Für Waffen ist genug Geld da

Griechenland will mit der Europäischen Union die bestehenden Kreditverträge neu verhandeln. Kein Wunder, steht doch das Land am Rande des Staatsbankrotts und das Gesundheitssystem droht zusammenzubrechen. Ob die Griechen aber wirklich arm wie Kirchenmäuse sind, ist indessen zu bezweifeln, weil das Militär hochgerüstet werden soll. Wie aus gut informierten Kreisen zu erfahren ist, hat Athen im Juni von den USA im großen Stil Rüstungsgüter gekauft, darunter 400 Abrams Kampfpanzer, 700 Stück M113 Mannschaftstransportpanzer Bradley und zehn Black Hawk Hubschrauber.

Bereits in der Vergangenheit zeigte sich Hellas alles andere aus knausrig, als es um die Verteidigungsausgaben ging. Denn diese betrugen laut einem Bericht der OECD aus dem Jahre 2010 stolze 4,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, während der OECD-Schnitt bei 1,7 Prozent lag. Grund des hohen Militäretats ist der Konflikt mit der Türkei, die ebenfalls hohe Summen für ihre Streitkräfte aufwendet. Trotzdem besteht bei den jüngsten Rüstungseinkäufen hoher Aufklärungsbedarf. Schließlich geht es hier um Milliarden an Steuergeldern, die nach Athen fließen. Wenn diese für den Ankauf von sündteuren Panzern und anderem Militärgerät ausgegeben werden, dann ist das einfach untragbar.

Untersuchungswürdig ist auch die Rolle der USA bei dem Rüstungsgeschäft mit Griechenland. Denn es gibt genug Hinweise, daß Washington die Panzer und Hubschrauber, die nach dem Abzug aus dem Irak nicht mehr benötigt werden, offenbar günstig loswerden, weil dies billiger wäre als der Transport in die Vereinigten Staaten. Darüber hinaus ist aber auch die berechtigte Frage stellen, warum Griechenland, wenn es schon Waffen kauft, dies nicht bei europäischen Staaten tut, sondern in den USA auf Einkaufstour geht. Solidarisch ist das Verhalten der Griechen gegenüber den Geberländern jedenfalls nicht.

3 Antworten zu Für Waffen ist genug Geld da

  1. Bloody Mary sagt:

    Die Griechen haben schon genug bei der EU eingekauft. Gebrauchte Kontainerschiffe von den Deutschen und Kriegsschiffe von den Franzosen. Jetzt kommen halt die Amis zum Zug,solange unser Geld, derzeit 30Mrd, reicht. 😀

  2. Bloody Mary sagt:

    Übrigens würde ich diese Artikel gerne via E-mail meinem Bruder nach USA schicken.Leider hat man hier nur Twitter und Facebook. Unzensuriert hat diese Möglichkeit auch gelöscht. Schade! 😳

  3. Bloody Mary sagt:

    Strichfilosof. Ich habe schon mehrmals Leserbriefe in der Krone untergebracht, wo ich den Millionen Lesern mitteile, was mit unserem Geld in Griechenland passiert. Jetzt versuche ich es wieder mit dem Waffenkauf. Aber die Österreicher kann man nicht aufwecken. Auch nicht mit dem Spruch von Sartre: Wer seine Augen nicht zum Sehen gebraucht, wird sie zum Weinen brauchen. Und Voltaire: Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf!
    Die Europäer sind hoffnungslose politische Analphabeten. Leider. 👿

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