welt erschlossen, durch Flucht und Vertreibung wurde eine alte (in Ost- und Mitteleuropa zusammengeschlossen) zerstört. Zuwanderung kann kulturelle Bereicherung sein, aber auch Landnahme und Machtübernahme, auf die Relation kommt es dabei an und wohl auch auf die genetisch-demographische Stärke der Aufnehmenden beziehungsweise der zuwandernden Population.
Die ethnisch-kulturellen Strukturen des europäischen Kontinents formten sich im Wesentlichen im Früh- und Hochmittelalter. Das Ende des multikulturellen Römischen Reiches wurde abgelöst durch die Bildung der romanischen Völker, die germanische Völkerwanderung zeitigte das Entstehen der germanischsprachigen Völker, das Eindringen der Slawen jenes der slawischen. Dazu kamen die bekannten finno-ugrischen Einsprengsel, wobei der Prozess der Nationwerdung, die Herausbildung von nationalen Hochsprachen unterschiedlich lange, bei manchen Völkern sogar bis ins 19. Jahrhundert andauerte. Und die willkürliche Grenzziehung aus den verschiedensten machtpolitischen Entwicklungen tat das Ihre dazu.
Machtpolitische Wanderungsprozesse oder gar militärische Eroberungen hatten in vielen Fällen der europäischen Geschichte auch dauerhafte ethnische-kulturelle Veränderungen zur Folge. Die dadurch erfolgte ethnisch-kulturelle Vermischung bedingte häufig Bereicherung, ebenso häufig aber auch Vernichtung von Kulturgut. Die religiöse Komponente solcher Eroberungszüge, etwa jene der Muslime im Frühmittelalter in Spanien und in Westfrankenreich oder die der Türken in der beginnenden Neuzeit auf dem Balkan bis hin zu den Wiener Türkenbelagerungen bedrohten auch die spirituelle, nämlich christliche Dimension der europäischen Völkerfamilie. Diese Bedrohung konnte durch die spanische Reconquista und durch die habsburgischen Türkenkriege letztlich abgewehrt werden. Und so bildete sich Europa in einem tausendjährigen nur allzu häufig blutigen Prozess des gegenseitigen Bekämpfens und der gegenseitigen kulturellen Befruchtung bis hin zum schrecklichen 20. Jahrhundert der beiden Weltkriege,  die ja auch europäische Bürgerkriege waren, heraus. Und nach diesem tausendjährigen Lernprozess wuchs die Einsicht, dass die europäischen Nationen in gegenseitiger Verbindung, im wirtschaftlichen, politischen und auch militärischen Bündnis ihr Heil für die Zukunft suchen müssten. Der alte universal-abendländische Reichsgedanke mit seiner sakralen Legitimation, der bis hin zur Habsburger Monarchie fortgedauert hatte, wurde ein halbes Jahrhundert später von der Idee der europäischen Integration des Gedankens der nationalen-kulturellen Vielfalt in europäischer Einheit abgelöst.
Obwohl Europa im Zuge des Kalten Krieges durch den Eisernen Vorhang zwischen den beiden Supermächten geteilt war, erlebte es im Wesentlichen seit 1945 eine fast siebzig jährige Periode des Friedens. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 kam es zwar zu einer Reihe regionaler Konflikte, insbesondere an der südöstlichen und östlichen Peripherie des Kontinents, der Frieden hielt dennoch noch ein Vierteljahrhundert. Erst in den letzten Jahren entwickelte sich eine weltpolitische Situation, in der Europa vom Osten über den Südosten bis hin zum südlichen Mittelmeerbereich von Krisenherden gewissermaßen eingekreist wurde. Von der Ukraine bis zu den Staaten des Kaukasus, den Nahen und Mittleren Osten bis hin zu Nordafrika reicht diese Summe von Krisenherden. Dabei hat sich Europa bislang in keiner Weise als friedensstiftender oder friedenserhaltender Faktor erwiesen. Das machtpolitische Versagen des östlichen Bündnispartners sowie der einzig verbliebenen Supermacht USA, und das europäische Unvermögen haben diese Krisenherde in Wesentlichen sogar noch verschärft.
