Griechenland darf für EU-Nettozahler nicht zu Faß ohne Boden werden

Als verfehlt kann man den Druck der EU-Kommission auf eine schnelle Entscheidung über die milliardenschwere Hilfe für Griechenland bezeichnen. Athen darf keinesfalls für die mangelnde Budgetdisziplin der letzten Jahre belohnt werden. Vielmehr sollte jetzt eine grundlegende Reform der Währungsunion auf der Tagesordnung stehen.

Vor allem hätte eine übereilte Finanzhilfe für Griechenland eine verheerende Auswirkung auf die anderen Problemfälle in der Eurozone wie Spanien oder Portugal. Hier besteht die Gefahr, daß Anstrengungen zur Sanierung der Staatshaushalte zunichte gemacht werden könnten. Und in weiterer Folge geriete der Euro auf den internationalen Finanzmärkten noch mehr unter Druck und wirtschaftlich starke EU-Staaten wie Deutschland oder Österreich müßten noch tiefer in die Tasche greifen.

Wenn nun eine Entscheidung über die Hilfe für Griechenland getroffen wird, dann muss Athen zuerst einen wasserdichten Plan zur Sanierung seiner Finanzen vorlegen. Wenn als ultima ratio den Griechen finanziell unter die Arme gegriffen wird, dann muß feststehen, daß die gewährten Kredite auch zurückgezahlt werden können. Denn im Interesse der Nettozahler darf Griechenland nicht zu einem Faß ohne Boden werden.

3 Antworten zu Griechenland darf für EU-Nettozahler nicht zu Faß ohne Boden werden

  1. GM sagt:

    Ich fürchte nur, das ist es schon länger!!
    Da kommt noch etwas zu auf uns, und es bleibt zu hoffen, dass es das einzige bleibt!

  2. BG sagt:

    Zuerst eine genaue Prüfung der Tatsachen, dann ggf. Einleiten der Hilfszahlungen.
    Anders wird dieses Projekt zu einem Milliardengrab – ohne Chance auf Wiederaufestehung!

  3. Caroline44 sagt:

    Ich fürchte, GM wird ziemlich Recht behalten, mit seiner Prognose! Ich gehe aber sogar noch einen Schritt weiter und sehe bereits Spanien und Portugal krachen. Ich finde es schlimmer, dass nun wir, hier in Österreich, für den Wahn der anderen zahlen müssen. Auf der anderen Seite fürchte ich, dass es kaum andere Möglichkeiten gibt.
    Leid tun mir trotz allem die Griechen selber. Wieder mal ist es die Bevölkerung, die an Spekulationen von Banken und der Unfähigkeit der eigenen Regierung am meisten zu leiden hat und nun zum Handkuss kommt.

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