Im Kampf um die Zukunftsthemen

Europaweit lässt sich dieser Tage der Niedergang der Sozialdemokratie konstatieren. Der Zustand der bundesdeutschen SPD, ebenso jener der österreichischen SPÖ, zeigt dies wohl am deutlichsten. Beide Parteien, die über nahezu über 150 Jahre an der Spitze der Arbeiterbewegung standen, krebsen in unseren Tagen in Umfragen bei rund 20 Prozent herum. Und sie sind weit davon entfernt, noch Volksparteien im wahrsten Sinne des Wortes zu sein. Eher schon vertreten sie gewerkschaftliche Restbestände im Bereich von sozialdemokratischen Nostalgikern, Pensionisten und Rentnern eben.
Auch der Niedergang der Sozialdemokratie in südlichen Ländern, wie in Griechenland, wo der ultralinke Tsipras dieser Tage abgewählt wurde, oder in Italien bestätigt dieses Phänomen. Dies ändert allerdings nichts daran, dass die Linke nach wie vor die kulturelle Hegemonie quer durch Europa innehat. Zum einen, weil im zivilgesellschaftlichen Bereich eben nahezu alles links orientiert ist und insbesondere die Medien diese Hegemonie tragen, zum anderen, weil es ja bekanntlich zu einer Art Sozialdemokratisierung vormalig christlichsozialer Parteien wie etwa der CDU gekommen ist. Überdies entspricht dem Niedergang der Sozialdemokratie der Höhenflug der Grünen-Bewegungen. Wiewohl die weitgehend schweigende Mehrheit in den meisten europäischen Ländern, insbesondere in Deutschland und in Österreich, eher wertkonservativ bis rechts eingestellt sein dürfte, funktioniert das linke Lager wie kommunizierende Gefäße: Wenn die Sozialdemokratie schwächelt, werden die Grünen gestärkt.
Wenn dann eine medial dramatisch hochgesteigerte Hysterie um Phänomene wie den Klimawandel  dazukommt, scheint dieser Höhenflug der Grünen kaum aufzuhalten zu sein. Demgemäß fabulieren die Mainstream-Medien schon von einem Vizekanzler Kogler – dem Chef der österreichischen Grünen in Wien – oder einem Bundeskanzler Habeck in Berlin. Das dürfte zwar Wunschdenken bleiben, tatsächlich aber dürften die österreichischen Grünen, die erst vor zwei Jahren schmählich gescheitert sind, ins Parlament zurückkehren und tatsächlich scheint in der Bundesrepublik Deutschland der grüne Vormarsch nicht zu bremsen zu sein.
Jenseits parteitaktischer Überlegungen allerdings gilt zweifellos, dass der strategische Kampf um die großen Zukunftsthemen auch das Schicksal der politischen Parteien und die künftigen Strukturen der politischen Landschaft im deutschsprachigen Mitteleuropa bestimmen wird. Gegenwärtig ist es der Klimawandel, der zur „Klimakrise“ medial hochstilisiert wird, der die Debatte beherrscht. So wie es in Österreich bei den Parlamentswahlen vor zwei Jahren die Migrations- und Integrationsproblematik war, die die politische Debatte beherrschte, ist es nun die sogenannte „Klimakrise“.
Wenn nun patriotische Bewegungen, wie etwa die Freiheitlichen in Österreich oder die AfD in Deutschland, diese Thematik vollständig der Linken bzw. den Grünen überlassen, wäre dies nicht nur taktisch, sondern auch vom Prinzipiellen her höchst unklug. Zweifellos bleiben die Zuwanderungsproblematik und die innere Sicherheit weiterhin zentrale Themen – insbesondere für die Rechte. Klar muss allerdings auch sein, dass Klimaschutz Heimatschutz betrifft. Und Heimatschutz ist eine genuin-rechte und patriotische Aufgabe. Der sprichwörtliche Mythos vom „Deutschen Wald“, das Streben nach naturnahem und gesundem Leben, das Beschränken auf die eigenen Ressourcen, das Bemühen um Selbstversorgung, ja sogar um Autarkie im eigenen Ernährungsbereich, waren nationale wertkonservative Themen; sie sollten es wieder werden! Und als großes zentrales Zukunftsthema der patriotischen Rechten über den Schutz der eigenen heimatlichen Umwelt – inkludiert natürlich auch das eigene heimatliche Klima – den globalen Natur-, Umwelt- und Klimaschutz unterstützen. Dieses Zukunftsthema darf man nicht der spätmarxistischen Linken überlassen.

