Burkaverbot in Belgien wäre Zeichen gegen die Islamisierung Europas

Ein Burkaverbot wäre ein wichtiges Zeichen gegen die Islamisierung Europas. Das belgische Parlament will ja heute über das Verbot für Ganzkörperverschleierungen muslimischer Frauen in der Öffentlichkeit abstimmen. An sich ist gegen das Tragen von religiösen Trachten ja nichts einzuwenden, aber die Burka ist weit mehr als nur eine religiöse Bekleidungsvorschrift. Insbesondere stellt der islamische Ganzkörperschleier ja ein Symbol für die Islamisierung Europas sowie ein Symbol für ein Frauenbild, das nicht mit dem europäischen Wertesystem vereinbar sei, dar. Die Burka steht für ein politisch-religiöses Weltbild, das die Trennung von Staat und Religion nicht kennt und das sich weigert, Frauen als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft zu akzeptieren. Daher ist die Burka nicht zuletzt auch ein Zeichen für eine fehlende
Integrationswilligkeit von Zuwanderern aus islamischen Ländern.

In Österreich stellt sich derzeit die Frage eines Burkaverbots wegen des verschwindend geringen Anteils von moslemischen Frauen, die in der Öffentlichkeit einen Ganzkörperschleier tragen, zwar nicht, aber die heutige Abstimmung im belgischen Parlament gibt dennoch Anlaß zu einer grundlegende Diskussion über islamische Symbole. Ähnlich verhält es sich mit dem Minarett oder mit dem islamischen Kopftuch. Auch Minarett und islamisches Kopftuch haben für Moslems nicht nur eine religiöse Bedeutung, sondern sind auch Ausdruck des Willens, die Stellung des politischen Islam in Europa zu stärken.

3 Antworten zu Burkaverbot in Belgien wäre Zeichen gegen die Islamisierung Europas

  1. Franz Bader sagt:

    Zum Thema „Islam“ wäre einiges zu sagen, zum Thema „Bewußtes Schlechtmachen des Islams“ noch viel mehr.

    Und was die Burqua betrifft:
    Diese Mode ist nicht auf dem Mist der Islamisten gewachsen, sonst wäre sie ja überall in der Islamischen Nation vertreten, nein, sie gab es bereits vor dem Propheten und gilt somit als „Tracht“ vereinzelter Völker.

    Dasselbe gilt auch für die Beschneidung, die sich aus relig. Gründen komplett durchgesetzt hat, selbst in den USA, wo im Kreissaal faßt jedem christlichen – ja, christlichen! – Knaben das Häutchen weggekappt wird. Was man damit dem Jüngling psychisch antut …

    Auf der einen Seite quatscht man von „Multikulti“, auf der anderen will man Moslems alles, was uns selbstgefälligen Taufschein-Christen nicht in den Kram paßt, verbieten.

    Wenn wir Europäer uns auf die Konfrontation „Wir gegen Moslems“ einlassen, gewinnen wieder mal die, die uns den ganzen Salat (EU – Zuwanderung etc.) eingebrockt haben. Daher: Keine Aggression gegen Moslems! Wer Bürgerkrieg will, soll ihn dort anzetteln, wo man ihn für uns Euro-Deppen ausgedacht hat.

  2. carina sagt:

    In Europa haben wir nun in einem über hundert Jahre währenden Prozess endlich einen Status der zumindest theoretischen Gleichstellung von Mann und Frau erreicht, Frauen dürfen sich bilden, arbeiten und vollumfänglich am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Dieser Prozess ist ein Ergebnis der Aufklärung und der gesamten kulturgeschichtlichen Entwicklung Europas. Der heutige Status der Gleichstellung der Geschlechter ist eine sehr wertvolle Errungenschaft der europäischen Kultur, auch wenn dieser Prozess der Emanzipation sicher noch nicht vollständig abgeschlossen ist.
    Die Burka hingegen ist sichtbarer Ausdruck einer Kultur, die diesen Errungenschaften diametral entgegen steht. Das (freiwillige) Tragen dieses symbolisch und kulturpolitisch hoch sinngeladenen Kleidungsstückes mit freier Kleiderwahl zu begründen oder rechtfertigen zu wollen verkennt den symbolischen Gehalt von Kleidung generell und dieser im Besonderen völlig.
    Meiner Meinung nach ist es ein performativer Widerspruch, Symbole der Unfreiheit und kulturell institutionalisierter Unterdrückung von Frauen unter Berufung auf die Freiheit immer wieder zu verteidigen.
    Religion und Kultur sind kulturgeschichtlich untrennbar verwoben- ohne Christentum und Reformation ist keine Aufklärung und keine Moderne zu denken. Gleiches gilt für den Islam, dieser ist, vor allem für Menschen mit Migrationshintergrund als Religion an sich nicht von der ihm zugrundliegenden patriarchal organisierten Kultur zu trennen.

    An dieser Stelle haben wir es nicht nur mit einem kulturgeschichtlichen und kulturpolitischen Missverständnis zu tun, wir unterleigen auch einem Missverständnis der Pämissen und ihrer Reihenfolge in der gesamten Argumentationslinie:
    Unsere Kultur bietet viele sehr wertvolle Freiheiten zunächst unter der primären Prämisse der Achtung der Menschenrechte,die dann als Grundlage für die weiteren Grundrechte, wie Religionsfreiheit zu werten ist. Diese Abfolge der Nennung , also Menschenrechte über Religionsfreiheit ist in jeder europäischen Verfassung zu finden und ist historisch in unserer kulturgeschichtlichen Entwicklung insbesondere in der Aufklärung zu verorten.
    Kulturpolitisch beinhaltet diese Reihenfolge aber auch eine Wertung, die im abendländischen Europa durchaus wichtig und auch verteidigungswürdig ist:

    Uns in Europa sind die Menschenrechte wichtiger als die Releigionsfreiheit.

    Diese Aussage ist für uns säkularisierte Europäer so klar, dass wir sie oft nicht mehr bewusst aussprechen, dies gilt aber nicht für andere Kulturen. Die Idee der Menschenrechte ist eine europäische Idee, es ist keine menschliche Universalie.

    Wenn wir es also mit den Menschenrechten ernst meinen, müssen wir die Wahrung derselben in Europa vor allen anderen Rechten auch durchsetzen. Sonst droht eine Umkehrung der Wertungsverhältnisse und damit eine Umkehrung der Prämissen, wie wir sie in den Vereinten Nationen erleben mussten, wo die Relegionsfreiheit per Mehrheitsentscheid über die Menschenrechte gesetzt wurde.
    Ein Gedankenexperiment:
    In der logischen Anordnung der Rechtsordnung der Vereinten Nationen (Religionsfreiheit über Menschenrechte) könnte sich also z.B.ein Azteke, der aus religiösen Gründen drei junge Männer geopfert hat auf die Religionsfreiheit berufen, die als erstgenanntes Gesetzt ja den Menschenrechten der jungen Männer übergeordnet wäre.

    Es ist also unsere Pflicht als aufgeklärte Menschen und Europäer, die sich ihrer kulturgeschichtlichen Vergangenheit bewusst sind, nicht nur die Existenz der Menschenrechte zu verteidigen, sondern auch die in unserer Kultur gewachsene Hierarchie dieser Rechte:
    Menschenrechte sind wichtiger als Religionsfreiheit und deswegen ist die Burka im öffentlichen Raum als kulturpolitisches Symbol der Umkehrung dieser Prämissen in Europa nicht zu tolerieren.

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