Internationale Konferenz patriotischer Bewegungen in Tokyo

Von 12. bis 16. August fand in der japanischen Hauptstadt Tokyo eine internationale Konferenz von rechtsdemokratischen Parteien und patriotischen Bewegungen statt, die von der japanischen Denkfabrik „Issuikai“ ausgerichtet wurde. Der Issuikai, was übersetzt soviel wie „Mittwochsgesellschaft“ bedeutet, gehören zahlreiche einflussreiche nationale Persönlichkeiten mit hervorragenden Kontakten sowohl in die regierende Demokratische Partei, als auch in die Liberaldemokratische Partei an. Ihr derzeitiger Chef Mitsuhiro Kimura und sein Stellvertreter und Gründungsmitglied Kunio Suzuki sind zudem öfters zu Gast in TV-Debatten und Diskussionen bzw. fungieren immer wieder auch als Berater von einzelnen Regierungsmitgliedern.

Der Issuikai, die seit geraumer Zeit Kontakt zum französischen EU-Abgeordneten und Prof. für japanische Kulturwissenschaften Bruno Gollnisch unterhält, war es jedenfalls ein Anliegen patriotische Bewegungen zusammenzubringen, um Erfahrungsaustausch zu pflegen und mögliche gemeinsame Projekte für die Zukunft zu erörtern. Dieser Einladung sind Vertreter zahlreiche etablierter Parteien aus Europa, unter anderem vom französischen Front National, dem belgischen Vlaams Belang, der ungarischen Jobbik oder der FPÖ gefolgt.
Das umfassende Programm der Konferenz umfasste einen politisch-inhaltlichen und einen kulturellen Teil mit Besichtigung wichtiger Sehenswürdigkeiten in Tokyo.

Ersterer begann mit einer Kurzdarstellung der einzelnen Parteien und Gruppen bzw. mit einer Analyse der aktuellen politischen Situation im jeweiligen Heimatland. Für die FPÖ sprach EU-Abgeordneter Franz Obermayr, der insbesondere die gesellschaftliche Verankerung der FPÖ und ihre mehrmalige Regierungsbeteiligung in den Ländern und im Bund hervorhob. Wie verankert Issuikai in der japanischern Öffentlichkeit ist, zeigten nicht nur die zahlreichen Medienvertreter und die damit verbundene große Resonanz auf die Zusammenkunft der Politiker, sondern auch die Gastrede von Toshu Fukami, eines in Japan bekannten „Allrounders“, der neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer mehrer erfolgreicher Unternehmen auch noch als Solist Konzerte mit europäischen Orchestern gibt. Einen großen Teil der Tagung nahmen die Analyse von bestehenden internationalen und nationalen Problemen und die Ausarbeitung von Lösungsmöglichkeiten ein. Die Fragen der Massenzuwanderung oder der Schwächung der Nationalstaaten durch zunehmende Zentralisierung in supra- und internationalen Organisationen wurde ebenso erörtert wie die Globalisierung und zukünftige Wirtschaftskonzepte.

Ich legte in meiner Rede, betreffend die „Bekämpfung der negativen Folgen der Globalisierung und die Erhaltung der kulturellen Identität“, ein umfassendes Massnahmenprogramm vor, das von den Teilnehmern einhellig begrüßt wurde. Abschließend widmete man sich der Zukunft und der weiteren Vernetzung patriotischer Aktivitäten, die, so waren sich alle Teilnehmer einig, umfassend zum gegenseitigen Verständnis, Respekt und Frieden in der Welt beitragen würden. Es war dem Verfasser dieser Zeilen vorbehalten Ideen für intensivere und effiziente Kooperation aus freiheitlicher Sicht darzulegen.

Neben der Besichtigung des Kaiserpalastes, des Parlaments und zahlreicher Tempel stand auch der Besuch des Meiji- und des Yasukuni-Schreins auf dem Programm. Letzterer ist ein Shinto-Schrein, der 1869 errichtet wurde. In ihm werden die Seelen der nach 1855 für ihr Vaterland gefallenen ca. 2,5 Millionen japanischen Soldaten geehrt. Aber auch den gestorbenen Tieren zollt man entsprechenden Respekt. Regelmäßig echauffieren sich westliche Medien darüber, dass in den Listen der Verstorbenen auch die Namen der 14 in den Siegerprozessen nach dem Zweiten Weltkrieg als Kriegsverbrecher verurteilten japanischen Soldaten aufscheinen. Diese einseitige Beurteilung der Geschichte hat die Teilnehmer der Konferenz jedoch nicht davon abgehalten den Schrein aus Respekt gegenüber den Gastgebern und dem japanischen Volk zu besuchen. Ihnen gleich taten es über 40 japanische Abgeordnete und weitere wichtige Vertreter der japanischen Politik, wie der Bürgermeister der 12 Millionstadt Tokyo.

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