Europa rückt nach rechts

Europa rückt nach rechts, die ungarischen Wahlen haben es bewiesen. Die rechtspopulistische Fidesz des Viktor Orbán hat die absolute Mehrheit erlangt und die – nach Ansicht der politisch korrekten Beobachter – „rechtsextreme“ Jobbik wird mit nahezu 17 Prozent ins Parlament einziehen. Ob Jobbik wirklich so extrem ist, ob sie wirklich so antisemitisch ist, wirklich so militant gegen Zigeuner eingestellt, wie die zeitgeistigen Medien behaupten, bedürfte einer Überprüfung. Tatsache ist jedenfalls, dass sie demokratisch legitimiert ist und zwar von einer stattlichen Anzahl von ungarischen Wählern. Tatsache ist auch, dass die Ungarn den Patriotismus, das Nationalbewusstsein und die Erhaltung der eigenen Kultur gewählt haben.

Für die Polen kam es indessen zur nationalen Tragödie. Der Absturz des Präsidentenflugzeugs in der Nähe des „verfluchten Katyn“ löschte nämlich mit einem Schlag einen Teil der politischen polnischen Elite aus und zwar insbesondere der rechten Elite des Landes. Präsident Kaczinsky und eine Reihe von führenden Exponenten seiner Partei „für Recht und Gerechtigkeit“ kamen ums Leben, ebenso die Spitzen der polnischen Armee. Nur die Pietät dürfte es verhindert haben, dass hier seitens der politisch korrekten Linken klammheimliche Schadensfreude quer durch Europa aufkam. Allerdings verzichtete man in den Medien nicht darauf hinzuweisen, dass aller Wahrscheinlichkeit nach der Präsident selbst für den Absturz verantwortlich gewesen sei, weil er den Piloten durch ein Machtwort zum vierten Landeanflug und dem darauf folgenden Absturz gezwungen habe.

Aber jeder Mensch ist bekanntlich ersetzbar und die Spitzen des Militärs haben alle ihre Stellvertreter und auch im rechten Lager Polens werden sich neue Gesichter finden, die die Positionen der ums Leben gekommenen Politiker einnehmen. Bei den kommenden Präsidentenwahlen dürfte jedenfalls nicht zuletzt aufgrund des Mitleidseffekts wieder die Rechte in Warschau siegen. Europa liegt eben insgesamt offenbar im rechten Licht und das ist gut so.

2 Antworten zu Europa rückt nach rechts

  1. mrs.poppins sagt:

    Ungarns Jobbik steht in näherer Zukunft bestimmt ein harter Weg bevor. Denn linke Gutmenschen tendieren ja häufig und vor allem gerne dazu, 17% der Wähler zu ingorieren und Rechtsparteien allsamt als „Kellernazipartie“ abzutun. Demokratische Legetimierung wird in diesem Zusammenhang nur all zu gerne übersehen. Dabei haben es sich die Linken – längst nicht nur in Ungarn – selbst vorzuwerfen, dass sie immer mehr Wähler verlieren. Multikulti unter dem Deckmantel der Weltoffenheit funktioniert zu Beginn der zweiten Dekade des 21. Jahrunderts eben nicht mehr! Gleichzeitig lassen sie aber neue Ideen vermissen und das ist es, was die Rechten immer stärker werden lässt: Die Sehnsucht nach der Herstellung einer neuen, an die alte angelehnten Ordnung. Und gerade in Zeiten von Wirtschaftskrisen, Terrorismus und steigender Kriminalität wollen die Menschen wieder wahre Werte vermittelt kriegen, die ihrem Kulturkreis entsprechen, worauf sie sich stützen können. Heimat, Kultur und Familie sind die Schlagworte, die die Politik wieder verstärkt aufgreifen soll.

  2. O. S. Wald sagt:

    Was die Ungarnwahl und die 17 Prozent betrifft, die Jobbik erhalten hat, wird sich vereinigte Gutmenschentum wohl grün und blau ärgern. Aber wie Sie richtig feststellen: Die Ungarn haben Patriotismus, Nationalbewußtsein und die Erhaltung der eigenen Kultur gewählt. Und das kann man angesichts der Schmutz- und Sudelkampagne, die in zeitgeistigen Medien gegen Jobbik geführt wurde, nicht hoch genug einzuschätzen.

    Weiters bleibt zu hoffen, daß sich der Rechtsruck in Europa bei den in diesem Jahr anstehenden Parlamentswahlen, etwa in der Niederlande oder in Großbritannien, fortsetzen wird. Denn je stärker patriotische, rechtsgerichtete Parteien sind, desto schwieriger wird es für die politisch korrekte Linke werden, ihr gesellschaftspolitisches Zerstörungswerk fortzusetzen.

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