Zum einen sind es diese Krisenherde, die rund um Europa entstanden sind, zum anderen andere weltpolitische Verwerfungen und auch Naturkatastrophen sowie der unbestreitbare Klimawandel, die gewaltige Wander- und Fluchtbewegungen in den letzten Jahren ausgelöst haben.  Und das Ziel dieser Flüchtlingsströme ist nahezu ausschließlich Europa. Der Flüchtlings-Tsunami des Jahres 2015 war nur der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung. Bereits in den Jahren zuvor und natürlich auch nunmehr in diesem Jahr gab und gibt es permanent illegale Massenzuwanderung, speziell über das Mittelmeer, die Mittel- und Nordeuropa zum Ziel hat.
Das Erbe des Kolonialismus hat in den einstigen europäischen Kolonialmächten ohnedies für einen hohen Anteil an Bevölkerung mit Migrationshintergrund gesorgt. Danach waren es die Gastarbeiterströme, die von den 60er Jahren an kamen, insbesondere Deutschland, aber auch Skandinavien und Österreich zum Ziel hatten, und nun sind es die Massen von Wirtschaftsflüchtlingen, insbesondere aus Schwarzafrika, gepaart mit den echten Kriegsflüchtlingen aus dem Nahen und Mittleren Osten, die den europäischen Kontinent überschwemmen. Die „multikulturellen Gesellschaften“, besser multi-ethnischen Konflikt- und Problemgesellschaften, die sich da quer durch Europa herausgebildet haben, bilden zusammen mit den nicht integrierbaren Parallelgesellschaften, insbesondere der Muslime, einen „Melting pot“, der längst zu einem soziokulturellen Dampfkochtopf, zu einem gewaltigen Sprengsatz geworden ist, der die europäischen Großstädte mit ihren Banlieues zur latenten Bürgerkriegszone macht. Die solcherart entstanden Konfliktgesellschaften zeichnen sich durch Nichtintegrierbarkeit der Zuwanderer in die autochthonen Volkskörper aus sowie durch eine Vielzahl von Bruch- und Konfliktlinien unter den Zuwanderern selbst.
Zusätzlich gibt es naturgemäß soziale Verteilungskämpfe am Wohnungsmarkt und am Arbeitsmarkt, bei denen das Prekariat der europäischen Völker unmittelbar mit den zumeist jungen Männern der Migrantenströme konfrontiert ist. Dazu kommt die Häufung sexueller Übergriffe von testosterongesteuerten jungen Männern mit Migrationshintergrund, die weder sozial noch ökonomisch die Möglichkeit haben, normale Partnerbeziehungen oder gar Familien zu gründen. Wachsende Kriminalität und explodierende Gewaltbereitschaft paaren sich dabei mit ökonomischer und wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit.
Der zusätzliche Eindruck, den diese illegalen Zuwanderer erhielten, dass man nämlich in Europa gegen jedes Gesetz und gegen jede Vorschrift ungestraft verstoßen könne, dass Polizei und Justiz ohnedies nichts gegen die Gesetzesbrecher unternehmen würden, dieser Eindruck verschärft die Bedenkenlosigkeit der zugewanderten Migrantenpopulation im Hinblick auf ihre Integrationsunwilligkeit und auch Integrationsunfähigkeit, da sollen sich gefälligst die Europäer selbst an die Zuwanderer anpassen. Die Nachgiebigkeit gegenüber Scharia und archaischen Bekleidungssitten wie der Burka sind der Beweis dafür.
So ist das neue Zuwanderungseuropa also kein „Melting pot“, in dem friedlich multikulturelle Gesellschaft gelebt wird, sondern ein Sprengsatz, in dem soziokulturelle und ökonomische Konflikte und Verteilungskämpfe eine permanente Situation des Kalten oder auch Heißen Bürgerkriegs herbeiführen. Die ethnische und kulturelle Zukunft der europäischen Völker ist dadurch in Frage gestellt, wenn nicht sogar bereits aufs äußerste gefährdet.
Der Sinn der europäischen Integration ist damit ad absurdum geführt, Europa als Friedensprojekt in Frage gestellt.
Wer einmal geglaubt hat, dass diese Europäische Union eine Insel des relativen Friedens, der relativen Freiheit und des relativen Wohlstands in einer chaotischen Welt sein könnte, muss sich eines Schlechteren belehren lassen.


