Die „zornigen“ jungen Männer und Facebook

Überlegungen zur Zivil-Invasion

Die Nahost-Expertin Karin Kneissl war es, die vor mehreren Jahren formuliert hatte, dass die sogenannte Arabellion ein Aufstand der „zornigen jungen Männer“ im Nahen Osten und in Nordafrika sei. Nun führt sie diesen Gedanken fort, indem sie uns erklärt „die zornigen jungen Männer haben nun Europa erreicht“. Sie seien es, die die Masse der Zuwanderer der letzten Monate bilden. Und sie seien es auch, die für Gewaltexzesse wie etwa jüngst am Silvesterabend in Köln verantwortlich wären. Zornige junge Männer, geprägt von muslimischen Gesellschaften mit entsprechender Frauenverachtung, traumatisiert vom Krieg und Flucht, entsprechend gewaltbereit und außerdem allzu häufig getrieben vom gewaltigen Hormonstau.
Und dann kommt da noch etwas dazu, was Karin Kneissl auch entsprechend kritisch anmerkte: Schon die „Arabellion“ der vergangenen Jahre und erst recht die Zuwanderungswelle, die wahrlich an eine Völkerwanderung erinnert, wird getrieben und organisiert von exzessiver und gezielter Smartphone-Kommunikation.
Über die sogenannten Sozialen Medien hätten sich diese zornigen jungen Männer zwischen Tunesien und Ägypten, zwischen Syrien und Libyen zu ihren Protestaktionen organisiert. Nunmehr tun sie es, angekommen als Migranten in Europa, für das euphemistisch „Antanzen“ genannte Kesseltreiben gegen europäische Frauen.
Dass es in der arabischen Welt, darüber hinaus im gesamten muslimischen Bereich, aber auch am indischen Subkontinent und im chinesischen Kosmos einen gewaltigen Männerüberschuss gibt, ist bekannt. Die chinesische „Ein-Kind-Politik“, die hinduistische Frauenverachtung, sie führen dazu, dass es ein Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern gibt, ein Ungleichgewicht, das eben in der muslimischen Welt auch existiert. Einer gewaltigen und wachsenden Anzahl junger Männer stehen immer weniger Frauen gegenüber, und in der arabischen Welt ist die Eheschließung außerdem für verarmte Bevölkerungsschichten wirtschaftlich kaum finanzierbar.
Ein freier und entspannter Umgang zwischen den Geschlechtern ist in solchen Gesellschaften nicht nur wegen der immanenten Frauenverachtung, sondern eben wegen des Frauenmangels und der Unmöglichkeit, die Libido junger Männer auszuleben, kaum möglich. Sexuelle Übergriffe und sexuell motiviert Gewalttätigkeit, die aufgrund der soziokulturellen Traditionen in weiten Bereichen gar noch als Kavaliersdelikte gelten, sind die nahezu zwangsläufige Folge. Und derlei Verhaltensweisen und Mentalitäten wurden nunmehr hunderttausendfach nach Mitteleuropa importiert.
Der Begriff der „zornigen jungen Männer“ bezieht sich auf die allgemeine Hoffnungslosigkeit breiter Massen von jungen Männern, die weder bildungsmäßig noch beruflich Perspektiven haben, sehr wohl aber haben sie alle Zugang zu Internet und Fernsehen, und über Smartphone und W-LANInternet die ständige Verfügbarkeit der Bilder von Gesellschaften, in denen für sie mutmaßlich Milch und Honig fließen, also des Westens Europas und Nordamerikas. Die Welt des großen Geldes, der hedonistischen Befriedigung aller Bedürfnisse und der ohne Probleme ständig abrufbaren Sexualität, angeboten in massenhaft verfügbarer Internetpornographie, prägen für diese zornigen, jungen Männer das Wunschbild einer Gesellschaft und einer Lebensplanung, der sie sich zuerst durch die Revolte in den eigenen Ländern und nach deren Scheitern durch den Exodus nach Europa eingliedern wollen.
Dabei gehört es zu den großen Rätseln, wie sich diese zornigen, jungen Männer die sündteuren Smartphones, die teuren Internetanbieter und mehr finanzieren und leisten können. Dies ist für die Jugendlichen in den europäischen Wohlstandsgesellschaften schwierig und kostenintensiv. Für die Migranten modernen Zuschnitts scheint es zu den Verpflichtungen der Gast-Gesellschaften zu gehören, all dies kostenfrei zur Verfügung zu stellen, so wie die Transportmittel für die Einreise, die Unterkünfte und die finanzielle Grundversorgung.
Wenn sich dieses Anspruchsdenken dann enttäuscht sieht, wenn Mutti Merkel doch nicht in der Lage ist, Haus, Auto, Handy und Frauen – so wie für die Engagierteren vielleicht auch Arbeit – zur Verfügung zu stellen, dann wird auch der kollektive Frust dieser zornigen jungen Männer über das Smartphone vergemeinschaftet. Und allenfalls wie zuletzt zu Silvester in Köln und anderen mitteleuropäischen Großstädten auch zur Organisation des kollektiven Gewaltexzesses, zur Organisation von Vermögensdelikten und der gewaltsamen sexuellen Triebbefriedigung genützt.
Die zornigen jungen Männer, geprägt in verarmten und krisengeschüttelten muslimischen Gesellschaften, die nunmehr in Europa, insbesondere in Deutschland, Österreich, aber auch in den Niederlanden und in Schweden angekommen sind und von denen – wenn sich das europäische Politikversagen fortsetzt – möglicherweise noch Millionen kommen werden, sie bilden das zentrale soziale Konfliktpotential der kommenden Jahrzehnte. Ihre Integration in das gesellschaftliche Gefüge der Gastländer, insbesondere den Arbeitsmarkt, wird nur sehr schleppend, wenn überhaupt möglich sein. Eine soziale und kulturelle Anpassung in das Wertgefüge der mitteleuropäischen Gesellschaften wird genausowenig stattfinden. Und die dauerhafte Alimentation eines derart großen Zuwanderungs-Prekariats wird in den krisengeschüttelten Volkswirtschaften auch nicht möglich sein. Aus dieser Faktenlage ergibt sich zwangsweise ein Anwachsen der Frustrationsgefühle dieser zornigen jungen Männer.
Allzumal in einer Gesellschaft, in der sie ständig auch Wohlstand, Ordnung und eine libertäre Lebensweise vor Augen haben. Eine von ihnen dauerhaft empfundene gesamtgesellschaftliche Benachteiligung und Chancenlosigkeit wird aus dieser breiten Schicht der zugewanderten zornigen jungen Männer eine soziale Bombe machen, das steht außer Frage.

