Totschweigen oder lächerlich machen

FPÖ-Chef Heinz -Christian Strache war in Israel. Er hatte ein Einladung, traf sich mit verschiedenen Exponenten von Politik und Zivilgesellschaft, gab Stellungnahmen – eher maßvoll und ausgewogen – ab und unterzog sich auch dem Pflichtprogramm solcher Reisen, also dem Besuch der bekannten Holocaust-Gedenkstätte.

So weit, so wenig aufregend. Und dennoch schieden sich in den jüngsten Tagen die Geister an dieser Reise: Exponenten der israelitischen Kultusgemeinde sprachen vom „zynischen“ Versuch, sich einen „Persil-Schein“ zu holen. Ein Teil der etablierten „Mainstream-Medien“ versuchte das Ganze ins Lächerliche zu ziehen. Und der staateigene ORF aber auch Leitmedien wie das größte zeitgeistige Nachrichtenmagazin „Profil“ verschwiegen die Reise schlicht und einfach. Am rechten Narrensaum, der indessen ja weniger in der Realität als vielmehr im Internet seine Rest-Aktivitäten entfaltet, vernahm man die üblichen Verschwörungstheorien, wonach sich nunmehr auch der FPÖ-Chef „kaufen“ habe lassen oder zumindest „Demutsgesten“ gegenüber den „Weisen von Zion“ oder wem auch immer vollzogen habe. Und in den Couleurs des Wiener Parlaments hörte man hinter vorgehaltener Hand vom einen oder vom anderen Spitzenvertreter von Rot und Schwarz, dass das Ganze durchaus geschickt gewesen sei, weil man sich künftighin bei Verhandlungen um etwaige Regierungsbündnisse nach den nächsten Wahlen solcherart leichter tun könne.

Auf die Idee, dass der Oppositionsführer schlicht und einfach eine Einladung angenommen haben könnte, um sich vor Ort ein Bild über eine Seite des Nahost-Konflikts zu machen, kam offenbar niemand. Wenn er demnächst die andere Seite, etwa im Libanon oder auch im palästinensisch kontrollierten Teil Palästinas besuchen wird, um das Bild zu komplettieren, wird es vielleicht ein wenig deutlicher werden. Er wandle auf den Spuren Bruno Kreiskys, ließ der Parteichef selbst diesbezüglich verlauten und manch einer mag dabei gedacht haben, dass das vielleicht ein bisschen hoch gegriffen sein könnte. Kreisky war immerhin langjähriger Außenminister, einer der Chefverhandler für den Österreichischen Staatsvertrag und danach eben eine ganze Ära lang Bundeskanzler und Spitzenmann in der sozialistischen Internationale.

Und überdies war Kreisky Jude, was im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt und sein Eintreten für die palästinensisch-arabische Sache nicht ganz ohne Pikanterie gewesen ist. Da hat der freiheitliche Oppositionsführer gewiss noch einiges nachzuholen. Aber angesichts der außenpolitischen Schwäche der etablierten österreichischen Politik – WikiLeak lässt grüßen – muss man Straches Bemühen, auch außenpolitisch Akzente zu setzen, anerkennen. Als Oppositionspolitiker hat er naturgemäß auch eher zu oppositionellen politischen Kräften Kontakte: in Israel war es die Siedlerbewegung, in den USA wird es die Tea-Party-Bewegung sein und im Libanon vielleicht die Hisbollah. Was weiß man.

Häme, Schlechtmacherei und Totschweigen werden jedenfalls seitens der etablierten Medien und der regierenden politischen Kräfte nicht ausreichen, um den politischen Aufstieg von Heinz Christian Straches Freiheitlichen wirklich zu bremsen.

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10 Responses to Totschweigen oder lächerlich machen

  1. Heidelore sagt:

    H.C.Strache versicherte den Siedlern im besetzten
    Westjordanland:“Unser Herz ist mit Euch.“
    Das heißt, „unser Herz ist mit Euch“,mit den Siedlern des von Israel besetzten Westjordanland.
    Diese Siedlungen sind illegal, sie befinden sich auf palästinensischem Gebiet.
    Die FPÖ die sich immer gerne als „nationale Heimatpartei“ versteht, zuerkennt den jüdischen Siedlern alle Rechte und aberkennt somit(indirekt) den Palästinensern jedes Recht auf eine eigene Heimat.
    So jedenfalls kann man es aus dem Text herauslesen.
    Und weiter sagt H.C.Strache:“Wer hier nicht zu Besuch kommt, kann die Probleme nicht wirklich verstehen. Nach all dem was den Juden im Exil angetan worden ist, tragen wir die Verantwortung für eine sichere Zukunft für das jüdische Volk“
    Das Unrecht, das dem jüdischen Volk in der Diaspora angetan wurde wird also zur Rechtfertigung, für den Genozid am palästinensischen Volk, herangezogen.

  2. ex-fpö-wähler sagt:

    schade um die fpö. nach der katastophe im rosenkranzwahlkampf nun die nächste. die teile der fpö, die diesen neuen kurs(wechsel) unterstützen, sollten lieber froh sein, dass der orf nichts davon gebracht hat, sonst würden sie noch mehr wähler verlieren. wenn die fpö von einer 30% partei auf eine 20% zurückgestutzt wird, wird man vielleicht draufkommen, dass man zu hoch gepokert hat. anscheinend glauben ja immer noch einige in der fpö, man hat mit dieser rückgradlosen schleimspur nur den rechten rand der fpö verkrault. diese neo-kippaträger hätten sich lieber vorher über die beliebtheit ihrer neuen freunde, die sogar die sympathien bei immer mehr linken verlieren, schlau machen sollen.

