Auch Österreich soll aus Griechenland-Hilfe aussteigen!

Österreich soll sich an der Tschechischen Republik und an der Slowakei ein Beispiel nehmen und ebenfalls aus dem sogenannten Hilfspaket für Griechenland aussteigen. Denn die Griechenland-Hilfe hat nichts mit europäischer Solidarität zu tun, weil die finanziellen Probleme von Athen selbst verschuldet wurden und kommt daher einer gigantischen Umverteilungsaktion innerhalb der Europäischen Union gleich.
Mit dem Nein geben Prag und Preßburg zum Ausdruck, dass sie nicht länger bereit sind, den Irrweg,welchen die EU mit dem Hilfspaket für Athen beschritten hat,mitzugehen. Es ist kein Naturgesetz, dass größerer Schaden vom Euro nur dadurch abgewendet werden kann, wenn Milliarden nach Griechenland gepumpt werden.
Der renommierte bundesdeutsche Wirtschaftsforscher Hans-Werner Sinn vertritt etwa die Auffassung, man solle sich ein Beispiel an den USA nehmen, in denen der Staat überschuldete Bundesstaaten pleitegehen lässt, ohne dass es deshalb zu größeren Auswirkungen kommt.
Das Hilfspaket bedeutet eine Doppelbelastung für Österreich und die übrigen EU-Nettozahler. Die Nettozahler überweisen jährlich Milliarden Euro an Brüssel und nun werden weitere Milliarden Euro auch an Athen überwiesen. Dabei profitiert das Nettonehmer-EU-Mitglied Griechenland in zweifacher Hinsicht: Einerseits von den Geldflüssen aus den Brüsseler Fördertöpfen und andererseits vom sogenannten Rettungspaket der EU. Offenbar besteht die vielgepriesene europäische Solidarität darin, dass die einen nur geben und die anderen nur nehmen.
Hier gilt es weiteren Schaden von den österreichischen Steuerzahlern fernzuhalten. Allerdings ist fraglich, ob Bundeskanzler Faymann und Finanzminister Pröll dem Beispiel der Tschechen und Slowaken folgen werden. Wahrscheinlich sind sie dazu zu feig. Denn bekanntlich ist ihnen das Brüsseler Hemd näher als der österreichische Rock.
Die Griechenland-Krise ist trotz angeblicher Erfolge Athens bei der Haushaltssanierung noch lange nicht ausgestanden. Das Blatt kann sich jederzeit wieder wenden, und ein möglicher Staatsbankrott Athens bleibt weiter im Raum stehen. Daher ist es falsch, auf die Brüsseler Jubelmeldungen zu vertrauen und man sollte besser abwarten, bis Athen den letzten Cent der Hilfsgelder zurückgezahlt hat, zumal namhafte Wirtschaftsexperten weiterhin davon ausgehen, dass eine Pleite Griechenlands möglich ist.

2 Antworten zu Auch Österreich soll aus Griechenland-Hilfe aussteigen!

  1. Friedrich G sagt:

    Ich sehe es nicht ein, warum der „normale“ EU Steuerzahler mehr Aufwendungen haben soll nur weil Griechenland nicht in der Lage ist ihr Geld „zusammenzuhalten“

  2. Berta sagt:

    Ich bin schon der Meinung, dass die Staaten innerhalb der EU einander helfen sollen, aber vielleicht wäre es klug festzulegen in welcher Form und Höhe diese Hilfe geleistet werden soll.

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