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One Response to Im Kampf um die Zukunftsthemen

  1. Bernard Doerner sagt:

    Sehr geehrter Herr Moelzer

    Ihre ruhige und sachliche Argumentation überzeugt. Für mich sind Sie bei Fellner live die Nummer eins, weit vor Fellner selbst.

    Ihr Artikel ist gut, allerdings kann ich mit Klimaschutz nichts anfangen. Wie kann ich etwas schützen, was jenseits von meiner Kontrolle und Einfluß besteht ?

    Klimawandel gibt es seit hunderten von Millionen Jahren und das tägliche CO2 Geschwafel geht einem schon stark auf die Nerven.

    Umweltschutz und Tierschutz sind anzustreben wenn wir unserer
    Verantwortung als guter Mensch gerecht werden wollen.

    Am Wochenenden hatte ich Fellner eingeschaltet. Westenthaler war Gast. Beide, Westenthaler and Fellner, haben Frau von der Leyen als absoluten Politischen Profi bezeichnet und sie als positiv für Europa dargestellt.

    Da will man dem deutschen linksgrünen Propaganda Einerlei des ZDF und der ARD entgehen, flieht nach dem schönen Österreich und bekommt solch einen Mist serviert.

    Sprachlos.

    Die unfähige Dame, die sämtliche Ministerien, die sie angeführt hat, an die Wand fuhr, die sie in Deutschland niemandem mehr, nicht mal Erzkonservativen, empfehlen konnten, ist also Polit Profi.

    Nichts funktioniert mehr im deutschen Verteidigungsministerium, nicht mal ihr eigener Flieger. Das einzige, was rennt, ist das Konto von dem ihr sehr verbundenen McKinsey und ihre perverse Anti Russland Propaganda.

    Einen Untersuchungsausschuss, in dem es um hunderte von Millionen geht, hat sie an der Backe. Aber Fellner, der sich jeden Tag über den korrupten Strache aufregt, findet sie gut.

    Sie war, wie jetzt gerade am Sonntag beim CHIO Aachen bestätigt, auf dem Weg aus der Politik in die Pferdewelt. Arme Pferde, aber positiv für die Menschheit.

    Flüchtlinge und Klimawandel sind also die bestimmenden Themen im österreichischen Wahlkampf.

    Das Thema Flüchtling könnte über Nacht gelöst werden, wenn ein deutscher Bundeskanzler , Entschuldigung Bundeskanzlerin, einen einzigen Satz aussprechen würde: Wir sind übervoll und nehmen niemanden mehr auf.

    Wer auch immer mit dem blödsinnigen Argument daherkommt, man brauche Zuwanderung aus demographischen Gründen, soll man nach Japan gehen und arbeiten, so wie ich das unter anderem tat.

    Schwachsinn.

    Klimawandel ist da und war schon immer da. Auch die total verblödeten Grünen werden ihn nicht aufhalten.

    Wen Sie, Herr Moelzer, sehen würden, wie diese Sippschaft junge Schulkinder aufhetzen und in widerlichster Weise politisch missbrauchen, würden Sie nicht mehr von Links-Marxisten reden.

    Das ist deutscher Links- Faschismus, der wieder erstarkt ist und vor dem mich mein Vater immer gewarnt hat.

    Adolf, der Verrückte, hat auch links angefangen.

    Meine Freunde und ehemaligen Arbeitskollegen in den USA und Kanada machen sich keine Sorgen um Flüchtlinge und den Klimawandel.

    Die machen sich Sorgen um die Zentralbanken, die Banken selbst, um die Deutsche Bank. Um die Wirtschaft, auch die österreichische Wirtschaft.

    Scheint den Fellner nicht zu jucken. Seine Wirtschaft läuft ja. Er ist ja überparteilich und bestens informiert.

    Herr Moelzer, wollen Sie mit der FPÖ wirklich in eine neue Regierung ?

    Wenn meine Freunde und Bekannten mit ihrern düsteren Prognosen über die Finanzwelt und die Wirtschaft richtig liegen, fliegt uns der Europäische Laden innerhalb der nächsten Jahre wirtschaftlich und finanziell um die Ohren.

    Kurz hat sie in brutaler, eben politischer, Art abserviert.

    Lassen sie ihn mit seinen geliebten Grünen in den Abgrund reiten.

    Dann sind sie in einer viel besseren Position als jetzt. Politisch.

    Als Mensch kann ich die einstmals liebenswerten Österreicher und mich selber nur bedauern.

    Grüsse aus Deutschland

    Alles Gute

    Bernard Doerner

    P.S.

    Bin nicht Mitglied einer Partei, war es auch nie.

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