Mediale Schönfärberei kann Integrationsprobleme nicht überdecken

Gegenwärtig gehört es zur politisch-medialen Pflichtübung, die Segnungen der multikulturellen Gesellschaft zu preisen und das real existierende Konfliktpotential der Massenzuwanderung zu verharmlosen. Glaubt man bestimmten Berichten, so leben nur 112.000 Türken in Österreich. Erst später wird der Leser aufgeklärt, dass zumindest eine Viertelmillion österreichischer Staatsbürger einen türkischen Migrationshintergrund haben. Und berücksichtigt man die Zahl der illegal in unserem Land ansässigen Türken, dann muss man von 500.000 Menschen ausgehen.

Die meisten eingebürgerten Türken beharren allerdings auf ihre nationale, kulturelle und auch religiöse Identität. Staatsrechtlich mögen sie Österreicher sein, vom sozialen und kulturellen Verhalten bleiben sie aber Türken. Nicht umsonst hat der türkische Premier Erdogan bei seiner berüchtigten Kölner Rede seinen Landsleuten zugerufen, dass Assimilation ein Verbrechen sei und dass sie ihr Türkentum auch als Zuwanderer in Europa aufrecht erhalten müssten. Dieser Appell fällt mit Sicherheit auf fruchtbaren Boden, bedenkt man etwa, dass es in Österreich lebende Türken gibt, die hier die Staatsbürgerschaft haben, allerdings ihre türkische auch aufrechterhalten und dies sogar zum Preis des türkischen Militärdienstes.

Es ist falsch, Probleme wie türkische Parallelgesellschaften oder Jugendkriminalität, die allzu häufig Ausländerkriminalität ist, zu überdecken. Wenn hier die Zahlen schöngeredet werden, wird dies am realen Problem kaum etwas ändern. Vielmehr läuft das politisch-mediale Establishment Gefahr, im Bewusstsein der breiten Bevölkerung eine weitere Kluft zwischen problematischer Realität und schöngefärbter medialer Interpretation zu erzeugen.

4 Antworten zu Mediale Schönfärberei kann Integrationsprobleme nicht überdecken

  1. Leo sagt:

    wenn man, aus welchen Gründen auch immer, in ein fremdes Land auswandern muss oder will, dort die Staatsbürgerschaft erwirbt und sich trotzdem mit Händen und Füßen dagegen wehrt, so finde ich das eine Frechheit.

  2. Bertha sagt:

    Wenn Österreicher in fremde Länder ausweichen ist es sicher so, dass man eine „eigene Gemeinde“ gründet, um zB Weihnachten oder andere Feiertage auf traditionelle Weise feiert. Doch würde man es wohl nicht versäumen sich an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen.

  3. mrs.poppins sagt:

    Gerade erst gestern habe ich, zwar im Deutschen Fernsehen, eine Reportage über eine Türkin gesehen, die, obwohl in der BRD aufgewachsen, mit 18 Jahren in die Türkei zwangsverheiratet wurde. Vom ersten Tag an wurde sie von ihrem Mann verprügelt und misshandelt. Aus der Ehe ging ein Kind hervor und vor einigen Jahren floh sie wieder nach Deutschland und reichte die Scheidungt ein. Ihr Ex-Mann fand sie und entführte die gemeinsame Tochter. Nur mit viel Glück bekam sie ihr Kind nach eineinhalb Jahren wieder. Ein trauriger Fall, der jedoch kein Einzelschicksal ist, wie ihre Anwältin in SternTV bestätigte. Jede zweite türkische Frau wird in der BRD zwangsverheiratet und es darf angenommen werden, dass es in Österreich nicht viel anders aussieht. Damit ist die Existenz der Parallelgesellschaft wohl eindeutig bewisen und sogar intergartionswilligen Migranten fällt es durch die Vorgaben ihrer Familien schwer, sich bei uns einzuleben und zuhause zu fühlen. Ja, es scheint eindeutig ein Problem in unserer Gesellschaft zu geben!

  4. Manfred sagt:

    auf Ihrer Seite bin ich häufig, ich schätze Ihren aufrechten Gang.
    „Mediale Schönfärberei“ wer hat sie veranlasst, was ist die Ursache? Die Bürger oder die Politiker?
    Die Kriege der letzten 2000 Jahre wer hat sie veranlasst? Die Bürger oder die Politiker?
    Schier endlos ist mein Fragenkatlog und keine Antworten, immer nur „Schönfärberei“ und „Verdunkelung“ der wahren Absichten und der Realität.

    Grüße Manfred

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