EU-Beitrittsverhandlungen mit Island könnten rasch abgeschlossen werden

Island ist ein europäisches Land und seit 15 Jahren am EWR beteiligt. Daher sind bei den Beitrittsverhandlungen keine größeren Probleme zu erwarten und auch bei der umstrittenen Fischereipolitik wird man sich wohl einig werden, sodass die Beitrittsverhandlungen rasch abgeschlossen werden könnten.
Ich möchte darauf hinweisen, dass Island den Weg in Richtung EU-Mitgliedschaft bewusst eingeschlagen hat, um seine angeschlagene Wirtschaft zu unterstützen.

Die Wirtschafts- und Finanzpolitik wird wahrscheinlich der größte Brocken bei den Beitrittsverhandlungen mit Reykjavik werden. Allerdings werden die Isländer ihre Hausaufgaben machen und ihren Schuldenberg abbauen müssen. Denn keinesfalls darf die EU in irgendeiner Weise mit den Schulden Islands belastet werden.

Es ist davor zu warnen in der Erweiterungspolitik alle Beitrittskandidaten in einen Topf zu werfen. Das wäre absolut falsch. Während die EU-Reife Kroatiens außer Frage steht, dürfen Beitrittsgespräche mit den übrigen Staaten des sogenannten Westbalkans erst dann begonnen werden, wenn sie die dafür erforderlichen Voraussetzungen zweifelsfrei erfüllen. Und die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, die weder kulturhistorisch noch geographisch ein Teil Europas ist und immer wieder ihre EU-Unreife eindrucksvoll unter Beweis stellt, sind endlich abzubrechen und stattdessen Gespräche über eine privilegierte Partnerschaft aufzunehmen.

3 Antworten zu EU-Beitrittsverhandlungen mit Island könnten rasch abgeschlossen werden

  1. Gerhard sagt:

    Meiner Meinung nach wird es wohl kein Problem sein, Island mit ins „Boot“ der EU zu holen. An den Voraussetzungen zum Beitritt wird offensichtlich mit Hochdampf gearbeitet, und wenn sich eine Nation auf solche Art bemüht, so soll das auch mit einem Beitritt „belohnt“ werden .

  2. mrs.poppins sagt:

    Ich denke, es ist zu früh, Island als vollwertiges Mitglied in der EU augfzunehmen. Griechenland sollte uns Warnung genug sein. Außerdem bin ich mir nicht sicher, was in Sachen Oststaaten noch auf uns zu kommen wird, denn die Lage in Rumänien, Bulgarien, dem Osten der Slowakei und Tschechei ist auch nicht gerade das, was man landläufig als rosig bezeichnet. Ich denke „Eile mit Weile“ sollte das Gebot der Stunde lauten!

  3. Der Bub sagt:

    In erster Linie ist es wichtig, den Beitritt der Türkei zu verhindern! Ich bin froh, dass die FPÖ da einen eindeutigen Kurs fährt und nicht bei der erstbesten Gelegenheit wie Fähnchen im Wind umfällt. Kroatien und Island sind wenigstens kulturell ernstzunehmende Gesprächspartner. Trotzdem hoffe ich, dass es zu keiner weiteren Husch-Pfusch-Aktion in Sachen Aufnahme kommen wird!

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