Ashton sagt Nein zu Deutsch im EU-Diplomatendienst und Bundesregierung fällt um

Wieder einmal umgefallen ist die Bundesregierung gegenüber der EU. Deutsch soll nun doch nicht die dritte Arbeitssprache im Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) werden. Am Mittwoch, im EU-Hauptausschuß des Nationalrates, war alles noch ganz anders. Da haben Kanzler Faymann und Außenminister Spindelegger gemeint, Deutsch müsse unbedingt in der EU gleichgestellt und Arbeitssprache des neuen Diplomatendienstes werden.

Jedenfalls zeigt die Verbannung der deutschen Sprache aus dem EU-Diplomatendienst, daß sich die Bundesregierung nicht energisch genug an der Seite Berlins für eine
Gleichstellung des Deutschen eingesetzt hat. Im Zweifelsfall werden berechtigte nationale Interessen eben auf dem Brüsseler Altar geopfert. Ob damit aber die hierzulande weitverbreitete EU-Skepsis bekämpft werden kann, muß jedoch bezweifelt werden.

Zudem hat die Europäische Union mit der Entscheidung der für den Aufbau des EAD verantwortlichen „EU-Außenministerin“ Catherine Ashton einmal mehr ihre häßliche Fratze gezeigt. Die deutsche Sprache, die immerhin die in der EU am weitesten verbreitete Muttersprache ist, wird weiterhin offen diskriminiert und die Vorrangstellung des Englischen und Französischen damit einzementiert. Ein Europa der sprachlichen und der kulturellen Vielfalt, von dem die Brüsseler Polit-Nomenklatura in Sonntagsreden so gerne spricht, sieht jedenfalls anders aus.

Eine Antwort zu Ashton sagt Nein zu Deutsch im EU-Diplomatendienst und Bundesregierung fällt um

  1. mrs.poppins sagt:

    Und einmal mehr eilt Österreich in blindem Gehorsam voraus. Gute Vorsätze und Ideen werden beim ersten scharfen Blick des Gegenübers über Bord geworfen, die eigene Bevölkerung einmal mehr für dumm verkauft. Und am Ende wird es wieder heißen, dass man doch sein Bestes versucht hat! Bundeskanzler wie Außenminister sollte schön langsam mal klar werden, dass das Beste eben nicht gut genug ist. Kein Wunder, dass die Politkverdrossenheit in unserem Land immer größer und die EU gleichzeitig zum alles überrollenden Schreckgespenst wird.

    Mich würden die Argumente der hohen Herren interessieren, mit denen sie die deutsche Sprache permanent diskriminieren. Wahrscheinlich wird auch hier die NS-Keule geschwungen. Schließlich haben ja auch die Nazis auf Deutsch den „Griff nach der Weltherrschaft“ geplant.

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