Das Abendland ­beschützen

8. September 2016

Es ist kein rundes Jubiläum, dennoch können wir uns nach 333 Jahren in diesen Tagen mit Fug und Recht an das Ende der zweiten Türkenbelagerung Wiens erinnern, weil die Türken in unseren Tagen wiederum für politischen Gesprächsstoff sorgen: Und zwar nicht als militärische Eroberer, sehr wohl aber als Zuwanderer, die sich nicht integrieren und deshalb einen Sprengsatz für unser kulturelles und gesellschaftliches Gefüge darstellen.
Dass die FPÖ nun in diesen Tagen eine Festveranstaltung aus diesem Anlass im ehrwürdigen Wiener Palais Ferstel organisiert, bei der neben Vizebürgermeister Johann Gudenus und Parteichef Heinz-Christian Strache auch der Historiker Lothar Höbelt auftritt, wird vielenorts kritisiert. Es bedeute dies, Öl ins Feuer der ohnedies belasteten österreichisch-türkischen Beziehungen gießen und gerade in einer Zeit, wo man krampfhaft versuchen müsse, die Wogen, die zwischen Ankara und Wien wild toben, zu glätten, würden die Freiheitlichen wieder zündeln. Ganz so, als wäre es nur Außenminister Kurz und Bundeskanzler Kern erlaubt, etwas Türkei-kritisches zu sagen und als müsste die Opposition dazu Stillschweigen bewahren.
Ganz abgesehen aber von solch innenpolitischen Zänkereien ist es einfach eine Tatsache, auf die man hinweisen muss, dass auch Jahrhunderte nach den beiden Türkenbelagerungen die Türken mit ihren politischen Ansprüchen, mit ihrem Machtdenken und ihrer schleichenden Landnahme wie hier in Mitteleuropa so etwas wie eine Bedrohung für das Abendland darstellen, und darauf verweisen die Freiheitlichen mit Fug und Recht.
Wenn jetzt im Zuge des Asylantenabkommens mit der Türkei über die Visa-Freiheit für türkische Staatsangehörige diskutiert wird, haben wir die Wahl zwischen Pest und Cholera. Entscheiden wir uns gegen die Türkei, so lässt ein beleidigter Präsident Erdogan möglicherweise wieder eine Flüchtlingslawine über die Balkanroute auf Mitteleuropa zuströmen, entscheiden wir uns für die Türken, kommen mittels Visa-Freiheit hunderttausende Türken – ob nun Erdogan-Gegner oder Armutsmigranten aus Ostanatolien – zusätzlich zu den ohnedies sehr starken „türkischen Communities“ dazu und führen zu einer weiteren Vergrößerung der nicht integrierten Parallelgesellschaften.
Die Europäer, allen voran die Deutschen und Österreicher, werden gegenüber Ankara also endlich einmal Härte beweisen müssen. Sie werden Schluss machen müssen mit den Doppelstaatsbürgerschaften und jene Menschen, die die türkische Staatsbürgerschaft nicht aufgeben wollen und damit zu erkennen geben, dass ihre Loyalität weiterhin der Türkei gilt, ausbürgern. Sie werden für die Rückführung straffälliger und insgesamt nicht integrationswilliger Türken sorgen müssen und sie werden entschieden klarmachen müssen, dass ein Beitritt der Türkei zur Europäischen Union nicht nur gegenwärtig und nicht nur aus demokratiepolitischen Erwägungen, sondern insgesamt,  ausgeschlossen ist. Ausgeschlossen, weil die Türkei kein europäisches Land ist, ausgeschlossen, weil die Türkei von ihrer Geschichte, von ihrer Kultur, von ihrer Religion und ihrem gesamten Wertesystem her kein Teil Europas ist, sondern – wie die jüngsten Ereignisse zeigen – so etwas wie ein Widerpart des Abendlandes.
Der Historiker Lothar Höbelt wird dies gewiss in seinem Festvortrag anschaulich darlegen und Strache sowie Gudenus werden dem Publikum und den Österreichern insgesamt die tagespolitische Aktualität und Bedrohung vergegenwärtigen. Dass das Ganze dem rot-schwarzen Regierungskartell nicht passt und natürlich auch dem grünen Bundespräsidentschaftskandidaten zuwider läuft, versteht sich von selbst. Die Freiheitlichen beweisen einmal mehr, dass sie die Speerspitze gegen Islamisierung, Osmanisierung, gegen die Entwicklung von Parallelgesellschaften und einen unmäßigen Machtanspruch gegenüber Europa sind.