  3. Heidelore sagt:

    Israel das einzige Bollwerk gegen den zunehmenden islamistischen Terror?!
    Ich erinnere an die zionistische paramilitärische Organisation des Menachem Begin(Irgun), die verantwortlich war für die Sprengung des King David Hotels in Jerusalem (1946), für das Massaker von Deir Yassin (1948) für die Ermordung des UNO Beauftragten im Nahen Osten Graf Bernadotte u.a.Und an die Vertreibung und Ermordung von ca. 1.5 Millionen Palästinensern.
    Israel, das den islamischen Terror überhaupt erst provoziert hat und weiter provoziert,soll also das
    einzige Bollwerk darstellen?!
    Man sehe sich einmal die Ein-Dollar-Note an.
    Darauf ist ein Symbol, eine Pyramide von 13 Stufen, mit einem Auge in der Spitze. Es ist das Symbol der zionistischen NWO.Deutlich erkennbar die Inschrift
    Novus Ordo Saeclorum.(NWO)
    Bush verkündete 1991 vor Beginn des Golfkrieges „seine“ Neue Weltordnung. Der sogenannte Terror, der die Bevölkerung in ständige Alarmbereitschaft und Angst versetzt, dient letztlich dem globalen Ziel der NWO.Angst soll die Menschen gefügig machen und bereit, die NWO zu akzeptieren.

  4. Heidelore sagt:

    Frei nach einer alten Volksweise:
    Die Gedanken sind frei, wenn sie keiner kann erraten.
    Wenn sie fliehen vorbei an den nächtlichen Schatten.
    Wenn kein Mensch sie kann wissen, wenn kein Jäger sie kann schießen, dann bleibt es dabei, die Gedanken sind frei.
    Doch wenn einer sich frei entfaltet wird er gleich verwaltet, behördlich registriert und beamtlich observiert. Doch läßt er weiter sich nichts sagen,
    wird mit Slogans er erschlagen. Denn es können seine Fragen die da oben nicht ertragen.
    meint: Der rechte Narrensaum.
    Geschützt durch die Narrenkappe ist es möglich politisch nicht genormte und gesellschafts-non-konforme Gedanken in Wort und Schrift mitzuteilen,
    ohne sofort geköpft, viergeteilt oder ähnliches zu werden.
    Lei, lei…

  5. Heidelore sagt:

    Divide et impera!
    das alte Prinzip von teile und herrsche (Niccolo Machiavelli) der illuminierten NWO wurde schon von den Rothschilds perfektioniert(Napoleonischen Kriege).
    Den Konflikt zwischen zwei Parteien zu schüren um sie beide zu kontrollieren und gegeneiander aufzuwiegeln
    ist alte jüdische (Rothschild) Tradition.
    Das Prinzip wurde in beiden Weltkriegen angewendet und fließt nahtlos in die israelischen Politik ein.
    Bezüglich der Gedankenfreiheit: Ich habe das eher
    als eine Frage als eine Kritik verstanden.

  6. Jack Bauer sagt:

    Ist ihre ZurZeit Ausgabe von Ende August 2010:
    http://www.zurzeit.at/index.php?id=1058

    „Haiders dreckiges Erbe“

    Einerseits mimmt Herr HC. Strache den DR. Haider auf der anderen Seite tun Leute aus den eigenen Reihen alles dagegen, dass Heinz-Christian zu einem Regierungspolitiker werden kann. In Zukunft werden sicher viele F-Wähler zum Plan B(zö) greifen werden bei der nächsten EU-Wahl. Stadler ist überzeugender und geradliniger mit Rückgrat. Und die FPÖ will ja nicht wirklich regieren das haben sie auf andreas-moelzer.at vor 4 Jahren schon gschrieben und nie revidiert.

  7. horrido sagt:

    immer diese angsthasen. mehr sag ich dazu nicht.

  8. horrido sagt:

    dann lesen sie doch die blogs von Mölzer oder die Presseaussendungen auf der FPÖ-Seite – da ist doch alles nachzulesen, und bedarf nicht des zwanzigsten lamentor ihrerseits.

    ich persönlich war auch mehr als irritiert, habe nachgelesen, nachgefragt, antwort bekommen und keine „blöden“ fragen mehr…

    es lebe die verschwörungstheorie und der wille, alles schlecht zu machen, was einem fremd erscheint, oder nicht in den eigenen horizont passt. Achtung: *ironie*

  9. Heidelore sagt:

    Veröffentlicht am 30.12.2010 in „Der Weckruf“

    „Pro Israel Bewegung in den USA. Gegen diese Lobby kann kein Präsident etwas tun.“
    „Diese Lobby bewirkt seit Jahrezehnten, daß Israel einen Freibrief für seine Taten hat und dazu von der USA jährlich 4.5 Milliarden Dollar zur freien Verfügung erhält also auch zum Siedlungsbau, dazu 2 Milliarden Dollar Spenden und militärische Ausrüstungen.So ist zu verstehen, daß die USA immer ein Veto einlegt, wenn Israel durch die UNO „bestraft“
    werden soll. Kein Präsident kann etwas tun gegen diese mächtige Israel Lobby, die aus vielen sehr reichen amerikanischen Bürgern besteht und aus Gruppen, die gegen kritische Stimmen mundtot machen.
    Dieser Freibrief bewirkt, daß Israel auch gegen
    amerikanische Interessen handeln kann und sich dennoch jeder Unterstützung sicher sein darf.“
    http://www. badische-Zeitung.de/Leserbrief-68/
    gegen-diese-lobby-kann-kein-präsident-etwas-tun-
    39119894-html
    Die einzigen die etwas bewirken könnten, wären die Medien. Die aber sind offensichtlich mit dieser Lobby gleichgeschaltet. Ebenso politische Mandatare bis in die obersten Führungsschichten.
    „Danke! HC Strache für die Unterstützung“.

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