Papandreous Rücktritt allein kann Probleme nicht lösen

Der Rücktritt des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou wird weder an der Krise in Griechenland noch an jener der gesamten Euro-Zone etwas ändern können. Wenn nun Papandreou zurücktritt, mag das schön und gut sein. Aber man darf nicht vergessen, dass er ein Repräsentant eben jenes politischen Establishments ist, das für das gesamte Desaster verantwortlich ist.

Daher wird es mit dem Austausch von Köpfen in der griechischen Regierung nicht getan sein. Wenn die gegenwärtigen Probleme nachhaltig und umfassend gelöst werden sollen, dann bleibt nur der Austritt Athens aus der Währungsunion und die Rückkehr zur Drachme. Denn nur mit einer eigenen nationalen Währung, die bei Bedarf abgewertet werden kann, werden die Griechen wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen.

Weiters darf man die wachsenden Schwierigkeiten Italiens nicht aus den Augen verlieren. Sollte auch Italien in die Zahlungsunfähigkeit abrutschen, dann würde dies die griechische Tragödie bei weitem in den Schatten stellen. Anstatt Pläne zu wälzen, wie auf die Goldreserven der deutschen Bundesbank oder vielleicht auch der österreichischen Nationalbank zurückgegriffen werden kann, muss ein kerneuropäischer Hartwährungsverbund gegründet werden um den vielleicht noch kommenden Problemen Herr zu werden.

3 Antworten zu Papandreous Rücktritt allein kann Probleme nicht lösen

  1. Bertha sagt:

    Ich bin zwar der Meinung, dass man sich innerhalb einer Gemeinschaft wie der EU, gegenseitig helfen muss wenn einer am Boden liegt, aber auch diese Hilfe kann nicht grenzenlos sein. Die Mitgliedsstaaten der EU haben ihr bestes getan. Nun liegt es an Griechenland den Egoismus über Bord zu werfen und die Konsequenzen zu ziehen, bevor sie die Gemeinschaft mit in den Abgrund zieht.

  2. Bloody Mary sagt:

    BRAVO, Waltraud Kupf, 100% Zustimmung. Leider sind unsere Politnieten zu keinem konstruktiven Entschluß imstande. Sie schauen nach Brüssel und erhalten von dort ihre Aufträge. :mrgreen:

  3. jetztredi sagt:

    „ein kerneuropäischer Hartwährungsverbund“ sehe ich nicht – auch nicht mittelfristig – als Ziel an. Ziel hat und muß die Rückgewinnung all unserer Freiheitsrechte und einer vollkommenen Souveränität sein. Und dazu gehört eindeutig auch eine eigenständige Währungspolitik mit eigener nationalstaatlicher (souveräner) Währung.

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