Ungleiche Verteilung

Eigentlich ist die Geschlechterverteilung sehr ausgeglichen. Das primäre Geschlechtsverhältnis, also das Geschlechtsverhältnis bei der Befruchtung liegt beim Menschen bei ca. 1,3 männlich zu 1,0 weiblich. Weil aber männliche Embyonen und Föten eher absterben als weibliche, liegt das sekundäre Geschlechterverhältnis, das ist jenes bei der Geburt, beim Menschen bei ca. 1,05 männlich zu 1,0 weiblich.
In manchen Ländern, insbesondere in Indien oder China, findet durch gezielte Abtreibungen weiblicher Föten eine geschlechtsselektive Geburtenverhinderung statt. So kommen in China 1.133 neugeborene Buben auf 1.000 Mädchen, bei bei Kindern unter 15 sind es sogar 1.170 Jungen auf 1.000 Mädchen. Ebenfalls stark ungleich ist das Geschlechterverhältnis in Ländern der arabischen Welt. In Katar kommen 1,87 Männer auf eine Frau, in Bahrain 1,52 Männer auf eine Frau und in den Vereinigten Arabischen Emiraten 1,43 Männer auf eine Frau. Grund dafür ist die hohe Zahl von Gastarbeitern, die betreffenden Länder lassen nur Männer ohne ihre Familien ins Land.
In Deutschland und Österreich gab es kriegsbedingt in der Nachkriegszeit einen hohen Frauenüberschuß. So ergab in Österreich die Volkszählung 1951 eine Geschlechterproportion von 866 Männern auf 1.000 Frauen.

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