Ersatz-Kriege

Ohne Kampf und Gewalt, ja ohne Kriege scheinen die Menschen nicht auskommen zu können. Wenn es in unseren westlichen Demokratien in Europa und Nordamerika keine wirklichen Krieg gibt, dann scheinen „Ersatz-Kriege“ dieses Bedürfnis befriedigen zu müssen. Da sind es Amokläufer in den USA, wie jüngst ein US-Afghane, der dieser Tage in einem Schwulenklub einen Massenmord verübte. Oder es sind islamistische Mordkommandos, die den Krieg des Islamischen Staates nach Europa tragen. Dann wieder linksextremistische Anarchos, die sich als organisierte Straßenkämpfer – wie zuletzt in Wien anlässlich der Demonstration der Identitären – gewalttätig gegen Polizei und böse Rechte ins Getümmel werfen. Oder es sind nur Hooligans wie zuletzt in Marseille, als britische und französische Fußballfans aufeinander eindroschen.

Homo homini lupus, der Mensch ist des Menschen Wolf. Ersatz-Kriege und Gewaltexzesse allerorten, und dass in einer ach so aufgeklärten und fortschrittlichen Welt, die mittels Political Correctness und Völkerrecht alle Konflikte und jegliche Gewalttätigkeit unmöglich machen will.

Dabei ist zunehmend das Gegenteil der Fall: Gerade durch die unkontrollierte Massenzuwanderung aus Kriegs- und Krisengebieten importieren wir zehntausende Menschen mit archaischer Gewaltbereitschaft und fundamentalistischen, intoleranten Grundhaltungen. Der US-Afghane mit seinem Sturmgewehr, die eingeschmuggeltem IS-Terroristen in den Flüchtlingsheimen und die brutalisierten arbeitslosen Jugendlichen in den Banlieues von Paris, sie alle haben ein Verhältnis zum Rechtsstaat und zur Gewalt, dass sich mit aufgeklärtem europäischen Denken nicht vereinbaren lässt. Leider gilt das gleiche auch für linksextremistische Anarchos und brutalisierte Primitiv-Hooligans.

Hass und Gewalt drohen ins Herz unserer Gesellschaften einzudringen. Also was tun dagegen? Das Gespräch unter Gegnern wird nottun. Wenn aber die politische korrekte Linke stets gegen den bösen Rechtsextremismus hetzt, ist dies allerdings unmöglich. Wenn man fundamentalistischen Islamismus nach Europa importiert, wird das auch kaum möglich sein. Die Errungenschaften des Humanismus und der Aufklärung, dass nämlich jede religiöse Orientierung und auch politisch-ideologische Anschauungen zu tolerieren ist, muss in Europa erhalten werden. Erst auf der Basis eines solchen kulturellen und politischen Ausgleiches wird man auch die Gewaltexzesse bekämpfen können. Terrorismus und Intoleranz und gewalttätiger, religiöser Fanatismus sind allgemein ebenso zu stigmatisieren wie die dumpfe Gewaltbereitschaft von Hooligans. Das Völker verbindende Fest des Sports ist kein Ersatz-Krieg, der für den Ersatz-Patriotismus der Fußballfans geführt werden kann. Das muss klar sein.

2 Antworten zu Ersatz-Kriege

  1. felixaustria03 sagt:

    Mir fällt zunächst nur ein, daß diese Ersatzkriege immer noch humaner sind als richtige Kriege, natürlich nur ein schwacher Trost.
    Da die Situaton hier in „Deidschlond draußd“ fast identisch ist mit der bei euch, möchte man von einer gewissen Trostlosigkeit sprechen, wenn es um das Erwarten einer Lösung geht. Seit Jahrzehnten hoffen „rechte“ Menschen auf eine Erneuerung, auf ein Aufbrechen der schrecklichen Gehirnwäsche im Sinne einer
    nützlichen Kontamination mit physiologischen Keimen, wie sie auch ein Darm benötigt. Wird das je eintreten?
    Täglich, wenn ich als Rentner allüberall mit Mitmenschen diskutiere, sie provoziere sich zu politischem Bewußtsein zu bekennen, habe ich seit dieser Einwanderungskatastrophe ein wenig Hoffnung geschöpft, daß sich etwas ändert. Die endlich höheren Wahlergebnisse für eine neue Partei tun ein Übriges, es keimt „a bisserl Hoffnung auf“, die Zustimmungen der Mitmenschen werden ein wenig häufiger! Wie klang es bei der Altistin Zarah L.
    in den Vierzigern: „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn“

  2. Wicca343 sagt:

    Der Anschlag von Leeds zeigt, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Es ist doch interessant, dass das Vereinigte Königreich und Frankreich besonders im Fokus der Terroristen stehen. Das Vereinigte Königreich war z. B. im Afghanistankrieg Hauptverbündeter der USA. Und die Franzosen haben u. a. Millionen Nordafrikaner ins Land gelassen. Es wird höchste Zeit, dass die europäischen Staaten ihre Souveränität zurückgewinnen. Ein Brexit kann ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg sein. Zudem braucht Europa eine neue Religion. Nämlich eine Mischung aus Christentum und Wicca. Neben dem Glauben ist wichtig, dass immer mehr Menschen durch luzide Träume Gott näher kommen.

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