Aus den Medien, aus dem Sinn

Ist Alaba in Form oder doch nur ein zweitklassiger Ball-Hiwi, der ohne Ribery nicht in der Lage ist, effektiv zu spielen? Hat Arnautovic ein Haarteil oder ist seine Unsympathler-Frisur tatsächlich aus echtem Eigenhaar? Und Almer, ist er der weitaus beste Torhüter der Welt, weit besser als der Deutsche Neuer und der Italiener Buffon? Fragen über Fragen, die die Nation beschäftigen und die Spalten der Gazetten füllen. Angesichts solch epochaler Bedeutsamkeiten tritt alles andere in den Hintergrund: Sogar die Wahlanfechtung und die Frage, ob die Bundespräsidentenstichwahl wiederholt werden muss. Oder der müde Start des neuen, als Pseudo-Messias gefeierten Bundeskanzlers Christian Kern und die damit verbundene drohende Gefahr von Neuwahlen auch für das Parlament. Und in den Hintergrund treten auch ungelöste Großprobleme wie die Massenmigration oder die Euro- und Staatsschuldenkrise. Letztere, die noch vor Jahr und Tag den weltweiten politischen Diskurs im Zusammenhang mit Griechenland dominierte, scheint überhaupt schon in Vergessenheit geraten zu sein. Ist der Euro noch in der Krise? Braucht Griechenland noch Hilfsmilliarden? Kauft die Europäische Zentralbank noch Staatsanleihen für Milliarden auf?
Banker und Wirtschaftspolitiker werden es schon wissen, aber sie hüten sich offenbar wohlweislich, die Dinge stärker zu thematisieren, denn aus den Medien heißt aus dem Sinn. Dann braucht man die Probleme offenbar nicht mehr wirklich lösen. Dann kann man stattdessen weiter an den langfristigen Zielen der europäischen Gleichschaltung arbeiten, dann muss man nirgendwo den Retourgang einlegen. Und statt die Eurozone zu sanieren, kann man jenes zur Gemeinschaftswährung fl ankierende Projekt weiter treiben, welches offenbar den Drahtziehern im Hintergrund aus verschiedensten Gründen auch wichtig ist: Die Abschaffung des Bargeldes nämlich.
Die großen Euroscheine, der Fünfhunderter etwa – den Zweihunderter gibt es ohnedies kaum real – werden nunmehr tatsächlich aus dem Verkehr gezogen, angeblich um Geldwäsche zu verhindern. Und mittelfristig werden wir wohl alle gezwungen werden, auf Plastikgeld umzusteigen. Damit sind wir in noch höherem Maße kontrollierbar, manipulierbar, lenkbar und ziemlich hilfl ose Manövriermasse für die Mächtigen. Eine schöne neue Welt soll das werden, mit neuen Menschen und neuen Werten. Dabei muss man sich schon die Frage stellen, wer das alles plant. Ist es wirklich nur der einfältige Herr Timmermans und der weinselige Herr Junckers?

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