Die fetten Jahre sind vorbei

In diesen Tagen explodieren bei uns die Preise, und wir nehmen das, ohne groß zu murren, hin. Anderenorts nämlich, konkret wenige hundert Kilometer von uns entfernt, explodieren nämlich die Bomben, und verglichen damit sind wir nachgerade ganz gut dran.
Die Frage allerdings, warum diese Preisexplosionen gerade bei uns stattfinden, muss dann doch gestellt werden. Nur am Ausfall der russischen Gaslieferungen und die Getreideernte in der Ukraine steht gegenwärtig auch noch nicht an. Warum also stiegen die Lebensmittelpreise?
Nach Jahren, in denen es so schien, als würde das Geld auf den Bäumen wachsen – „koste es, was es wolle“, O-Ton Sebastian Kurz – ist jetzt plötzlich kein Geld mehr da, und von Seiten der Regierung hört man, eine Verminderung der Energiepreise von Benzin und Gas etwa durch den Verzicht des Staates auf die Mehrwertsteuer sei schlicht und einfach nicht finanzierbar. Bislang spielten die Milliarden allerdings keine Rolle, etwa wenn es darum ging, hunderte Millionen von Tests zu horrenden Preisen einigermaßen sinnlos zur Angstmache der Bevölkerung zu finanzieren oder wenn man mittels chaotischer Coronahilfsmaßnahmen Milliarden in den Sand setzte oder Impfstoffe aufkaufte, die man kurz vor dem Ablaufdatum an Balkanländer verschenkte.
Tatsache ist jedenfalls, dass wir mitten in einer horrenden Inflation mit massiven Teuerungen stehen, dass aber das Einkommen der Menschen im Lande in keiner Weise steigt. So können sich viele den Treibstoff für die Fahrt zur Arbeit und die Gasheizung zur Wärmung ihrer Wohnungen nicht mehr leisten. Und für all jene, die an der Armutsgrenze leben, für Kleinrentner etwa oder alleinerziehende Mütter, ist wohl schon der wöchentliche Lebensmitteleinkauf nur mehr mit gewissen Einschränkungen möglich. Tatsache ist jedenfalls, dass wir allesamt ärmer werden. Die Ersparnisse der Menschen schrumpfen, die Kaufkraft ihrer Gehälter und Pensionen ebenso. Und irgendwie wird die Regierung ihre vielen Milliarden, die sie in den letzten Jahren verpulvert hat, refinanzieren müssen. Mutmaßlich durch Steuererhöhungen und eben durch die Inflation, wobei Zinsen für Sparguthaben eben nicht mehr angehoben werden.
Wir alle, die Bürger und Steuerzahler also, bezahlen für die verfehlte Politik unserer Regierung, wir bezahlen aber auch im Kreise der EU für die schrankenlosen Schuldenmacher in den Mittelmeerländern der Union. Längst ist die Europäische Union ja zu eine Transfer- und Schuldenunion geworden und wir bezahlen US-amerikanische globale militärische Abenteuer, aber auch für die Expansion der NATO in Richtung Osten, die nicht zuletzt zum Ukrainekrieg geführt hat. Und natürlich bezahlen wir für die militärische Aggressivität von Putins Russ-
land, da die unheilvolle wirtschaftliche Entwicklung nunmehr erst durch Putins Krieg eskaliert ist.
Insgesamt dürfte uns allen nunmehr deutlich werden, dass die fetten Jahre vorbei sind. Die Jahre, in denen wir uns in der Illusion vom ewigen Frieden, von ewiger Freiheit und vom ewigen Wohlstand gewiegt haben.
Die nunmehr hoffentlich auslaufende Coronapandemie hat uns gezeigt, dass unsere Freiheit sehr rasch enden kann.
Der russische Angriffskrieg zeigt uns, dass unser Frieden sich nur allzu schnell in Luft auflösen kann.
Und die gegenwärtige massive Inflation führt uns vor Augen, wie fragil unser Wohlstand ist. Die fetten Jahre sind vorbei.

One Response to Die fetten Jahre sind vorbei

  1. Sepp Tschernitz sagt:

    Für diese Zustände gibt es allerdings klar nennbare Verantwortliche. Sie fuhrwerk(t)en in Österreich ebenso wie in Brüssel.
    Wie man diesen Herrschaft*Innen allerdings deren schäbiges Handwerk abstellen könnte, dafùr mangelt es leider an Willen und wirksamen Maßnahmen.
    Daher werden wir Österreicher weiter mit Vollgas Richtung Abgrund fahren und uns letzten Endes wohl sehenden Auges vernichten.
    Schade um dieses so wunderschöne Land, das mir schon viele Jahrzehnte Heimat war, ein Land, das für mich der Inbegriff für Freiheit war. Mir ist eng und Herz geworden, verantwortlich dafür sind eben all die Politiker, die mit den Bürgern Schindluder treiben.

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