Diskussion über Ausschluss von Ländern aus Eurozone darf kein Tabu sein

Nur nach Hilfsmaßnahmen für Griechenland zu suchen ist einfach zu wenig. Laut einer Umfrage befürwortet in Deutschland mehr als
die Hälfte den Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone, falls dieses Land die Stabilität der Gemeinschaftswährung weiter gefährdet.
Und in anderen früheren Hartwährungsländern wie etwa in Österreich denken die Bürger wohl ähnlich.

Daher darf es kein Tabu sein, über den Ausschluss von Ländern aus der Währungsunion zu diskutieren, wenn diese die Stabilität des Euro gefährden. Griechenland ist ja nicht das einzige Problem. Spanien, Portugal und auch Italien sind weitere tickende Zeitbomben, deren dramatische Budgetlage aus dem Euro eine weiche Währung machen könnte, wie es früher die italienische Lira war. In diesem Zusammenhang wird völlig klar, dass sich das Konzept, in der Eurozone starke und schwache Volkswirtschaften in einen Topf zu verwerfen, nicht bewährt habe.

Wenn die Europäische Zentralbank die finanz- und wirtschaftspolitischen Interessen der früheren Hartwährungsländer und jene der ehemaligen Weichwährungsländer vertreten soll, dann kann das auf Dauer nicht gut gehen. Bekanntlich kann man nicht zwei Herren gleichzeitig dienen.

Die Eurozone muss zu einem Verbund der starken Volkswirtschaften werden. Als Vorbild dabei dient die D-Mark, um die sich ein Verbund der Hartwährungen wie etwa dem österreichischen Schilling oder dem niederländischen Gulden gruppiert hat.

2 Antworten zu Diskussion über Ausschluss von Ländern aus Eurozone darf kein Tabu sein

  1. Lukas Paum sagt:

    Es geht meiner Meinung nach nicht nur darum ob eine Volkswirtschaft eine schwache Phase hat, etwas kränkelt, oder generell das Schlußlicht bildet.
    Im Mittelpunkt einer Währungsunion muss vorallem das Vertrauen stehen.
    Ein Unternehmer verlässt sich natürlich auf Wirtschaftsprognosen, doch wenn diese Prognosen unteranderem auf gefälschte Zahlen aus Griechenland basieren, kann das einen unheimlichen Schaden für heimische Märkte beinhalten. Mit solchen Situationen könnte man ganz anders umgehen (Stichwort „Worst-Case-Planung), wenn man wüsste wie man in einen Markt hineingehen kann oder soll, oder vielleicht sogar muss.
    Ich würde einen Ausschluß eines Landes aus der Währungsunion nicht unbedingt wegen der schwachen wirtschaftlichen Situation befürworten, aber auf jeden Fall für die Unwahrheit.
    Denn wer lügt schaufelt sich sein eigenes Grab, und darin soll er vorallem alleine krepieren.

  2. Ein guter Tipp, solle man mal weiterverfolgen. Das wird in näherer Zukunft bestimmt noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Da habe ich doch schon neulich einen Artikel drüber gefunden? Tschöö, Denise Stricker

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