Vergesst die Völker nicht

In der real existierenden Europäischen Union ist in den letzten Jahren vorwiegend nur mehr von den „Bürgern“ die Rede. Bereits die Mitgliedsstaaten sind ein Faktor, der eher in den Hintergrund gedrängt werden soll (wenn sie auch nach wie vor die eigentliche politische Macht haben) und von den Völkern ist schon gar nicht mehr die Rede. Auch das „Europa der Vaterländer“ wie es Charles de Gaulle beschworen hatte, kommt in den EU-Sonntagsreden so gut wie gar nicht mehr vor. Das nationale Element jedenfalls, die nationale Identität der europäischen Völker ist ein Faktor der offenbar totgeschwiegen oder gar ausgelöscht werden soll. Zumindest wenn es nach den Zielen und Absichten der Eurokraten, der Mächtigen also, geht.

Die Letzten, die die Interessen der europäischen Völker, die Erhaltung ihrer nationalen Kultur, ihrer jeweiligen Muttersprachen und auch das einst international so heilig und hoch gehaltene Recht der Selbstbestimmung dieser Völker vertreten, sind die patriotischen Parteien Europas. Die Rechtsdemokraten wenn man so will, oder „Rechtspopulisten“ wie ihre Gegner sagen. Und das ist auch der Grund warum diese Parteien zumeist EU-kritisch, EU-skeptisch oder sogar anti-europäisch sind. Sie glauben, in den politischen Zielen und politischen Mechanismen der heutigen Europäischen Union eine wirkliche Gefahr für die Weiterexistenz dieser europäischen Völker zu erkennen. Und sie dürften Recht haben. Wer die „Vereinigten Staaten von Europa“ anstrebt, also den zentralistischen Brüsseler Bundesstaat, ist naturgemäß ein Feind der Völker. Er will sie in dieser Union auflösen, überwinden und als politisch-historische Entitäten zerstören. Identitäre Parteien hingegen, nationale Bewegungen, patriotische Gruppierungen, ganz gleich ob es Etatisten wie der französische Front National sind oder Separatisten wie der Vlaams Belang oder Regionalisten wie die Lega Nord, sie wollen die Identität und die Kultur ihrer Völker bewahren. Sie sind die letzten Anwälte dieser Völker in Europa, die letzten, die sich dem Brüsseler Moloch entgegenstemmen und sie haben auch Erfolge. Wechselnd in den verschiedenen europäischen Ländern zwischen zehn und zwanzig Prozent an Wählerstimmen, wobei sie wissen, dass sie in der Erhaltung ihrer Völker durchaus die Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung haben. Auch wenn diese an der Wahlurne sich nicht immer für die zumeist diabolisierten Rechtsparteien aussprechen.

Diese politischen Bewegungen kurz darzustellen ist das Ziel der vorliegenden Broschüre. Die Entwicklungen der einzelnen patriotischen Parteien, ihre Zusammenschlüsse und ihre Kooperationsformen wollen wir hier aufzeigen. Und einen kleinen Ausblick auf die europäische Zukunft richten wie sie aussehen könnte, wenn sich diese Gruppierungen durchsetzen.

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Eine Antwort zu Vergesst die Völker nicht

  1. Waltraut Kupf sagt:

    Spät kommt Ihr (drauf), doch Ihr kommt (drauf). Was hilft es jetzt, wenn schöne Phrasen über die Völker gedroschen werden, wenn man daran mitgewirkt hat, dieses für viele Leute durchaus absehbare Desaster herbeizuführen. Die FPÖ konnte sich nie wirklich von ihrem süßen Traum eines Europas der Vaterländer trennen (der auf den ersten Blick ganz gut klingt), beobachtete aber nicht scharf genug, zu welchem Zweck dieser “seid-umschlungen-Millionen”-Etikettenschwindel ins Werk gesetzt wurde. Wer hier glaubt, etwas verbessern oder reformieren zu können, wer irgendwelchen hätt-i-war-i-Utopien nachhängt, ist auf dem Holzweg. Die EU müßte zerschlagen und durch freie Abkommen zwischen den Staaten und Souveränität innerhalb derselben ersetzt werden, wie es ja auch früher funktioniert hat. Man sollte sich zu schade dafür sein, ständig den Gesslerhut der Vereinigten Staaten von Amerika zu grüßen und Herrn Kissinger die “eine Telefonnummer” zu liefern, damit er seine Außenstelle leichter erreichen kann.

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