Schiffe mit Hilfsgütern für Gaza berührten nicht Israels Sicherheitsinteressen

Die Stürmung der sogenannten internationalen Solidaritätsflotte für Gaza durch das israelische Militär, bei der sechs Menschen ums Leben kamen, stellt einen Akt unverhältnismäßiger Gewalt dar. Auf den Schiffen befanden sich Hilfsgüter, darunter Rollstühle und medizinische Ausrüstung für die notleidende Bevölkerung im Gazastreifen, aber keine Waffen. Somit wurden Israels legitime Sicherheitsinteressen von dieser Hilfsaktion in keiner Weise berührt.

Israels internationalen Partnern, darunter der Europäischen Union, wird es nun schwerer fallen, sich für Israels Existenzrecht einzusetzen. Völkerrecht und Menschenrechte gelten auch für die Palästinenser, was Israel anzuerkennen hat. Daher ist die Blockade des Gazastreifens, unter der vor allem die palästinensische Zivilbevölkerung leidet, unzulässig.

Nach der Stürmung der internationalen Solidaritätsflotte, werden die Friedensbemühungen im Nahen Osten wohl einen weiteren Rückschlag erleiden. Wenn es zu einem dauerhaften Frieden mit den Palästinensern und zu einer Zweistaatenlösung kommen soll, dann wird auch Israel einen Beitrag leisten müssen. Und dazu zählen insbesondere ein Stopp des Siedlungsbaus im Westjordanland sowie ein Ende der Blockade des Gazastreifens.

2 Antworten zu Schiffe mit Hilfsgütern für Gaza berührten nicht Israels Sicherheitsinteressen

  1. Caro44 sagt:

    Ich finde es beschämend, dass von Seiten Israels einfach nicht und niocht eingesehen werden will, dass auch sie etwas zum Frieden auf der Welt beitragen müssen. Es kann nciht angehen, dass immer nur die Hand aufgehalten wird – und alle anderen Staaten dabei auch noch zusehen!
    Israel tritt einmal mehr, ganz ohne Rücksicht auf die notleidende Bevölkerung, die Menschenrechte der Palästinenser mit Füßen. Ich bin gespannt in welcher Form, wenn überhaupt, die EU und die Vereingten Staaten auf diesen Afron reagieren!

  2. cap sagt:

    was soll denn das jetzt?
    „…wird es nun schwerer fallen, sich für Israels Existenzrecht einzusetzen.“

    und das ist natürlich die schuld von israel. da sind die juden ja mal wieder selbst an ihrem unglück schuld, oder was? das würde ich als antisemitische hetze abtun!

    die flotte hatte doch nur den zweck einen vorfall zu inszenieren, bei dem israel schlecht weg kommen muß. schade, dass diese vorhaben geglückt zu seien scheint.

    die israelische seite hat der flotte angeboten ihre ladung in einem israelischen hafen zu löschen und nach kontrolle über den landweg nach gaza zu bringen. es ist erschreckend, dass sich (friedens-)aktivisten so leicht vor den karren von islamistischen terrororganisatinen spannen lassen. auch die unreflektierte art und weise, mit der medien und politiker darauf reagieren ist bestürzend.

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