Österreich wächst – durch Migration

Wir gehen auf die neun Millionen zu. Das Land hat seit dem vorigen Jahr um nahezu 50.000 Bewohner mehr. Warum? Ist auf einmal der Babyboom ausgebrochen? Nein, dieser Bevölkerungszuwachs ist größtenteils auf Zuwanderung, auf Migration zurückzuführen. Nun heißt es zwar, dass die Bundesdeutschen mit nahezu 200.000 Menschen den größten Ausländeranteil im Lande stellen würden, wir alle wissen aber, dass diese vom sozialen und kulturellen her kein Problem sind. Die gleiche Sprache und die gleiche Kultur bedingen eben absolut problemlose Integration. Die „Piefkes“, wie der österreichische Volksmund sagt, sind allenfalls ein bisschen besserwisserisch, „obergscheit“, aber ansonsten zweifellos ein positiver Faktor in unserer Gesellschaft und insbesondre im Wirtschaftsleben. Anders sieht es da mit anderen Zuwanderergruppen aus, die nicht nur unser Sozialsystem durch hohe Integrationskosten und überproportionale Arbeitslosigkeit belasten, sondern auch Konfl ikte aus ihren Heimatregionen nach Österreich importieren.
Die jüngsten Beispiele sind wohl der Tschetschenen-Mord und die türkisch-kurdischen Zusammenstöße in Wien-Favoriten.
Ganz abgesehen davon, ob es sich wirklich um einen politischen Auftragsmord handelte oder „nur“ um einen Mord im Zuge einer Blutrache oder eines ähnlichen Konfl ikts, ist natürlich völlig klar, dass der Mord an dem tschetschenischen Regimekritiker durch zwei Landsleute eine eindeutige Folge der Zuwanderung der letzten Jahre und Jahrzehnte darstellt. Wenn es beispielsweise in Kärnten mutmaßlich mehr Tschetschenen gibt als Angehörige der seit 1.500 Jahren im Land lebenden autochthonen slowenischen Volksgruppe, sagt dies einiges.
Und warum die Kriminalstatistik tschetschenischen Jugendlichen zum Teil erhöhte Gewaltbereitschaft attestiert, mag an der bürgerkriegsbedingten Traumatisierung aus dem Herkunftsland oder auch am Fehlen wirklicher Perspektiven im Gastland Österreich liegen. Diese erhöhte Gewaltbereitschaft bleibt jedenfalls eine Tatsache und sie gipfelte jüngst eben wieder in einem politischen oder auch privat motiviertenMord.
Auch der Konfl ikt zwischen türkischen Nationalisten und Kurden hat vielfältige historische, kulturelle und soziale Wurzeln. Und dass die Kurden diskriminiert sind, steht außer Zweifel.
Dies berechtigt allerdings in keiner Weise dazu, diesen Konflikt auf österreichischem Boden, konkret im alten Wiener Arbeiterviertel Favoriten, auszutragen. Der nächste Schritt wäre dann wohl, dass die syrischen Bürgerkriegsparteien ihre militärischen Fäden auf österreichischem Boden weiterführen oder dass kosovarische Familienclans Blutrache-Konfl ikte hierzulande austragen und schwarzafrikanische Stammesfehden ihre Fortsetzung in heimischen Asylantenheimen finden.
Diese bitteren Früchte der globalisierten Wanderungsbewegungen, deren Ziel allzu häufig Europa und somit auch Österreich ist, stellen zweifelsohne ein wachsendes Konfl iktpotenzial dar. Natürlich resultieren sie nur aus extremistischen Randbereichen der neo-österreichischen Wohnbevölkerung mit Migrationshintergrund und ein Pauschalurteil gegen alle Migranten samt und sonders verbietet sich. Dennoch sind diese Ereignisse ein Grund, weshalb wir uns über den aktuellen Bevölkerungszuwachs durch Zuwanderung in nur sehr beschränktem Maße freuen können.
Neben der stärksten Gruppe ausländischer Staatsbürger, den Bundesdeutschen nämlich mit nahezu 200.000 Menschen, sind die Rumänen mit 123.000 in Österreich lebenden Menschen die zweitstärkste Gruppe. Nach ihnen kommen 122.000 Serben und etwa 117.00 Türken. Mitgezählt sind da natürlich nicht jene Personen rumänischer, serbischer oder türkischer Herkunft, die bereits die österreichische Staatbürgerschaft haben.
Der sogenannte Migrationshintergrund wird nämlich von der Statistik Austria nicht wirklich ausgewiesen. Die Geburtenbilanz war in Österreich im Jahre 2019 zwar positiv, das heißt, es gab um nahezu 2.000 Geburten mehr als Sterbefälle, insgesamt ist aber die Zahl der Geburten mit rund 84.000 weiter zurückgegangen. Aber auch bei den Geburten dürfte die Anzahl der Neugeborenen aus Familien mit Migrationshintergrund überproportional hoch sein. Wenn gegenwärtig 52 Prozent der Kinder in Wiener Volksschulen eine nichtdeutsche Muttersprache haben, so dürfte sich diese Entwicklung durch die aktuelle Geburtensituation noch verstärken.
Es ist eine Tatsache, dass die Geburtenrate bei Frauen mit Migrationshintergrund gut um die Hälfte höher ist als jene von autochthonen Österreicherinnen. Österreich wächst also weiter – durch Zuwanderer und Menschen mit Migrationshintergrund. Die Anzahl der autochthonen Österreichern geht hingegen zurück.

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