Portugals Finanzdesaster zeigt Scheitern der Währungsunion

Als ob es noch eines Beweises für das Scheitern der europäischen Währungsunion gebraucht hätte, hat nun Portugal EU-Finanzhilfe beantragt. Nach Griechenland und Irland ist Portugal der dritte Euro-Staat, der diese fragwürdige Form von europäischer Solidarität beansprucht. Und leider ist zu befürchten, dass Portugal nicht das letzte Land der Eurozone sein wird, das unter den sogenannten Euro-Rettungsschirm schlüpft. Der Euro ist also alles andere als jene stabile Währung, wie sie von EU-Fanatikern versprochen worden war. Die Währungsunion funktioniert in ihrer derzeitigen Form schlichtweg nicht.

Dabei möchte ich davor warnen, dass alles noch viel schlimmer kommen könnte. Auch in Spanien steht es um die Staatsfinanzen nicht gut, weshalb Madrid der nächste Kandidat für die EU-Finanzhilfe ist. Daran können auch die Beschwichtigungen des EU-Establishments nichts ändern, weil die bittere Wahrheit, nämlich der drohende Staatsbankrott, den Bürgern in homöopathischen Dosen verabreicht wird, wie die Fälle Griechenland, Irland und nun Portugal zeigen.

Die Währungsunion entwickelt sich zu einer immer größeren Belastung für die wirtschaftlich erfolgreichen Mitglieder. Damit die europäische Währungsunion für die EU-Nettozahler wie Österreich, die für den Großteil der Finanzhilfe für marode Mitgliedstaaten aufkommen, nicht zu einem Fass ohne Boden wird, muss es zu tiefgreifenden Reformen kommen. Insbesondere darf Disziplinlosigkeit beim Budget nicht durch Finanzhilfen aus einem Rettungsschirm oder einem sogenannten Stabilitätsmechanismus belohnt werden. Und darüber hinaus muss endlich die Möglichkeit eines Ausscheidens aus der Eurozone und zur Rückkehr zu eigenen nationalen Währungen geschaffen werden.

3 Antworten zu Portugals Finanzdesaster zeigt Scheitern der Währungsunion

  1. Franz L. sagt:

    Ich bin zwar der Meinung, dass man sich in einer Gemeinschaft gegenseitig helfen soll, aber alles mit Maß und Ziel. Auch für wirtschaftlich führende Länder ist es nicht ungefährlich Millionen in den Rettungsschirm zu puffen. Die eigenen Bürger dadurch zu gefährden sollte die letzte Lösung sein.

  2. britta sagt:

    Ich erinnere mich noch gut an eine Lifediskussion die schon eine Weile her ist in Orf2 wobei der Gouverneur der Notenbank Hr. Nowotny damals meinte, Griechenland, nein, nein das wird nicht schlagend, ein paar Tage später war es soweit, weiterer Kommentar von Hr. Nowotny zu Portugal, das wird keinen grossen Schaden anrichten, das Land ist zu klein, wenn Österreich hilft, das ist ein Geschäft für das Land. Geschäft ja sicher, aber wieder nur für die Banken, z.B. jetzt in Spanien, welche den Portugiesen viel Geld geliehen haben. Den armen Menschen in Portugal – 600000 Arbeitslose, wovon die Hälfte keinen Cent mehr als Notunterstützung erhält und die Kinder mit Zuckerwasser ernährt werden, die werden wieder mit leeren Händen dastehen.( Gehört im Mittagsjournal Oe1 vor einigen Tagen) Die Lage der von Arbeitslosigkeit und Not betroffenen Menschen wird sich daher nur marginal verbessern.
    Der EU-Rettungsschirm ist ein Faß ohne Boden, aber unter dieser Regierung zu hoffen, daß irgendjemand einmal daran denkt die Steuerzahler und Bürger des eigenen Landes zu schützen, bleibt wohl nur ein Wunschdenken, hoffen tu ich es, allein der Glaube an eine Wende in unserer Politik, der fehlt mir.

  3. Bloody Mary sagt:

    Das hat es noch nie gegeben,daß man zu einem Kranken einen Gesunden ins Bett legt, damit der Kranke gesundet. Der Gesunde wird krank. Das praktizieren diese Volksschädlinge in den europäischen Regierungen.Ich wasche meine Hände in Unschuld, denn ich bin eine EU-Gegenerin der ersten Stunde, weil ich Hausverstand mein eigen nenne. Vergeßt aber nicht, daß dies der Blog „eines glühenden Europäers ist“. Alles was wir hier von uns geben, ist mit dem Ofenrohr ins Gebirge geschossen.Alles für die Katz. Meine Wut auf diese Politikerhalunken wird von Tag zu Tag größer. 👿 :mrgreen:

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