Für ein freies Österreich in einem kerneuropäischen Hartwährungsverbund

Angesichts der Schuldenkrise, die den Euro immer mehr in den Abgrund zu reißen drohe, benötigt die EU eine währungs- und finanzpolitische Neuorientierung. Daher habe ich beim gestrigen Bundesparteivorstand der FPÖ vorgeschlagen, die Schaffung eines kerneuropäischen Hartwährungsverbundes als eine zentrale Forderung der freiheitlichen Europapolitik zu diskutieren und bin mit diesem Vorschlag auf großes Interesse und eine weitgehende Zustimmung gestoßen.

Dieser zu schaffende kerneuropäische Hartwährungsverbund hat sich am früheren Währungsverbund zu orientieren, der sich um die D-Mark gruppiert hat. Dieser Währungsverbund hat deshalb so gut funktioniert, weil alle beteiligten Länder eine leistungsfähige Volkswirtschaft hatten. Und daran gilt es nun anzuknüpfen. Deshalb dürfen dem zu schaffenden kerneuropäischen Hartwährungsverbund nur starke und gesunde Volkswirtschaften angehören, weshalb sich dieser auf die Nettozahler zu beschränken hat.

Die europäische Währungsunion erweist sich in ihrer bestehenden Form immer mehr als Fehlkonstruktion. Der Euro erweist sich als Weichwährung und ist für die Nettozahler wie Österreich oder Deutschland ein Faß ohne Boden. Daher ist es grob fahrlässig, wenn nicht nach Alternativen gesucht wird.

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4 Responses to Für ein freies Österreich in einem kerneuropäischen Hartwährungsverbund

  1. Gummibärchen sagt:

    Die Schaffung eines kern-europäischen Hartwährungsverbundes finde ich eine tolle und vor allem realistische Idee! Warum sollen wir Österreicher mit unzähligen Milliarden und unserer eigenen „Bonität“ für die Versäumnisse und schlussendlich auch die Unfähigkeit der mediterranen Länder wie Griechenland, Spaniens und auch natürlich Portugal jetzt am Zahltag büßen? Die Österreicher (und natürlich auch viele andere Länder mit seriöser wirtschaftlicher Politik) sollen jetzt doch tatsächlich „Feuerwehr“ spielen und zahlen für die Versäumnisse anderer korrupten Länder. Alle Alternativen sind jetzt besser, als diesen jetzt die Milliarden nachzuwerfen……egal aus welchen EU oder sonstigen Töpfen und nur zuzusehen, bis das nächste Land bankrott geht!

  2. AnnaKarenina sagt:

    Nettozahler, deren Wirtschaft noch (!) auf stabilen Sockeln steht, könnten durch die Euro-Krise vermehrt ins Wanken kommen, wenn nicht schleunigst eingelenkt wird. Die freiheitliche Forderung, die Schaffung eines kerneuropäischen Hartwährungsverbundes, scheint der einzige Weg zu sein, um die die stabilen Länder nicht auch in eine Krise zu stürzen. Denn irgendwann gibt die beste Melkkuh auch keine Milch mehr.
    Ein großes Problem sehe ich darin, dass die Bevölkerung nur sehr schlecht bzw. selektiv informiert wird und das Ausmaß der mittlerweile gesamteuropäischen Schuldenkrise nicht zu verstehen vermag. Aber anscheinend interessiert das die EU-Bonzen nur wenig, hauptsache es wird brav gezahlt.
    Meiner Meinung nach ist der Blick in die Zukunft kein allzu rosiger.

  3. O.S. Wald sagt:

    Natürlich wäre ein kerneuropäischer Hartwährungsverbund eine gute Lösung. Die Frage ist allerdings, ob diese politisch machbar ist. Denn solange die BR Deutschland wirtschaftlich vergleichsweise gut dasteht, werden Länder wie Griechenland, Spanien oder Portugal den Status quo mit Zähnen und Klauen verteidigen, weil sie am meisten von der europäischen Währungsunion profitieren. Und schließlich darf auch nicht vergessen werden, daß seinerzeit Deutschland die gute alte D-Mark als Preis für die Wiedervereinigung aufgeben mußte.

  4. Bitzius sagt:

    Es ist allerhöchste Zeit für die Schaffung eines Hartwährungsverbundes der Nettozahler.Ich habe nichts gegen die Griechen,im Gegenteil,aber seit 1981 Mitglied und immer noch Nettoempfänger ist ein unmöglicher Zustand,bei aller Sympathie für dieses Volk.Eine Sanierung des griechischen Staatshauhaltes verlangt Disziplin.Und genau das ist nicht die Stärke der Griechen.Somit können wir diese Milliarden sicher ins Kamin schreiben.

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