Auf Kärnten darf man hinhauen – oder?

Was Griechenland für die EU das sei Kärnten für Österreich, hört man immer wieder insbesondere aus dem Munde von Mainstream-Journalisten. Die Hypo-Alpe-Adria sei ein Fass ohne Boden genauso wie die Griechenland-Entschuldung, ist die Politik des südlichen Bundeslandes ebenso chaotisch wie jene des EU-Südstaates.

So weit so polemisch. Indessen wissen wir nämlich längst, dass die Kärntner Hypo kein Ausnahmefall ist. Die Volksbanken und die Kommunalkredit kosten uns zweifellos mindestens genauso viel und um die niederösterreichische Hypo, die in ähnliche Machenschaften verstrickt sein soll, ist es verdächtig still geworden. Und was schließlich die Politik des Landes betrifft, so weiß der gelernte Österreicher ganz genau, dass diese deswegen attackiert wird, weil sie außerhalb jenes schwarz-roten Machtkartells steht, welches die übrigen Bundesländer beherrscht. Speziell seit sich die Kärntner Freiheitlichen von der orangen Truppe abgewandt haben und wieder in die blaue Heimat zurückgekehrt sind, stehen sie wieder im Mittelpunkt der politisch medialen Kritik des Establishments.

Gewiss, früher waren es die Ideen des schillernden Ausnahmepolitikers Jörg Haider, die Kärnten immer wieder in den Fokus des öffentlichen Interesses gestellt haben. Heute stehen mit dem Landeshauptmann Gerhard Dörfler, mit dem FPK-Obmann Uwe Scheuch und seinem Bruder, dem Klubobmann Kurt Scheuch, mit den beiden jungen Regierungsmitgliedern Christian Ragger und Harald Dobernig Persönlichkeiten an der Spitze des Landes, die vielleicht weniger aufsehenerregend agieren als seinerzeit der Bärentaler, die aber längst bewiesen haben, dass sie mit solider Sacharbeit und entsprechenden Ideen gepaart mit Durchsetzungsfähigkeit absolut sinnvoll und zukunftsfähig für das Land zu arbeiten vermögen. Und – und das ist natürlich für das politisch mediale Establishment besonders bedenklich – sie zeigen letztlich exemplarisch, dass Freiheitliche auch regierungsfähig sind.

Gerade in Zeiten, in denen die freiheitliche Opposition unter Heinz Christian Strache bundesweit in den Umfragen immer stärker wird und die herrschende schwarz-rote Koalition zunehmend abwirtschaftet, ist es ja das letzte Argument der etablierten Meinungsmacher, dass trotz allem diese Freiheitlichen nicht regierungsfähig seien. Kärnten beweist das Gegenteil. Und selbst mit brutalen politisch-medialen Attacken, mit persönlichen Diffamierungen und mit den permanenten Versuchen, freiheitliche Spitzenrepräsentanten zu kriminalisieren, kann und kann man nicht beweisen, dass dies nicht so sei.

Des Landeshauptmannes Einschwenken auf eine konsensuale Lösung der Ortstafelproblematik, sein Infrastruktur-politisches Agieren in Sachen baltisch-adriatische Achse, die jugendpolitischen Initiativen eines Uwe Scheuch, die Schaffung des modernsten Krankenhauskomplexes unter der politischen Aufsicht eines Kurt Scheuch, die sozialpolitischen Initiativen Christian Raggers und – um ein Beispiel zu nennen – die an der Volkskultur orientiere Kulturpolitik Dobernigs lassen erahnen, welchen Stil freiheitliche Regierungspolitik auf Bundesebene haben könnte. Das permanente mediale Kärnten-Bashing mag zwar den einen oder andere politischen Beobachter irritieren, auf Dauer wird es aber den Erfolg dieses Kärntner politischen Weges nicht verhindern können.

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3 Responses to Auf Kärnten darf man hinhauen – oder?

  1. Bloody Mary sagt:

    Regierungsfähig? Was ist das denn? Hat s in Österreich schon lange nicht mehr gegeben. 😳

  2. O. S. Wald sagt:

    Wenn man sich die Bundesregierung anschaut, muß man eher zu dem Schluß kommen, daß es Rot und Schwarz der Regierungsfähigkeit mangelt.Was Kärnten betrifft, ist zu bedenken, daß es für die Freiheitichen aufgrund der Altlasten der jahrzehntelangen sozialistischen Altlasten nicht immer einfach war.

    Und was die Skandale betrifft: In den 80er Jahren hat die Kärntner SPÖ mit dem Zellstoffwerk Magdalen 1,2 Milliarden Schilling an Steuergeldern in den Sand gesetzt!

  3. cfe sagt:

    Würde man den Griechen heute sämtliche Schulden erlassen, bräuchten sie morgen schon wieder Geld. Warum? Weil sie mehr verbrauchen als sie produzieren, also mehr importieren als exportieren. Im Gegensatz dazu hat Kärnten einen Außenhandelsüberschuss was die Industrieproduktion betrifft. (ich glaube so ca. 1 Mrd. Euro) Daher entbehrt der Vergleich Griechenland/Kärnten jeglicher Grundlage. Dass das linke Spinner nicht begreifen, ist wohl auf ihre völlige Unkenntnis einfachster wirtschaftlicher Zusammenhänge zurückzuführen. cfe

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