Im Zeitalter des Chaos

4. September 2016

Überlegungen zu apokalyptischen Zeiten

Um die Mitte dieses Jahrhunderts soll die Weltbevölkerung die Zehn-Milliarden-Grenze überschreiten, ist in einer kürzlich veröffentlichten wissenschaftlichen Studie zu lesen. Betrachtet man das Jahr 1960, als drei Milliarden Menschen den Planeten bevölkerten, wird klar, welche Ausmaße die Bevölkerungsexplosion angenommen hat. Und mit ihr auch eine Vielzahl von Problemen: Mehr Menschen verbrauchen mehr Ressourcen, die dichte Besiedelung in ökologisch sensiblen Gebieten begünstigt Umweltkatastrophen, und Überbevölkerung führt zwangsläufig zu gewaltigen sozialen Problem, die sich in politischen Aufständen entladen. Ohne das rapide Bevölkerungswachstum der letzten Jahrzehnte wäre es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zum sogenannten Arabischen Frühling gekommen. Ägypten etwa hatte 1960 rund 30 Millionen Einwohner, und heute wird die Bevölkerung auf knapp 90 Millionen geschätzt.

Chaos herrscht aber längst auch in anderen Bereichen: Die Demokratie erodiert zu einer bloßen Fassade, nicht mehr in nationalstaatlichen Parlamenten werden wichtige Entscheidungen getroffen, sondern in den Zentralen multinationaler Konzerne oder bei Geheimtreffen wie jenen der Bilderberger. Und  diese brauchen keine Völker, sondern nur eine amorphe Masse an Konsumenten.

Bei internationalen Konflikten, allzumal bei bewaffneten, geht es heute längst nicht mehr nur um Macht- und Einflusssphären, sondern um die Kontrolle von Rohstoffvorkommen, insbesondere des Erdöls, des „schwarzen Goldes“. Bekanntlich war 2003 für den damaligen US-Präsidenten George W. Bush und seine neokonservativen Einflüsterer nicht der Aufbau demokratischer Strukturen das Hauptmotiv für den Einmarsch in den Irak, sondern die Kontrolle der riesigen Erdölfelder des Zweistromlandes. Kriege – gerade auch um Rohstoffe wie das in nahezu jedem elektronischen Gerät verwendete Coltan – werden aber auch in Afrika geführt und in Osteuropa ist nicht ausgeschlossen, dass der neue Kalte Krieg zwischen den USA und ihren europäischen Vasallen auf der einen und Russland auf der anderen Seite in einen heißen umschlagen könnte.

Europa ist in diesem Umfeld seit Langem keine „Insel der Seligen“ mehr. Immer mehr schwappt das Chaos auf uns über und immer deutlicher tritt zutage, dass die EU unfähig ist, die zunehmenden Gefahren abzuwenden. Die Gründe dafür ist der ethische Niedergang, die um sich greifende Dekadenz und der dramatische Geburtenrückgang. Sichtbarstes Zeichen für die Entwicklung in den Abgrund ist die Massenmigration aus dem Nahen Osten und auf Afrika, die wiederum durch den mangelnden politischen Willen, die europäischen Außengrenzen wirkungsvoll zu schützen, begünstigt wird. Und was auf uns zuzukommen droht zeigen Umfragen, wonach hunderte Millionen Afrikaner auswanderungswillig sind und nur auf die nächstbeste Gelegenheit warten, um nach Europa zu kommen. Darüber hinaus beschleunigen sogenannte Familienzusammenführungen die ethnischen Veränderungen in Europa. Anders als in Europa, wo Kinderlosigkeit oder Einkind- oder Zweikindfamilien vorherrschend sind, sind arabische oder afrikanische Familien bekanntlich durch großen Kinderreichtum gekennzeichnet.

Lange Zeit hat das der politischen Korrektheit verpflichtete Establishment diese dramatische Entwicklung geleugnet. Auch wenn bei dem einen oder anderen Vertreter des politischen Establishments – die deutsche Kanzlerin Merkel ausgenommen – eine Haltungsänderung erkennbar ist, so wird sich am Gesamtbild nichts wesentliches ändern. Denn was nützt es schon, wenn heuer „nur“ eine halbe Million Einwanderer nach Deutschland kommen sollen und nicht, wie im vergangenen Jahr, eine Million? Und ob die rechtspopulistischen Parteien in den verschiedenen europäischen Ländern das Ruder werden herumreißen können, muss bezweifelt werden, aber immerhin können sie als Bremsfaktor fungieren.

Jenes Europa, das wir kennen, wird es in ein paar Jahrzehnten nicht mehr geben, denn die europäischen Nationen werden umstrukturiert werden. Die derzeit bestimmenden europäischen Völker werden in der Zukunft Randgruppen sein oder, dem Beispiel des britischen Adels folgen, die Oberschicht bilden. Die Hochkulturen werden von Trivialisierung und Multikulturalisierung ersetzt werden.

Damit geht naturgemäß auch eine Veränderung des Wertesystems einher. Das Christentum, wird vollkommen ausgedient haben, und an seine Stelle wird bei der verbliebenen autochthonen Oberschicht ein totaler Hedonismus oder die neue Zivilreligion der political correctness treten. Umgekehrt werden aufgrund der unkontrollierten Einwanderung aus moslemischen Ländern islamische Wert- und Rechtsvorstellungen, z. B. die Scharia, in europäischen Ländern Einzug halten. Wie Umfragen zeigen, ist in Europa ein nicht unerheblicher Teil der moslemischen Einwanderer nicht bereit, das Werte- und Rechtssystem des jeweiligen Gastlandes bedingungslos zu unterstützen. Und islamische „Friedensrichter“, die in den türkischen Parallelgesellschaften in der Bundesrepublik Deutschland im Untergrund Streitfälle schlichten, könnten zur Jahrhundertmitte durchaus ein staatlich anerkanntes Rechtsinstitut sein.

Darüber hinaus drohen eine Verelendung breiter Bevölkerungsschichten sowie ein Ende der Sozialsysteme. Während heute in Österreich heftig über eine Zweiklassenmedizin diskutiert wird, ist nicht auszuschließen, dass sich in Europa in den nächsten Jahrzehnten nicht nur ein Kasten- und Konfliktsystem herausbildet, sondern auch eine Mehrklassenmedizin. Eine reiche Oberschicht wird sich eine Spitzenmedizin leisten können, während Angehörige der Unterschicht, um finanziell über die Runden zu kommen, als Organspender auftreten.

In derart apokalyptischen Zeiten werden sich auch die Grundregeln staatlichen Zusammenlebens verändert haben. Durch den starken Zuzug von bestimmten Ethnien werden außereuropäische Konflikte, etwa der türkisch-kurdische, nach Europa importiert. Verbunden mit einer starken ethnisch-religiösen Fragmentierung der Bevölkerungen in den Staaten Europas drohen permanente Bürgerkriege. Und in jenen europäischen Staaten, in denen sich eine moslemische Bevölkerungsmehrheit bildet, ist eine Diskriminierung, wenn nicht sogar Verfolgung sogenannter „Ungläubiger“, wie sie in vielen islamischen Ländern praktiziert wird, nicht auszuschließen. Möglich ist freilich auch, dass Sicherheit und Ordnung  von einer starken Hand mit diktatorischen Mitteln und drakonischen Strafen durchgesetzt werden.

Und selbst dort, wo die Verfassungen ihrem Wortlaut nach demokratische sind, wird von einer Herrschaft des Volkes nicht mehr viel zu sehen sein. Einerseits deshalb, weil ethnisch und/oder religiöse Einzelinteressen das Gesamtinteresse eines Volkes ersetzt haben werden, und andererseits, weil hinter den Kulissen mächtige Oligarchen, die ihre Wirtschaftsinteressen verwirklicht sehen wollen, die Fäden ziehen. Der Traum der deutschen Romantik von der Volksgemeinschaft wird endgültig ausgeträumt sein.

Somit stellt sich die Frage, wie die Lebensumstände der Angehörigen der verschiedenen autochthonen europäischen Rest-Ethnien aussehen werden. Am wahrscheinlichsten erscheint ein Rückzug auf kleine Gruppen, in Tribalismen, Religionsgemeinschaften oder Familienklans. Eine solche kleine Gruppe kann aber auch das Dritte Lager sein oder eine österreichische, deutsche oder französische „Community“ sein, ähnlich der heute von den Multikulti-Verfechtern so bewunderten „türkischen Community“. Was bleibt ist, in einem kleineren und überschaubaren Rahmen die eigene Kultur und Identität sowie ein demokratischen Leben zu bewahren. Aber das Abendland wird de facto untergegangen sein.